Ausgezeichnet

Dreifache Nominierung für Shida Bazyars »Die Lücken«

Wir gratulieren Shida Bazyar! »Die Lücken« ist dreifach nominiert (Deutscher Buchpreis 2026, Wilhelm-Raabe-Preis, Bayerischer Buchpreis)

 

Es gibt Nachrichten, die lassen den gesamten Verlag jubeln: Shida Bazyars gerade erschienener Roman »Die Lücken« begeistert in diesem Literaturherbst nicht nur die Leserinnen und Leser, sondern gleich drei der wichtigsten Literaturjurys des Landes.

Wir gratulieren unserer Autorin Shida Bazyar zur heutigen Bekanntgabe, dass der Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 steht und – wie bereits letzte Woche bekannt wurde – zugleich sowohl für den Bayerischen Buchpreis als auch den Wilhelm-Raabe-Preis nominiert ist.

Nach ihren gefeierten Romanen über Exil und postmigrantische Gegenwart legt Shida Bazyar mit »Die Lücken« eine literarische Archäologie der Heimat vor. In einer präzisen Tiefenbohrung der Provinz stellt sie die radikale Frage: Auf welchen Fundamenten bauen wir unsere Heimat?

Dass dieses virtuose Erzählpanorama  nun von gleich drei Seiten gewürdigt wird, erfüllt uns mit allergrößter Freude. Eine – wie wir finden – hochverdiente Anerkennung für diesen besonderen Roman. Wir blicken voller Vorfreude und Spannung auf die anstehenden Preisverleihungen.

Wir laden Sie herzlich ein, diesen Erfolg mit uns zu feiern und wünschen viel Freude mit der Lektüre!

Begründung der Jury

»Shida Bazyar bringt verschwiegene Kapitel deutscher Vergangenheit zur Sprache. ›Die Lücken‹ erzählt von jüdischen Familien, von NS-Profiteuren sowie von kurdischen und iranischen Menschen, die in Deutschland Schutz und Zuflucht suchen. Über einen Zeitraum von rund hundert Jahren verändert sich die Sprache zwischen den Zeitebenen und verleiht jeder ihren eigenen Ton. In Heimesbach, einem kleinen fiktiven Ort im Hunsrück, schauen wir hinter die Scheinidylle der Provinz und kommen den Figuren – den Lebenden, den Toten, ja selbst einer Toten, die aus dem Jenseits erzählt, und denen, über die geschwiegen wurde – ganz nah. Ein Roman, der mit seinem transnationalen Blick die Grenzen des Heimatromans auslotet und ihn neu definiert.«
Portrait von Shida Bazyar
© Tabea Treichel
Shida Bazyar

Shida Bazyar , geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und war viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran« (2016) wurde mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Uwe-Johnson-Förderpreis und der Nominierung zum International Booker Prize. »Drei Kameradinnen« folgte 2021 und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2023 wurde ihre Arbeit mit dem Ernst-Toller-Preis geehrt.

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