Im Kasten

Roman

Ordnung und spätes Leid – Jens Sparschuhs tragischer Held kommt völlig durcheinander

Hannes Felix ist seine Frau los: Monika kann sein sprödes Verhalten nicht mehr ertragen und packt ihren Koffer – leider völlig falsch. Sein Versuch, Ordnung in den wüsten Kofferinhalt zu bringen, gibt ihr den Rest und ihm die Gelegenheit, seine Vision von der optimalen Ordnung des Lebens künftig ganz ungestört umzusetzen.

Jens Sparschuh erzählt von einem obsessiven Charakter und einem kollektiven Phänomen mit hohem Wiedererkennungseffekt: der Beschäftigung mit Strategien, das Leben und die Dinge effizient zu ordnen. Bei NOAH ist sein Held an der richtigen Adresse. Die unausgelastete Firma für Neue Optimierte Auslagerungs- und Haushaltsordnungssysteme hat ihn mit großen Hoffnungen eingestellt, aber seine Ideen zur Ankurbelung des Geschäfts nehmen immer groteskere und komischere Züge an. Rückblenden in Felix‘ Kindheit und seine beruflichen Anfänge liefern Einblicke in die subtilen Mechanismen, die diese komplexe Psyche formten. Und das Vorhaben, die Geschäftsinteressen von IKEA mit denen von NOAH zu verknüpfen, den Firmensitz von der städtischen Peripherie ins Zentrum zu verlegen und dafür endlich den Neubau des Berliner Stadtschlosses zu stoppen, entwickelt eine unheimliche Sogwirkung. Die große Kunst von Jens Sparschuh liegt darin, mit Sprachwitz und Feingefühl einen sympathischen und hochneurotischen Don Quichotte von heute zu entwerfen, dem der Leser bei seiner Suche nach einer neuen, perfekten Ordnung mit banger Hoffnung und großem Vergnügen bis zum bitteren Ende folgt.

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Erscheinungstermin: 16.02.2012

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 16.02.2012
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 224 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04417-1
  • »Die große Kunst von Jens Sparschuh liegt darin, mit Sprachwitz und Feingefühl einen sympathischen und hochneurotischen Don Quichotte von heute zu entwerfen [...].«

    Kulturkurier, 30. Oktober 2012
  • »Urkomisch und einfach vergnüglich«

    Bayern 2, 23. März 2012
  • »[...] ein ebenso riskantes wie unterhaltsam erhellendes Unternehmen. Wer sonst hätte uns mit Loriot-Komik die heute allgegenwärtigen Experten als Terroristen ihres fachlichen Milieus vorgeführt?«

    zeit.de, 15. März 2012
  • »[...] allgemein philosophische oder sprachwissenschaftliche Überlegungen [...] bringen den Leser mal zum nachdenklichen, mal zum schmunzelnden Grübeln bei der Lektüre dieses ebenso kurzweiligen wie manchmal tiefgründigen Buches.«

    focus.de, 9. März 2012
  • »Sparschuhs Geschichte ist wahnsinnig komisch, aber es ist eine Komik mit Tiefgang. Denn was zur Sprache kommt, hat einen ernsten und äußerst vernünftigen Hintergrund.«

    Deutschlandradio Kultur, 20. Februar 2012

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