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Stadt Speyer vergibt Arno-Reinfrank-Preis 2021 an Tijan Sila

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© Miriam Stanke

Herzlichen Glückwunsch an unseren Autor!

Die Stadt Speyer zeichnet den Schriftsteller Tijan Sila für sein Werk »Die Fahne der Wünsche« mit dem Arno-Reinfrank-Preis aus. »Die Fahne der Wünsche« ist laut Jury »ein kluger literarischer Kommentar zu patriarchalischer Ordnung bzw. Unordnung und dabei eine höchst unterhaltsame Lektüre.«
Silas Werk handelt vom Radrennfahrer Ambrosio, der in dem fiktiven, totalitär regierten Land Crocutanien am Rande Europas zu reüssieren versucht.

Der mit 5000€ dotierte Arno-Reinfrank-Literaturpreis soll den Autor ermutigen, in seiner schöpferischen Arbeit fortzufahren. Die Verleihung wird am 18. März 2021 im Rahmen der SPEYER.LIT Reihe in Speyer erfolgen.

Quelle: Stadt Mannheim, 16.11.2020Mannheimer Morgen, 17.11.2020

 

Über den Preis:

Der mit 5000€ dotierte Arno-Reinfrank-Literaturpreis wird ab 2006 alle drei Jahre von der Stadt Speyer vergeben. Verliehen wird der Preis an Autoren, die im Sinne des Werkes von Arno Reinfrank arbeiten.

Die Fahne der Wünsche

Was ist das für ein Land, in dem schon das Flippern ein Verbrechen ist?

Crocutanien, ein totalitärer Staat am Rande Europas, versinkt im Chaos. Mittendrin: ein junger Rennradfahrer, der lernt, nicht aufzugeben, auch wenn es scheinbar nichts mehr zu gewinnen gibt. Scharfsichtig, knallhart und mit einzigartigem Witz erzählt Tijan Sila von der Macht und Ohnmacht des Einzelnen in einem amoralischen System und von der revolutionären Kraft des Flipperns.

Es sind finstere Zeiten, in denen der sechzehnjährige Ambrosio, der später unter dem Spitznamen »Goldener« zur Rennradlegende wird, seine Karriere beginnt. Das Land Crocutanien ist gezeichnet von Jahrzehnten der totalen Abschottung und fest in der Hand der spiroistischen Partei. Diese versucht mit immer brutaleren Methoden, die rebellierenden Jugendbanden und spiroistischen Splittergruppen zu bekämpfen. Ambrosio, der eigentlich genug damit zu tun hat, mit seiner Freundin Betty die ersten sexuellen Erfahrungen zu machen und von Wettkämpfen im Ausland zu träumen, wird von den Schergen des Regimes verhört und verprügelt. Alles nur, weil er ein neues Hobby für sich entdeckt hat: das Flippern.Von einem Tag auf den anderen werden die Spielautomaten als gesinnungsfeindlich eingestuft und verboten. Als sein Trainer flieht und das Sportinternat, in dem er lebt, von linientreuen Turnern und Balletttänzern bevölkert wird, gerät er mehr und mehr unter Druck. Eine Geschichte, wie nur Tijan Sila sie zu erzählen vermag: abgründig, berührend, voller Humor und grandioser literarischer Kraft.

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