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Gedichte

Dieter Wellershoff überrascht – als Lyriker

Als Romancier und Erzähler, als Verfasser brillanter Essays und meinungsfreudiger Feuilletons ist er bekannt und vielfach ausgezeichnet, doch auf diesem Feld hat man ihn noch nicht wahrgenommen: Dieter Wellershoff legt seinen ersten und einzigen Lyrikband vor.

Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre gab es im Leben Dieter Wellershoffs eine Phase, in der die Spontaneität des lyrischen Schreibens und seine Verdichtung durch die lyrische Form zum vorrangigen, zeitweise einzig angemessenen Ausdruck seiner Erfahrungen wurden. Es entstand eine Folge von Gedichten von expressiver Intimität, angesiedelt im Grenzbereich von Traum und Reflexion.

Ich wachte auf im Bett sitzendweil jemand »frisches Heu« gesagt hattezweimal deutlich»frisches Heu frisches Heu«.Er zeigte mir dabeiseine leeren Hände.Und da war noch jemandein kleiner alter Mannder einen Karren voller Abfällehinter sich herzogund er blieb damit an einem Pfahl hängeneinem ich will mal sagen Verkehrszeichen.Das ist einer deiner Sexträumesagte meine Frau.Aber ich glaube es war etwas andereses war ein ganz verstiegenes Gefühlzum zweiten Mal leben zu wollenoder eine andere Artan den Tod zu denken.1971

 

  • Gebundene Ausgabe 17,95 €
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Erscheinungstermin: 25.02.2008

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 25.02.2008
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 80 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04005-0
  • »Wellershoff zeitgt Momentaufnahmen einer empfindsamen Seele.«

    Frankfurter Neue Presse
  • »Auch in den Gedichten erkennt man sofort die bekannten Stärken des Autors: emotionale Tiefe, Beobachtungsgabe, Gefühl für Sprachrhythmus.«

    Jens Tartler, Financial Times Deutschland
  • »Die sehr persönlichen Gedichte sind ein [...] Mosaikstein im beeindruckenden Werk dieses sympathischen Schriftstellers und liefern neue Ansätze für die Interpretation seiner wunderbaren Erzählungen und Romane.«

    Fränkische Landeszeitung
  • »[...] Zeugnisse der Selbstvergewisserung oder richter: der Verunsicherung angesichts der Ungreifbarkeit einer Realität, an deren poetischer Inszenierung Wellershoff seit den sechziger Jahren maßgeblich beteiligt war.«

    FAZ
  • »Eine kostbare Sammlung von Wellershoffs kleiner Lyrik ist jetzt in einem griffigen, liebevoll editierten Bändchen erschienen.»

    Münchner Merkur

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