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Pfaueninsel

Roman

Eine Insel außerhalb der Zeit

Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet.Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: »Monster!« Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die zwischen den Befreiungskriegen und der Restauration,zwischen Palmenhaus und Menagerie, Gartenkunst und philosophischen Gesprächen aufwächst und der königlichen Familie bei deren Besuchen zur Hand geht, erzählt Thomas Hettche von der Zurichtung der Natur, der Würde des Menschen, dem Wesen der Zeit und der Empfindsamkeit der Seele und des Leibes.Dabei geht es um die Gestaltung dieses preußischen Arkadiens durch den Gartenkünstler Lenné und um all das, was es bevölkerte: Palmen, Kängurus und Löwen, Hofgärtner, Prinzen, Südseeinsulaner, Riesen, Zwerge und Mohren – und es geht um die Liebe in ihren mannigfaltigen Erscheinungsformen.Thomas Hettche ist das Kunststück gelungen, mit dem historisch verbürgten Personal seiner Geschichte von uns Heutigen zu erzählen. Atmosphärisch, detailgetreu und voller Lust an der phantasievollen Ausschmückung.

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Erscheinungstermin: 21.08.2014

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 21.08.2014
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 352 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04599-4
  • »Hettche erweist sich erneut als einer der elegantesten und raffiniertesten Stilisten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.«

    Jury des Deutschen Buchpreises 2014, 11. September 2014
  • »Mach Platz, Günter Grass! Es gibt jetzt einen zweiten bedeutenden Roman in der Gegenwartsliteratur über Kleinwüchsige, Pfaueninsel von Thomas Hettche.«

    Denis Scheck, ARD druckfrisch, 7. September 2014
  • »[...] so gut austariert, stilistisch auf hohem Niveau, wohltemperiert und vor allem: Wissen und Erkenntnis mit Anteilnahme und Leidenschaft mischend.«

    Hubert Winkels, Die Zeit, 28. August 2014
  • »[...] seit Kehlmanns Vermessung der Welt habe ich keinen Erzähler mehr so souverän mit Ideen spielen sehen [...]«

    Denis Scheck, Deutschlandfunk, 21. August 2014
  • »Es gibt derzeit wohl kaum einen deutschsprachigen Autor, der so viele unterschiedliche Genres so versiert bedienen kann. [...] Ja, verdient hätte Hettche den Buchpreis deswegen allemal.«

    Jan Ehlert, NDR, 29. September 2020
  • »Ein in jeder Hinsicht (auch optisch) schillerndes Buch über unsere Vorstellung von Schönheit – mit erschreckenden Abgründen.«

    Brigitte, 22. Oktober 2014
  • »Hettche erzählt [...] so berührend und poetisch, als hätte ihm Chamisso die Geschichte eingeflüstert.«

    Märkische Oderzeitung, 6. Oktober 2014
  • »Der Roman ist ein Sprachkunstwerk ersten Ranges. [...] Darüberhinaus ist Pfaueninsel eine wunderbare Reminiszenz an die großen deutschen Romantiker Novalis, Hoffmann und Tieck.«

    Deutsche Welle Literatur, 5. Oktober 2014
  • »Hettche schreibt [...] in einem herrlichen alten Stil ein Buch über Zeit, Vergänglichkeit und die Macht der Erinnerung, einen Liebes- und Bildungsroman [...].«

    Aachener Zeitung, 4. Oktober 2014
  • » Pfaueninsel ist der Roman des Jahres. Er hat ein breites Publikum verdient.«

    Frankfurter Neue Presse, 4. Oktober 2014
  • »Seine präzise, stilsichere Sprache, seine Erzähllust und sein tiefes Verständnis für die Substanz des Stoffes hebt das Buch aus der Galaxie historischer Romane heraus.«

    Märkische Allgemeine, 4. Oktober 2014
  • »Ein kunstvoll verspielter, augenzwinkernder Roman.«

    Deutschlandfunk Kultur Studio 9, 2. Oktober 2014
  • »Präzise recherchiert und wundervoll geschrieben.«

    Brigitte Woman, 1. Oktober 2014
  • »Ein Buch über Schönheit, Vergänglichkeit, Liebe und Exzess. Einfühlsam, manchmal mit kühler Präzision, oft drastisch.«

    emotion, 1. Oktober 2014
  • »Maries Geschichte ist [...] auch eine Entwicklungsgeschichte, die den berühmten männlichen Bildungsreisenden von Wilhelm Meister bis zum Grünen Heinrich in nichts nachsteht.«

    Kölner Stadt-Anzeiger, 1. Oktober 2014
  • »[...] es ist eine zauberhafte und einzigartige Erzählung, in der die Gegensätze des Seins sich verbinden.«

    Echo, 29. September 2014
  • »[...] eine zauberhafte Erzählung, in der die Antipoden des Seins eine Symbiose eingehen.«

    Main-Post, 26. September 2014
  • »Dieser Roman ist nicht nur Hettches bester, er zählt auch zum Schönsten, was nicht nur in dieser literarischen Saison erschienen ist.«

    Berliner Zeitung, 20. September 2014
  • »Gäbe es einen Marcel Proust aus Preussen, hiesse er Thomas Hettche.«

    Basler Zeitung, 17. September 2014
  • »Botanik und Sentiment, Theorie und Sinnlichkeit gehen in Pfaueninsel eine Verbindung ein, die auf unerwartete Weise das Heute spiegelt [...].«

    Der Tagesspiegel, 14. September 2014
  • »Endlich mal ein historischer Roman auf der Höhe der Zeit.«

    Knut Cordsen, BR Hörfunk, 27. August 2014
  • »grandios erzählt«

    Hubert Spiegel, 22. August 2014
  • »Jetzt gebt ihm verdammt nochmal endlich den Büchnerpreis.«

    Julia Schröder, Deutschlandradio, 21. August 2014
  • »[Thomas Hettche ist] hier auf der Höhe seines Könnens [und] ein vorbildlich informierter und diskreter Cicerone [...].«

    Andreas Kilb, FAZ, 20. August 2014
  • »Das Meisterstück eines Autors, der es bislang immer verstanden hat, [...] uns in eine gänzlich andere Welt und neue existenzielle Zerreißproben zu versetzen.«

    Michael Braun, Badische Zeitung, 29. September 2020
  • » Pfaueninsel ist [...] ein verblüffendes Kunstwerk, virtuos, gedankenreich, manchmal auch finster [...]. Das scheinbar ganz Unzeitgemäße hat beste Chancen, zum Roman des Jahres zu werden.«

    Richard Kämmerlings, Die Welt, 29. September 2020
  • »Ein poetischer und melancholischer Roman, der viele zeitlose Themen wie das Vergehen der Zeit, Toleranz und Größenwahn reflektiert.«

    11.10.2014, WDR 5 Bücher, 29. September 2020
  • »Ein wunderbar erzähltes Buch [...].«

    Ö1, 29. September 2020

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