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»Verschwiegen« von Eva Björg Ægisdottir

Hochspannung und psychologische Finesse aus dem Land der Gletscher

In der Kleinstadt Akranes kennt jeder jeden und das Alltagsleben verläuft in ruhigen Bahnen. Bis eines Tages am Leuchtturm, dem Wahrzeichen der Stadt, eine unbekannte Tote gefunden wird. Polizistin Elma, die selbst erst vor Kurzem aus Reykjavík in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, übernimmt die Ermittlungen. Und schon bald stößt sie auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit der Toten, dessen Folgen bis heute nachwirken.

»Nordic Noir-Fans werden das Debüt der Isländerin Eva Björg Ægisdóttir lieben.« Ann Cleeves

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Wieso ist Akranes/Island so ein guter Schauplatz für einen Krimi?

Ich glaube, ich habe erst nach dem Schreiben verstanden, dass Akranes wirklich der perfekte Ort für einen Krimi ist. Es ist weder zu klein noch zu groß. Als ich dort aufgewachsen bin, lag die Einwohnerzahl bei ca. 4.000 (inzwischen ist sie doppelt so hoch). Deshalb gibt es dort diese starken Verbindungen zwischen Menschen und ich stelle mir vor, dass Kommissar:in in einer Stadt zu sein, in der jeder jeden kennt, sehr herausfordernd ist. Akranes ist außerdem nicht zu weit entfernt von der Hauptstadt Reykajvík und hat sogar ein eigenes Ermittlungsteam, bestehend aus drei Personen, die für den Westen von Island verantwortlich sind. Es hat mir viel Spaß gemacht, einige der schönsten Landschaften Islands als Tatorte zu verwenden.

 

Woher haben Sie die Inspiration für Ihre Hauptfigur Elma genommen und wie würden Sie sie charakterisieren?

Ich wollte, dass Elma anders ist, als die typische alkoholabhängige Kommissarin mittleren Alters. Das scheint inzwischen ein Klischee für Kriminalromane geworden zu sein (ein lustiges!). Ich wollte einen sehr realen Charakter mit Schwächen und Unvollkommenheiten schaffen, mit dem man sich identifizieren kann.

Elma kann schüchtern sein, aber sie ist auch sehr entschlossen, neugierig und sympathisch. Sie folgt nicht immer den Regeln, sondern vielmehr ihrem Instinkt. Da sie es als Teenagerin schwer fand in Akranes zu leben und sich eigentlich dazu entschied nie wieder zurückzuziehen, ist ihre Rückkehr für sie auch eine Reise zu sich selbst.

 

Welche Rolle spielen Elmas Kollegen Sævar und Hörður? In welcher Beziehung stehen sie miteinander?

Hörður ist Elmas Chef und repräsentiert den stereotypen Einwohner von Akranes. Er liebt die Stadt und missbilligt Reykjavík. Da er sehr stolz darauf ist aus Akranes zu kommen, ist er der Überzeugung, dass es keinen besseren Ort als diesen gibt.

Sævar hingegen ist ein Außenseiter und erst in seinen späten Teenagerjahren nach Akranes gezogen. Er ist Elmas erster Freund im Präsidium und zwischen den beiden entwickelt sich eine sehr enge Beziehung.

 

In Ihrem Buch tauchen wir tief ein in die Gedankenwelt der Figuren und lernen einiges über ihre Vergangenheit und ihre persönlichen Motive. Woher rührt Ihre Kenntnis der menschlichen Psyche?

Ich denke, das kommt von meinem großen Interesse an Menschen im allgemeinen, den Motiven die sie antreiben und wie Erfahrungen ihr Handeln beeinflussen. Das Warum ist der interessanteste Teil von Kriminalromanen; nicht das Verbrechen selbst, sondern der Mensch hinter dem Verbrechen. Ich habe einen Abschluss in Soziologie und Kriminologie, da es mich schon immer fasziniert hat Menschen zu studieren, besonders von der Norm abweichendes Verhalten und der Frage nachzugehen, ob Menschen so geboren wurden wie sie sind, oder ob sie durch ihre Umgebung zu dem gemacht wurden der sie sind.

Kriminalromane sind eine perfekte Möglichkeit, über Menschen und die Gesellschaft zu schreiben, da sie sich oft auf das Verbrechen als Konsequenz gesellschaftlichen Versagens konzentrieren. Häufig bleibt es unklar, was Gerechtigkeit ist, wen man bestrafen soll und was das wahre Verbrechen ist.

 

Der zweite Teil der Serie Verlogen erscheint im August dieses Jahres – worauf dürfen wir gespannt sein?

Hoffentlich auf ein Buch das die Leser:innen fesselt und überrascht! Und natürlich noch mehr schöne Isländische Kulisse mit einer Leiche, die nach sieben Monaten im Boragarfjörður Lavafeld gefunden wird…

 

 

 

XXL-Leseprobe zu »Verschwiegen«

AKRANES 1989

Sie konnte nie so recht sagen, wann genau es angefangen hatte. Es war nach und nach passiert. Wie etwas, das man erst im Nachhinein bemerkt, wenn beim Zurückblicken alles anders ist. So kam es Elísabet vor. Sie erinnerte sich an die Zeit, bevor alles auf die schiefe Bahn geraten war. Als Papa noch lebte und sie keine Angst hatte. Aber die Erinnerung war fern, wie ein Traum. Wenn sie einen Zeitpunkt und einen Ort nennen müsste, wäre es wahrscheinlich der Tag, an dem ihr kleiner Bruder starb. Sie erinnerte sich gut daran. Mamas Schreie und die Leute, die danach kamen, dieselben Leute, die schon nach Papas Tod gekommen waren. Immer zwischen Tür und Angel, mit leisen Stimmen und Tränen in den Augen. Sie erinnerte sich auch an den kleinen Körper, wie er reglos im großen Bett gelegen hatte. Aber vielleicht stimmte das gar nicht. Vielleicht hatte es schon mit Papas Verschwinden begonnen. Elísabet war nicht sicher, und eigentlich spielte es auch keine Rolle. Alles war anders, weil Mama anders war. Erst dachte sie, Mama wäre krank. Das war, als sie tagsüber nicht aus dem Bett aufstand und nur schlief. Wenn es Tag war, schlief sie, und nachts auch. Elísabet wusste nicht genau, was sie tun sollte. Anfangs versuchte sie noch, bei Mama zu klopfen und sie zu fragen. Was würde es zum Essen geben? Was sollte sie anziehen? Dürfte sie nach draußen spielen gehen? Aber als keine Antworten kamen, hörte sie irgendwann auf zu klopfen. Wenn sie Hunger hatte und es kein Essen gab, ging sie rüber zu Solla. Und eines Tages stand Mama wieder auf. Elísabet saß auf dem Boden und spielte mit Puppen, während Mama sich schön anzog, ihre Haare kämmte und roten Lippenstift auflegte. Sie hatte gute Laune, tanzte zur Musik und zwinkerte ihr zu. Wenn Elísabet gewusst hätte, was alles bevorstand, hätte sie nicht zurückgelächelt...

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Paperback 17,00 €
E-Book 9,99 €

 

 

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Eine scheinbar vom Leben überforderte, alleinerziehende Mutter verschwindet spurlos. Alles deutet auf Selbstmord hin, bis nach etlichen Monaten ihre Leiche auftaucht. Wer war Maríanna wirklich? Und was ist mit ihrer Tochter Hekla, die in einer Pflegefamilie lebt?

»Verlogen« erscheint im August 2023

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»In tiefen Seen« von Lenz Koppelstätter

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Scacciamosche/istockimages

Verschwundene Kunstwerke, sture Bergbauern und ein grotesk inszenierter Mord: Der neue Fall führt Südtirols beliebtestes Ermittlerduo ins Passeiertal.

Am Rande eines Waldes stehen Commissario Grauner und sein neapolitanischer Kollege Saltapepe vor der grausam zugerichteten Leiche eines Mannes. Im nahegelegenen Dorf hüllen sich die Bewohner in Schweigen. Niemand will den Toten, einen verarmten Maler, näher gekannt haben. Erst ein Kunstexperte liefert den entscheidenden Hinweis: Die Inszenierung der Leiche ist einem Gemälde Botticellis nachempfunden, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs als verschollen gilt: Venere nei boschi, Venus im Wald. Während Saltapepe bis nach Florenz fährt, um mehr über die Geschichte des Gemäldes herauszufinden, ermittelt Grauner in den Tiefen eines Bergwerks. Als ein dunkles Grollen ertönt, ahnt er, dass er dieses Mal zu viel riskiert hat.

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Leseprobe

 

 

 

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Christine Cazon, Jahrgang 1962, hat ihr altes Leben in Deutschland gegen ein neues in Südfrankreich getauscht. Sie lebt mit ihrem Mann und Katze Pepita in Cannes, dem Schauplatz ihrer Krimis mit Kommissar Duval. 

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