»German Glück« ist ein hochaktueller, scharfsinniger Gesellschaftsroman, der das »deutsche ›The White Lotus‹ sein könnte: Sieben Schicksale prallen in einem Luxus-Resort in der deutschen Provinz aufeinander.
Ein brennender Tesla in der mecklenburgischen Provinz markiert den Nullpunkt: Roger Ross, frisch gefeuert und ohne Gepäck, flieht in das Luxusresort »Eden« und erfindet sich radikal neu. Doch das Hotel ist keine Zuflucht, sondern eine prunkvolle Endstation für die Illusionen unserer Zeit. Denn im »Eden«, dieser bröckelnden Festung des bundesdeutschen Wohlstands, klammern sich anscheinend alle Gäste an ein Leben, das längst Geschichte ist: eine vom Shitstorm verbrannte TV-Komikerin, ein Tabakmanager, der seine Frau an den Klimaaktivismus verloren hat, ein von der mütterlichen Rente lebendes Zwillingspaar und eine Direktionsassistentin, die das Resort mit Hilfe ihres mörderischen Plans retten will. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund. Bitterböse und rasend komisch zugleich: Eine literarische Abrechnung mit dem schönen Schein, in der die deutsche Seele Wellness bucht und den Wahnsinn bekommt.