Zabor

Roman

Ein Geschichtenerzähler, der Leben verlängern kann.

In seinem zweiten Roman erforscht Kamel Daoud, der für sein Debüt »Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung« von Kritik und Publikum international gefeiert wurde, das menschliche Dasein mit den Methoden aus Tausendundeiner Nacht. Eine große Parabel über die Macht des Erzählens und des Erzählers.

Ismaël, der sich selbst Zabor nennt, verliert früh seine Mutter. Der Vater verstößt ihn, Stiefmutter und Halbgeschwister wollen das Kind nicht im Haus haben. Zabor wächst bei seiner altjüngferlichen Tante und dem stummen Großvater auf. Trost und Zuflucht findet er in der Literatur, er verschlingt alles, was er in die Finger kriegen kann. Viel ist das jedoch nicht in einem algerischen Dorf, das im Süden bereits an die Sahara grenzt, und so beginnt Zabor, seine eigenen Geschichten zu schreiben und entdeckt dabei schon früh ein besonderes Talent: Er hat die Gabe, das Leben von Sterbenden zu verlängern. So lange er über die Leute schreibt, so lange hält er den Tod auf Abstand. Wenn der Arzt und das Heilige Buch nicht mehr helfen können, dann holt man Zabor. So auch, als eines Tages sein Vater im Sterben liegt.

Kamel Daoud, der für sein Debüt »Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung« von Kritik und Publikum international gefeiert wurde, hat einen bildstarken und kraftvollen Roman geschrieben: Über Heimat und Familie, über die Macht der Religion und über die große Liebe zur Literatur, die alles sein kann, Unterdrückungsinstrument genauso wie Mittel zur Befreiung.

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Erscheinungstermin: 07.03.2019

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 07.03.2019
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-05202-2
  • »Kamel Daoud feiert die befreiende Kraft der französischen Sprache. [...] Wenn man sich beim Lesen darauf einlässt, wird man reichlich belohnt.«

    Stefan Weidner, Die Zeit, 17. April 2019
  • »Selten ist die emanzipatorische Kraft der Literatur eindringlicher und eindrucksvoller beschrieben worden als in diesem bemerkenswerten Roman.«

    Andreas Wirthensohn, WDR 3 Bücher, 15. April 2019
  • »eine Offenbarung«

    Fridtjof Küchemann, FAZ, 16. März 2019
  • »Kamel Daoud, [...], stimmt auch in seinem zweiten Roman ein überzeugendes Lied auf die Kraft der Literatur an.«

    literaturkurier.de Newsletter, 14. März 2019
  • »ein berührendes Abenteuer«

    Badische Zeitung, 4. März 2019
  • »Daoud, voll stürmischer und zugleich gebändigter Phantasie, wird zum starken Fürsprecher einer im europäischen Bewusstsein vernachlässigten Weltgegend.«

    Rainer Hartmann, Kölner Stadt-Anzeiger Büchermagazin, 1. März 2019

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