Die rote Pyramide

Erzählungen | "Wer Russland verstehen will, muss Vladimir Sorokin lesen." taz

Übersetzt von: Andreas TretnerDorothea Trottenberg

Neue Erzählungen von Russlands Meister der Groteske.

In »Die rote Pyramide« versammelt Vladimir Sorokin, einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller Russlands, neun Erzählungen aus den letzten Jahren, die alle auf ganz unnachahmliche Weise das Leben im postkommunistischen Russland aufs Korn nehmen.

In den neun Erzählungen, die Vladimir Sorokin für diesen Band zusammengestellt hat, geht es immer um eine durch den Verfall der Sowjetunion deformierte Gesellschaft. Das zeigt sich beim Einzelnen, wie in der Titelgeschichte, in der der junge Jura eine Vision erfährt, die ihn bis zum Ende seines Lebens nicht mehr loslässt. Es zeigt sich aber auch im Politischen, wie in der Geschichte »Lila Schwäne«, in der die russischen Atomsprengköpfe plötzlich in Zuckerhüte verwandelt wurden und man sich nicht anders zu helfen weiß, als einen wundertätigen Religionsgelehrten um Hilfe zu bitten. Und es zeigt sich im Zusammenspiel der Menschen, ihrer gesellschaftlichen Interaktion, wie in der Geschichte »Der Fingernagel«, in der vier befreundete Ehepaare zu einem Abendessen zusammenkommen, das auf Grund von Toilettenpapiermangel vollkommen außer Kontrolle gerät.

Vladimir Sorokin gelingt in diesem Erzählungsband das Kunststück, aus scheinbar unabhängigen Einzelgeschichten ein Ganzes zu schaffen. Die Komposition ist strukturiert und ausbalanciert. Sorokin zeigt einmal mehr, wie meisterhaft er auch die kleine Form und verschiedenste stilistische Mittel beherrscht und eröffnet seinen Leser*innen einen Blick auf Russlands Gegenwart und Vergangenheit, die so vergangen eben  doch nicht ist.

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»[Sorokin] liefert immer wieder geheimnisvolle Bilder, die nicht nur von großer Offenheit sind, sondern womöglich nie ganz zu deuten. Das macht den Reiz der satirischen, anspielungsreichen [...] Geschichten aus.«

Ulrich Rüdenauer,
Deutschlandfunk Büchermarkt, 10. Februar 2022

»Sorokins Literatur ist langlebiger als jede träge Sphinx.«

Ronald Pohl,
Der Standard, 11. Februar 2022

»Wer Russland verstehen will, muss Vladimir Sorokin lesen.«

Norma Schneider,
taz, 12. Februar 2022

»Ein gnadenlos böses Buch voller dramaturgischer und sprachlicher Feuerwerke. [...] Erzählerisch zieht Sorokin dabei alle Register – vulgär, witzig, hochgestochen, stoisch, bodenständig, direkt – ein Über-Text, der noch jeden Slang in sich aufnimmt und die Worte am Ende freistellt, ohne Punkt und Komma.«

Christine Hamel,
WDR 3 Lesestoff, 11. Februar 2022

»[Sorokins Geschichten] sind keine Als-ob-Literatur, sondern kleine, sorgsam ausgearbeitete Albträume, bei denen man nie genau weiß, vor was man mehr erschrecken soll – vor der dichterischen Fantasie oder vor ihrem realen Hintergrund.«

Wolfgang Huber-Lang,
APA Austria Presse Agentur, 09. März 2022

»Die Geschichten sind, für sich genommen, aber auch im Verhältnis zueinander, in hohem Maße vielstimmig. Ihre Originalität liegt in der Bricolage, was in der Lektüre beständig zu Wiedererkennungseffekten führt, zumal Sorokin nationale Stereotype und literarische Klischees bewusst nicht meidet. [...] [Sorokin] mit seiner schmerzhaften, mutigen Erzählkunst, hält die Wunden offen – und lässt uns das Ausmaß an Irrationalität, deren Auswuchs der Krieg ist, ein wenig besser verstehen.«

Kai Sina,
Die Zeit, 24. März 2022

»Sorokins Bücher enthalten stellenweise eine ungemein poetische, aber immer bitterböse Kritik am russischen Herrschaftssystem, egal, ob es um das zaristische Russland, die Sowjetunion, Putins Oligarchenrepublik oder um einen phantastischen Mashup all dieser Zeiten geht. Angesichts der aktuellen Ereignisse lohnt sich die Lektüre dieser Erzählungen auf jeden Fall.«

Florian Schmid,
Landshuter Zeitung, 09. April 2022

»Überraschungen sind garantiert, denn Sorokin spielt auch in diesem buch sein Talent zur Groteske wieder voll aus.«

Clemens Hoffmann,
SWR Kultur Buchkritik, 14. April 2022

»[Sorokin] steigt in äußerst vielfältigen Formen tief in die russische Seele.«

Ulrich Steinmetzger,
Sächsische Zeitung, 14. Juni 2022

»Vladimir Sorokin [stellt] wieder einmal sein Können unter Beweis: Spielerische Sprachexperimente, Witz, Ironie, Gesellschaftskritik und Schwarzer Humor werden zu einem einzigartigen Erzählgewebe. Wer seinen Sinn für kluge Heiterkeit trotz russischer Aggressionspolitik noch nicht verloren hat, dem werden Sorkins Erzählungen reine Freude bereiten.«

Andreas Puff-Trojan,
ORF, 19. Juni 2022
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Die rote Pyramide
Vladimir Sorokin Die rote Pyramide
  • »[Sorokin] liefert immer wieder geheimnisvolle Bilder, die nicht nur von großer Offenheit sind, sondern womöglich nie ganz zu deuten. Das macht den Reiz der satirischen, anspielungsreichen [...] Geschichten aus.«

    Ulrich Rüdenauer, Deutschlandfunk Büchermarkt, 10. Februar 2022
  • »Sorokins Literatur ist langlebiger als jede träge Sphinx.«

    Ronald Pohl, Der Standard, 11. Februar 2022
  • »Wer Russland verstehen will, muss Vladimir Sorokin lesen.«

    Norma Schneider, taz, 12. Februar 2022
  • »Ein gnadenlos böses Buch voller dramaturgischer und sprachlicher Feuerwerke. [...] Erzählerisch zieht Sorokin dabei alle Register – vulgär, witzig, hochgestochen, stoisch, bodenständig, direkt – ein Über-Text, der noch jeden Slang in sich aufnimmt und die Worte am Ende freistellt, ohne Punkt und Komma.«

    Christine Hamel, WDR 3 Lesestoff, 11. Februar 2022
  • »[Sorokins Geschichten] sind keine Als-ob-Literatur, sondern kleine, sorgsam ausgearbeitete Albträume, bei denen man nie genau weiß, vor was man mehr erschrecken soll – vor der dichterischen Fantasie oder vor ihrem realen Hintergrund.«

    Wolfgang Huber-Lang, APA Austria Presse Agentur, 09. März 2022
  • »Die Geschichten sind, für sich genommen, aber auch im Verhältnis zueinander, in hohem Maße vielstimmig. Ihre Originalität liegt in der Bricolage, was in der Lektüre beständig zu Wiedererkennungseffekten führt, zumal Sorokin nationale Stereotype und literarische Klischees bewusst nicht meidet. [...] [Sorokin] mit seiner schmerzhaften, mutigen Erzählkunst, hält die Wunden offen – und lässt uns das Ausmaß an Irrationalität, deren Auswuchs der Krieg ist, ein wenig besser verstehen.«

    Kai Sina, Die Zeit, 24. März 2022
  • »Sorokins Bücher enthalten stellenweise eine ungemein poetische, aber immer bitterböse Kritik am russischen Herrschaftssystem, egal, ob es um das zaristische Russland, die Sowjetunion, Putins Oligarchenrepublik oder um einen phantastischen Mashup all dieser Zeiten geht. Angesichts der aktuellen Ereignisse lohnt sich die Lektüre dieser Erzählungen auf jeden Fall.«

    Florian Schmid, Landshuter Zeitung, 09. April 2022
  • »Überraschungen sind garantiert, denn Sorokin spielt auch in diesem buch sein Talent zur Groteske wieder voll aus.«

    Clemens Hoffmann, SWR Kultur Buchkritik, 14. April 2022
  • »[Sorokin] steigt in äußerst vielfältigen Formen tief in die russische Seele.«

    Ulrich Steinmetzger, Sächsische Zeitung, 14. Juni 2022
  • »Vladimir Sorokin [stellt] wieder einmal sein Können unter Beweis: Spielerische Sprachexperimente, Witz, Ironie, Gesellschaftskritik und Schwarzer Humor werden zu einem einzigartigen Erzählgewebe. Wer seinen Sinn für kluge Heiterkeit trotz russischer Aggressionspolitik noch nicht verloren hat, dem werden Sorkins Erzählungen reine Freude bereiten.«

    Andreas Puff-Trojan, ORF, 19. Juni 2022

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