Dogan Akhanli

Verhaftung in Granada

oder Treibt die Türkei in die Diktatur?

Verhaftung in Granada

Wenn die türkische Gewalt bis nach Granada reicht.

Im Morgengrauen des 19. August 2017: Spanische Polizisten holen Dogan Akhanl? aus dem Bett seines Hotelzimmers in Granada. Er wird auf die Wache gebracht, und die Tür seiner Zelle schließt sich hinter ihm – wieder einmal: Wie in einem Zeittunnel durchlebt er erneut die Monate im Gefängnis von Istanbul, wo er ab August 2010 in Haft saß. Der absurde Vorwurf, er sei an einem Raubüberfall beteiligt gewesen, hatte vor Gericht keinen Bestand. Akhanl? konnte nach Köln zurückkehren. Der Freispruch wurde allerdings wieder aufgehoben und Akhanl? seitdem mit einem über Interpol verbreiteten Haftbefehl gesucht. Er darf Spanien nicht verlassen, bis über seine eventuelle Auslieferung an die Türkei entschieden ist.

Er beschließt, ein Buch zu schreiben: über die Geschichte seiner Verfolgung, über sein Herkunftsland, die Türkei, die von Erdogan in Richtung Faschismus getrieben wird, über das Land, in das er geflohen ist – Deutschland –, über Spanien und dessen diktatorische Geschichte und über Schicksalsgenossen wie den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel, der seit Anfang 2017 in der Türkei inhaftiert ist.


KiWi-Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-05183-4
224 Seiten, Broschur
Noch nicht erschienen
(erscheint am 15.02.2018)

Preis

Deutschland
9,99 €
Österreich
10,30 €

Termine

Lesung: Dogan Akhanli

Dogan Akhanli

Termin:
19.02.2018 | 19:30 Uhr
Ort:
Literaturhaus Köln
Großer Griechenmarkt 39 · 50676 Köln
Veranstalter:
Literaturhaus Köln e.V.
Info:
Moderation: Albrecht Kieser

Lesung: Dogan Akhanli

Dogan Akhanli

Termin:
06.03.2018 | 20:00 Uhr
Ort:
Kulturzentrum Alte Feuerwache
Brückenstr. 2-4 · 68187 Mannheim
Veranstalter:
Kulturzentrum Alte Feuerwache
Info:
Im Rahmen des Festivals "lesen.hören 12". Moderation: Insa Wilke.

Über den Autor/ die Autorin

Dogan Akhanli
Dogan Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren und lebt seit 1992 als Autor in Köln. Er hat zahlreiche Romane und ein Theaterstück verfasst. In seinem Roman »Die Richter des jüngsten Gerichts« (dt. 2007) thematisiert er den Völkermord an den Armeniern 1915. Weitere Werke: »Die Tage ohne Vater« (dt. 2016), »Der letzte Traum der Madonna« (türk. 2005), »Fasilistan« (türk. 2010), »Sag ihr, dass ich sie liebe« (türk. 2016). 2013 erhielt er in Köln den Pfarrer-Georg- Fritze-Preis.

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