Ioana powert sich aus: im Job und dabei, stets die Erwartungen ihrer rumänischen Familie zu erfüllen. Als ihr Großvater stirbt, gerät sie an ihre Grenzen – und muss sich dabei neu erfinden. Alexandra-Maria Pipos erzählt humorvoll und temporeich von einer jungen Heldin im Spagat zwischen zwei Ländern und verschiedenen Versionen ihrer selbst.
Sowohl in ihrem Job bei Cadris Consulting als auch als aufopferungsvolle Tochter: Ioana glaubt an Leistung. Dass die Grenzen zwischen Selbstoptimierung und Wahn fließend ineinander übergehen, ignoriert sie. Zu wichtig ist der bevorstehende Pitch, der ihr die langersehnte Senior-Position bringen soll. Dann muss sie unerwartet zur Beerdigung ihres Großvaters nach Rumänien. Dort angekommen und mit einem Ohr immer noch in Kunden-Calls, mit dem anderen schon bei den Witzen ihres Onkels Radu, wird sie mit ihrer verrückt-liebenswürdigen bis abgründigen Familiengeschichte konfrontiert – und einem Land, das sie so nicht mehr kennt. Bald beginnt sie zu zweifeln, an den Erinnerungen aus den Sommern ihrer Kindheit, den Geschichten ihrer Eltern. Am Ende muss sie eine unmögliche Entscheidung treffen und sich fragen, was sie mit den Scherben anfangen soll, die man ihr hinterlassen hat.