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Deutschboden

Eine teilnehmende Beobachtung

Willkommen in jenem unbekannten Land, das Deutschland heißt.

Moritz von Uslar geht in eine Kleinstadt im Osten Deutschlands, er bleibt drei Monate und kehrt mit dieser großen Erzählung, einer Geschichte der Gegenwart, die gleichzeitig Reportage und Abenteuerroman ist, zurück.

Draußen, vor der Großstadt, wo Hartz IV, Alkoholismus, Abwanderung und Rechtsradikalismus angeblich zu Hause sind: Hier beginnt diese Geschichte. Der Reporter sucht nach einem Ort mit Boxclub und Kneipe und findet ihn im Landkreis Oberhavel, gut eine Autostunde nördlich vor Berlin. Pension Heimat, Franky’s Place, Gaststätte Schröder:  Pils am Tresen, Diktiergerät am Mann. Der Reporter hört zu, guckt zu, trinkt mit, trainiert mit, labert mit, und am nächsten Morgen steht er wieder da. Es erscheinen der Kneipenchef Heiko, der Geschichtenerzähler Blocky, der tätowierte Punk Raoul, und damit ist der Zugang eröffnet: zu den Proben der Band »5 Teeth Less«, zu Grillfesten mit Deutschlandfahne, zum Abhängen am Kaiser’s-Parkplatz und an der Aral-Tankstelle – und zum Alltag junger Männer, die vielleicht keine großartige Zukunft haben, aber einen ziemlich guten Humor.

Die präzisen Beobachtungen, im Wortlaut mitgezeichneten Gespräche, die Gags, Sprüche, Märchen und Blödeleien und die Fülle absurder, rührender und furchterregender Alltäglichkeiten entwickeln einen Sog, der den Leser hineinzieht in das Leben in der ostdeutschen Kleinstadt. Das ist klassisches und das ist modernes Reportertum.

Moritz von Uslar besitzt den Mut, die Ausdauer und das Einfühlungsvermögen, um zu zeigen, dass Wirklichkeit immer jener Ort ist, der jenseits der Erwartung liegt. In diesem Buch ist Platz für allerhand Abstrusitäten, bloß für keine Trostlosigkeit. Deutschboden leuchtet – es ist das Licht der Tankstelle an der Ausfallstraße nachts um halb eins.

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Erscheinungstermin: 23.09.2010

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 23.09.2010
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04256-6
  • »Sein Bericht überzeugt, weil er nicht klüger sein will als das Klischee.[...] eine fast vierhundert Seiten schwere Reportage zu zwanzig Jahren Wiedervereinigung.«

    FAZ, 13. August 2020
  • »Hardrockhausen, here I come: So tapfer hat sich kein Reporter mehr der Wirklichkeit gestellt. Mit Hut oder ohne.«

    FAS, 13. August 2020
  • »Der Schriftsteller und Journalist Moritz von Uslar hat mit seiner Langzeitreportage Deutschboden eines der besten Bücher über Deutschland nach der Wiedervereinigung geschrieben.«

    Süddeutsche Zeitung, 13. August 2020
  • »[...] eines der interessantesten und lustigsten Bücher dieses Herbstes: Man kann Deutschboden als spätes Sequel zu Faserland lesen: die Hartz-Vier-Sozialstudie als Poproman.«

    Richard Kämmerlings, Die Welt, 13. August 2020
  • »Viel von der andächtigen Ratlosigkeit, mit der, wenn’s gutgeht, Verstehen beginnt. Und eine existentialistische Erzählung mit gleich drei überraschenden Tugenden: Anmut, Ironie, Zärtlichkeit.«

    Der Spiegel, 13. August 2020

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