»Landesgrenzen« - Die Steckbriefe

Signora Sommer tanzt den Blues

Grenzgebiet: Landesgrenzen

Größe/Fläche: 368 Seiten

Einreisebedingungen: Für Rom-Fans, Blues-Enthusiasten, Leser*innen die Lust auf eine emotionale Geschichte voller Neuanfänge, Mut, Musik  und Liebe haben

Reisewarnung: Ob man nicht doch noch mal in eine WG ziehen sollte? In Rom scheint es ziemlich coole WGs zu geben...

Sehenswürdigkeiten: »Blues ist nicht die choreografierte Vorstellung vom Leben. Blues ist das Leben. Ehrlich und niemals perfekt.« (S.105)

»Ehrlicher fetter Blues, wie das echte Leben ihn geschrieben hatte, lustvoll improvisiert, mit schrägen Tönen und immer ein wenig dreckig.« (S. 144)

Durch- und Weiterreise: Aller Anfang ist Apulien - Kirsten Wulf, Wie sagt man ich liebe dich - Claudia Winter, Spotify-Playlist zum Buch 

Kulinarische Besonderheiten/Küche: Pizza (Margherita), Pasta, Wein, Whiskey, Cappuccino 

Aktivitäten: Tanzen, italienisch essen, Fahrrad fahren im unorganisierten Rom

Bevölkerung: Laura, Samantha (Sammy), Francesca (Fra)

Waren auch schon da:

»Kirsten Wulf ist mit ›Signora Sommer tanzt den Blues‹ eine eindrückliche Geschichte über Neuanfänge, Freundschaften und Vergangenheitsbewältigung gelungen. Die Story bezaubert auf eine spezielle Weise.«
buecherinmeinerhand, 18. Juni 2020

»[Ein] Wohlfühlroman vor römischer Kulisse.«
Wiebke Mandalka, Evangelisches Literaturportal, 22. Juni 2020

Schwarzer August

Grenzgebiet: Landesgrenzen

Größe/Fläche: 395 Seiten

Einreisebedingungen: Für Leser*innen spannend-intelligenter Sommerkrimis mit viel Humor, Dialogwitz, Lokalkolorit und Sinn für psychologische Details; für Urlaubs-Sehnsüchtige mit Destination Faro und Algarve-Freunde im Speziellen.

Reisewarnung: »Wer Portugal liebt, den wird das Fernweh packen.« (NDR)

Sehenswürdigkeiten: »Gibt es etwas Allgemeines an unserem Land, das Ihnen gefällt«. Lost nickte. »Es gibt eine Formulierung von Ernest Hemingway, die das sehr genau beschreibt, denke ich.Und weil sie in der Übersetzung eher an Unschärfe gewinnt, würde ich sie gern im englischen Original zitieren: ›Grace under Pressure‹.« »Was soll das bedeuten?«, fragte Jorge mit verkniffener Miene. »Es bedeutet, dass die Portugiesen ein Menschenschlag sind, der dem Leid nie anders begegnen wird als mit erhobenem Haupt.« (S. 235/236) 

Durch- und Weiterreise: Alle »Leander Lost« Romane von Gil Ribeiro: »Lost in Fuseta«, »Spur der Schatten«, »Weiße Fracht« 

Kulinarische Besonderheiten/Küche: Vinho Verde, Medronho (Erdbeerschnaps), Petiscos, Almôndegas, Pastéis de nata (Blätterteigtörtchen), Conquilhas (Muscheln), frische gegrillte Sardinen  

Aktivitäten: Verfolgungsjagden, Schusswechsel, Bombenanschläge, Bombenentschärfung, Lügen lernen (Leander Lost kann aufgrund seines Asperger-Syndroms nicht lügen. Um etwas »menschlicher« zu werden, übt er ungenauer zu antworten)

Bevölkerung: »Leander Lost« (der Alemão, inselbegabter  Kriminalkommissar aus Hamburg, schlaksiger Kerl in schwarzem Anzug und mit schmaler Lederkrawatte, der dank Asperger-Syndrom in Fuseta Kriminalfälle löst und sich trotz Asperger-Syndrom verliebt, in:) »Soraia Rosado«. Kolleg*innen in der Polícia Judicária in Fuseta: »Carlos Esteves«, »Graciana Rosade« (Soraias Schwester), »Christina Sobral« (die Chefin), »Miguel Duarte« (»der Spanier«)    

Waren auch schon da:

»Ein spannender Krimi mit gut beschriebenen starken Charakteren. Aber natürlich ist ›Schwarzer August‹ auch ein lesenswerter Roman für alle Freunde der Algarve – oder solche, die es werden wollen.« Sigismund von Dobschütz, Saale-Zeitung, 20. Juni 2020

»Lost läuft in diesem Buch zu Höchstform auf und manchmal wünscht man sich als Leser, nicht zu den ›Normalos‹ zu gehören! Gil Ribeiro hat hier einen Krimi vorgelegt, der rasant durch die Seiten führt und auch eindrucksvoll an Ideale und das Menschsein an sich appelliert. Durch die Sichtweise Losts sehen wir noch mal ganz anders auf das Geschehen. Auch diese Art des Zusammenlebens und der Selbstverständlichkeit dieser portugiesischen Gesellschaft in bezug auf Zusammenhalt und Echtheit imponieren mir sehr.« Wunderbücherleserin, 20, Juni 2020

 

Bretonische Spezialitäten

Grenzgebiet: Landesgrenzen

Größe/Fläche: 345 Seiten

Einreisebedingungen: Für Leser*innen spannend-intelligenter Sommerkrimis mit Vorliebe für Frankreich/die Bretagne, die eine extra Prise Kulinarik (Mord à la Carte) ebensowenig scheuen wie Ausflüge in die Geschichte der Korsarenstadt Saint-Malo. Natürlich alle Kommissar Dupin- und Bannalec-Fans (Band 9!).   

Reisewarnung: Es zieht einen sofort an die Côte d'Emeraude, die ›Smaragdküste‹, und ins kulinarische Herz der Bretagne. Und wer dort, in Saint-Malo, die erwähnten Feinschmecker-Lokale und Spitzenrestaurants testet, wird arm. 

Sehenswürdigkeiten: »›Die Devise unserer international brillierenden Küche lautet: Voyages et Aventures. Reisen und Abenteuer.‹ So formuliert es der Chef des Saint Placide, wo wir am letzten Abend essen werden... Dupin mochte das Motto, trotz des übertriebenen Pathos. Es passte auf das ganze Leben: Reisen und Abenteuer, das war es.« (Seite 37/38) 

Durch- und Weiterreise: Alle acht Vorgängerfälle  der Bestseller-Reihe um Kommissar Dupin von Jean Luc Bannalec (alias Jörg Bong). Chateaubriand (gemeint ist der romantische Schriftsteller, nicht das Steak) lesen, er war ein berühmter Sohn der Stadt Saint-Malo. 

Kulinarische Besonderheiten/Küche: Galettes, Austern, Baba au Rhum, beurre demi-sel, Langoustines rôties, mousse de lait fumée, Lotte, Carpaccio an Schweinefüßen, Soufflé aus Süßkartoffeln, Karotten à l’Orange, Seeteufel mit Consommé aus Meeresspinne und Litschi, Gargouillou (Blumenkreation) und Käse: Brillat-Savarin, Triple crème, Langres, Rouelle du Tarn, Tomme 

Aktivitäten: drei Morde, Käse- und Rum-Degustationen, Verfolgungsjagd in einem Peugeot 208, Polizeiseminar und das Begleitprogramm (=jeden Abend ein anderes Spitzenrestaurant), Ermittlerwettstreit unter bretonischen Kommissar*innen

Bevölkerung : Kommissar Dupin, Kommissar Huppert, Kommissar Nedellec, Präfekt Locmariaquer, Nolwenn und Riwal, Blanche und Lucille Tourin (Schwestern, Küchenchefinnen, verfeindet) 

Waren auch schon da:

»Dupin zu lesen bedeutet, im Kopf eine Bretagne-Reise an wechselnde Orte zu unternehmen.[...] Jean-Luc Bannalec erfreut seine Fans wie immer mit viel Ortskenntnis und Begeisterung für Kulinarik.« Meike Schnitzler, Brigitte, 18. Juni 2020

»Ein gut gebutterter, von einem Aromen-Orchester und bretonischem Buchweizen begleiteter, angenehm zu lesender Krimi, im Abgang mit dem Geschmack erlesenen Rhums und dem für Dupin so wichtigen Lebenselexier, un petit café.« Philipp Elph, Krimilese, 16. Juni 2020

»Der Autor versteht es besonders einem die Region als Urlaubsziel schmackhaft zu machen.« lesen_und_mehr, 23. Juni 2020

Helga räumt auf

Grenzgebiet: Ländergrenzen 

Größe/Fläche: 336 Seiten

Einreisebedingungen: Freunde schwarzhumoriger Fabulierlust

Reisewarnung: Leichen gesäumte Wege - nicht stolpern!

Sehenswürdigkeiten: »Ja, grüß dich Waltraud! Ich hab was für dich!«, warf er seiner großen Liebe Waltraud Königsdorfer das Buch zu: »Das solltest du lesen. Handelt von dem Deinigen!«

»Der Mann«, begann sie, weitsichtig wie sie war, den Titel entziffern zu wollen: »Der Mann ohne Ei–!«, und wurde unterbrochen. (S. 204)

Durch- und Weiterreise: »Walter muss weg« - Der erste Fall für Frau Huber von Thomas Raab

Kulinarische Besonderheiten/Küche: Böhmische Buttermilch-Dalkerln mit frischen Himbeeren und Vanilleeis, Ribiselkuchen, Butterkipferl mit Nutella, ein Joghurt mit frischen Erdbeeren und dazu ein halbes Packerl Mannerschnitten, Espresso, »aus lauter Müdigkeit sogar doppelt oder vierfach«, ein paar picksüße gefüllte Brioche, ein Fläschchen Brucknerwirt Eierlikör, Kräuterschnaps, Schaumwein ...

Aktivitäten: Bücherschlacht in der Bücherei z.B. -> »Severin Praxmoser warf, weil er grad bei B stand, mit Brecht, Bröll, Büchner. Johann Grubmüller warf, weil er immer noch bei M wie Musil stand und sie so schön handlich waren, reihenweise Karl-May-Ziegel von sich. Durch die Wüste. Durchs wilde Kurdistan. Von Bagdad nach Stambul. In den Schluchten des Balkan. Durch das Land der Skipetaren. Der Schut. Zack, zack, zack. Winnetou I, II, III blieben dann unversehrt, denn Johann Grubmüller lief mit geballten Fäusten auf Severin zu.«

Bevölkerung: Hannelore »Hanni« Huber, u.a. die Grübmüllers , die Praxmosers, die Hanslbauers, die Schusters, die Holzingers, die Bruckners, die Königsdorfer, Pfarrer Pfeiler, und noch viele viele mehr  

Waren auch schon da:

»Wer den ersten Fall der Frau Huber noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall damit loslegen. Zwar ist die Geschichte an sich eine neue, es ist aber vorteilhaft, wenn man die Leute aus dem ersten Buch schon kennt. Und vor allem wäre es ein Verlust, ›Walter muss weg‹ nicht gelesen zu haben, denn dann würde man einen prima Lesespaß verpassen. Denn dort wie auch hier im zweiten Band dominieren Ironie und böser Humor. Dazu kommt noch eine große Fabulierfreude und jede Menge Wortspielereien. Wenn der Autor beim Schreiben so viel Spaß hatte, wie ich beim Lesen, dann werden wir bestimmt nicht lange auf den nächsten Teil warten müssen. Ich werde mir den dann mit Sicherheit nicht entgehen lassen.« @marcus4books 7. Juni 2020

»Raab turnt gewohnt fabulierfreudig über seine Romanleichen hinweg.« Markus Schramek, Tiroler Tageszeitung, 12. Juni 2020