Marius Goldhorn auf der Shortlist für den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2026
Marius Goldhorn ist mit seinem Roman "Die Prozesse" für den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2026 nominert. Seit 1953 würdigt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft mit diesem Peis literarische Talente, darunter früh Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann und Paul Celan, in jüngerer Zeit Autor*innen wie Clemens J. Setz, Nino Haratischwili und Dorothee Elmiger.
Die Jurybegründung zur Nominierung: “Marius Goldhorn ist mit seiner Near-Future-Dystopie „Die Prozesse“ ein vielgestaltiger Gesellschaftsroman für das 21. Jahrhundert gelungen. In reduzierter, zugleich poetisch verschlüsselter Sprache entwirft Goldhorn eine Welt, in der digitale Realitäten, Klimawandel, politische Kämpfe um Umverteilung und koloniale Wiedergutmachung ineinanderfließen. Vor dieser Kulisse erzählt Goldhorn in lakonischer Introspektive eine queere Liebesbeziehung. So entsteht ein Roman von komplexer Erzählkunst, der persönliche Beziehungen und globale Umbrüche ineinander verschränkt und seine Leser*innen mit großer atmosphärischer Dichte in den Bann zieht.”
Am 7. Mai 2026 werden die drei nominierten Werke in den Münchner Kammerspielen von den Autor*innen und Schauspieler*innen des Ensembles auf die Bühne gebracht. Der Literaturpreis der deutschen Wirtschaft wird von der Deutsche Bank Stiftung gefördert.