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Eva Menasse erhält den Ludwig-Börne-Preis 2019

Die österreichische Publizistin Eva Menasse wird für ihr Schaffen mit einer der renommiertesten Auszeichnungen gewürdigt.

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© juergen-bauer.com

Die Ludwig-Börne-Stiftung, die mit ihrem Preis hervorragende Leistungen im Bereich Essay, Kritik und Reportage ehrt, hat den Verleger Florian Illies zum Preisrichter gewählt. Dieser hat der Autorin und Essayistin Eva Menasse den Ludwig-Börne-Preis 2019 zuerkannt. Die 1970 geborene Eva Menasse ist durch Romane (ViennaQuasikristalle) und Essays bekanntgeworden.

Florian Illies schreibt in seiner Begründung:

»Eva Menasse zeigt in ihren Essays und Reden, welch gesellschaftlich zentrale Funktion die schriftstellerische Intervention haben kann. Sie schaut hellwach auf die grossen gesellschaftlichen Untiefen unserer Zeit mit einer seltenen Mischung aus Scharfsinn, Streitlust, Humor und europäischem Bewusstsein. Sie warnt sehr differenziert vor den destruktiven Kräften, die die öffentlichen Debatten im Zeitalter des Internets radikalisieren – und sie beschreibt luzide, wie die Freiheit der Kunst von der militanten Intoleranz einer falsch verstandenen Modernität bedroht wird.«

Über den Preis:

Der im Jahre 1993 erstmals vergebene Ludwig-Börne-Preis ist mit 20 000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern zählen zum Beispiel Marcel Reich-Ranicki, Rudolf Augstein, Hans Magnus Enzensberger, Frank Schirrmacher, Joachim Gauck und Alice Schwarzer. Der Preis erinnert an den Schriftsteller und Journalisten Ludwig Börne, der wegen seiner scharfzüngigen Prosa als einer der Erfinder des Feuilletons gilt. Der Preis wird im Rahmen einer Feierstunde am 26. Mai in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

Über die Autorin:

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, lebt seit 2003 als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman »Vienna« sowie ihre folgenden Erzählungen und Essays waren bei Kritik und Lesern ein großer Erfolg. Für ihren Roman »Quasikristalle« wurde sie mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis, dem österreichischen Alpha-Literaturpreis sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet. 2015 war sie Stipendiatin der Villa Massimo in Rom und erhielt für ihr bisheriges Werk den Jonathan-Swift-Preis für Satire und Humor. 2017 erschien ihr Erzählungsband Tiere für Fortgeschrittene. Im selben Jahr wurde sie mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet.

Quelle: https://www.nzz.ch/feuilleton/eva-menasse-erhaelt-den-ludwig-boerne-preis-2019-ld.1457313

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