Im Gespräch

Lea Banasch im Interview

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In deinem Buch geht es um herausfordernde Gefühle, denen wir als Menschen im Alltag begegnen, und darum, wie wir ihnen gestärkt entgegentreten können. Aber woran merken wir überhaupt, dass uns etwas herausfordert oder belastet? 

 

Wir merken es zuerst im Körper: in Anspannung, Erschöpfung, Schlafproblemen, verändertem Essverhalten oder dem Drang, uns permanent abzulenken. Unser Körper ist oft ehrlicher als unser Kopf. Werden wir zu lange taub für diese Signale, zeigen sie sich noch lauter – in Grübelschleifen, innerer Unruhe, Konflikten in Beziehungen oder sogar Panikattacken. Der Körper ist kein Gegner, er ist ein Kompass. Er gibt immer Feedback. 

 

»Was dich hält« enthält viele Denkanstöße und Impulse. Hast du ein Alltagsthema, das dir in der Praxis besonders oft begegnet und das auch für das Buch wichtig ist?

 

Ein zentrales Thema ist das Leid, das wir uns unbewusst durch unsere eigenen Gedanken schaffen, das ständige „Nicht-genug-Sein“, das viele von uns begleitet. Dahinter liegt eine tiefe Sehnsucht nach Verbundenheit, Leichtigkeit und innerer Sicherheit. »Was dich hält« lädt dazu ein, diese inneren Stimmen neu kennenzulernen und sie wirklich zu verstehen, um sie dann zu nutzen und das Leben zu leben, was du leben möchtest. Das Buch möchte zurückgeben, was oft verloren geht: Vertrauen in dich selbst und das Gefühl, im Leben wirklich zuhause zu sein.

 

Negative Muster und Gewohnheiten schleichen sich oft unbewusst in unser Leben ein und tun uns nicht gut. Gibt es eine gesunde Art, mit ihnen umzugehen, und sie vielleicht sogar zu überwinden?

 

Ja, indem wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen. Das Buch zeigt dir, wie genau das geht. Jedes Muster war einmal ein Schutz. Es wollte uns vor Schmerz bewahren. Druck und Strenge verstärken jedoch oft den inneren Konflikt. »Was dich hält« zeigt, wie Regulation, Mitgefühl und kleine neue Entscheidungen alte Schleifen lösen. Was wir gelernt haben, können wir neu lernen, in unserem Tempo, auf unsere Weise. Veränderung ist möglich, wenn du in dir den Halt schaffst, denn du bisher im Außen gesucht hast. Dann ist dieses große Ziel, das du hast, nicht mehr weit entfernt.

 

Boris Breuer
© Boris Breuer
Lea Banasch

Lea Banasch, geboren 1993, ist ganzheitliche Therapeutin in eigener Praxis in Düsseldorf. Als gelernte Ernährungsberaterin, Heilpraktikerin und NLP-Coach arbeitete sie mehrere Jahre als Ernährungs- und Gruppentherapeutin in einer Klinik für psychosomatische Medizin. In den sozialen Medien teilt sie seit 2021 Gedanken und Impulse mit dem Ziel, Menschen aufzuklären und zu inspirieren.

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