Drehtür

Roman

Was vom Helfen übrig bleibt

Asta ist nach 22 Jahren im Dienst internationaler Hilfsorganisationen am Münchner Flughafen gestrandet. Von den Kollegen weggemobbt aus der Krankenstation in Nicaragua, wo sie zuletzt tätig war, steht sie neben einer Drehtür und raucht.

Sie wollte eigentlich gar nicht zurück. Aber weil sich ihre Fehlleistungen häuften, bekam sie ein One-Way-Ticket geschenkt. Und nun weiß sie nicht, wie es weitergehen soll. Einigermaßen wohl fühlt sie sich nur, wenn sie gebraucht wird. Und wer könnte sie, die ausgemusterte Krankenschwester, jetzt noch brauchen? Während Asta über sich nachdenkt, beobachtet sie ihre Umgebung – und meint, Menschen wiederzuerkennen, denen sie im Laufe ihres Lebens begegnet ist: den Koch der nordkoreanischen Botschaft, der eines Abends mit geschwollener Wange in einem Berliner Hauseingang hockte, ihre Kollegin Tamara, die ein glühender Fan von Tamara »Tania« Bunke war, ihren Exfreund Kurt, mit dem sie turbulente Wochen in einer tunesischen Ferienanlage verbrachte, und viele andere mehr. Mit jeder Zigarette taucht Asta tiefer in ihre Vergangenheit ein – und mit jeder Episode variiert die Erzählerin ein höchst aktuelles und existenzielles Thema: das Helfen und seine Risiken.

Katja Lange-Müller liefert mit diesem Roman einen weiteren Beweis ihrer großartigen Erzählkunst.

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Erscheinungstermin: 11.08.2016

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 11.08.2016
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 224 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04934-3
  • »Facettenreich schildert Lange-Müller in ihren Erzählungen die vielen Formen und Beweggründe des Helfens. Mal melancholisch-depressiv, dann wieder mit viel Humor, immer sehr einfühlsam und direkt.«

    Christiane Bracht, Süddeutsche Zeitung
  • »Jede Episode [...] besitzt die Handschrift der warmherzigen, vor Gescheitheit sprühenden Vitalität, die Katja Lange-Müller so schnell niemand nachmacht.«

    Die Zeit
  • »Mit klugen Figurenzeichnungen, mit einer Sprache, die zwischen derb und feinsinnig oszilliert, mit im besten Sinne erstaundlichen Geschichten und einer gewitzten Romandramaturgie analysiert sie [Katja Lange-Müller] ein hochaktuelles Thema.«

    SWR 2
  • »Sie [Katja Lange-Müller] klopft die hohlen Phrasen ab und entlarvt einen Jargon, hinter dem das Humane längst verschwunden ist.«

    Ostthüringer Zeitung
  • »Das ist große Kunst, fein austariert zwischen Tragik und Komik.«

    Hessische/Niedersächsische Allgemeine
  • »Ein Lesevergnügen von betörender Schönheit – genau das kriegt man mit den Werken von Katja Lange-Müller in die Hand. Drehtür ist ein Juwel der Literatur, definitiv ein Meisterwerk. [...] was man hier zwischen zwei Buchdeckeln zu finden vermag, ist Unterhaltung mit absolutem “Wow!”-Effekt.«

    Susann Fleischer, literaturmarkt.info
  • » Drehtür ist das Buch der Stunde. Wer dieses Buch nicht liest, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.«

    Denis Scheck, ARD druckfrisch
  • »Der Roman lebt von der Wucht der Erzählungen.«

    NZZ am Sonntag
  • »Mit ihrer sehr eigenen Untersuchung, ob der Mensch dem Menschen hilft, hat Katja Lange-Müller unversehens ins Zentrum des Zeitgefühls getroffen.«

    Der Tagesspiegel
  • »Dass der Mensch im Sterben ein Anfänger ist, gehört zu den Binsenweisheiten. Dass er es auch im Leben ist und bleibt, dass eine Biografie nie übers Stückwerk hinauskommt und nie zur Vollendung, aber trotzdem eine Erfüllung findet. Katja Lange-Müllers Roman Drehtür gibt davon eine zauberhafte Anschauung.«

    NZZ
  • »Das Ergebnis ist erschreckend gut!«

    Donna
  • »[...] wahnsinnig faszinierend, und [...] auf so eine nüchterne und rührende Art geschrieben, wie eigentlich nur Katja Lange-Müller es schafft.«

    WDR 5
  • »Sie [Katja Lange-Müller] klopft die hohlen Phrasen ab und entlarvt einen Jargon, hinter dem das Humane längst verschwunden ist.«

    Hamburger Abendblatt
  • »Katja Lange-Müller hat die einzigartige Fähigkeit, den schäbigsten Orten, den skurrilsten Typen und den miesesten Lebensbedingungen mit Humor zu begegenen. Das ist nicht platt und wirkt auch nicht aufgesetzt. Das ist große Kunst, fein austariert zwischen Tragik und Komik.«

    Neue Westfälische
  • »Der Roman bietet eindringliche Milieustudien, durchkomponierte Prosabilder von Soziotopen, die um die Frage der Nächstenliebe und den Umgang mit der Kreatur kreisen.«

    Deutschlandradio Kultur
  • »Glasklar abgerechnet, befriedigend wir frisch geputzte Fenster.«

    myself
  • » Drehtür ist ein Buch voller funkelnder Prosastücke, ein jedes in packender Sprache geschrieben, in saftigen Details dem Leben abgerungen, sicher zwischen Komik und Melancholie balancierend. Dank der Erzählkunst von Katja Lange-Müller wird man sie nicht mehr vergessen: Die lebenskluge, stumme, rauchende Heldin Asta Arnold.«

    Katja Oskamp, MDR Kultur
  • »Ein brillanter Roman über Faszinationen des Lebens.«

    Leipziger Volkszeitung
  • »Unglaublich dicht erzählter Roman, der in wunderschöner Sprache und mit grosser Lakonie bei ein paar Zigaretten ein ganzes Frauenleben zeigt.«

    annabelle

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