Liebe usw.

Roman

»Die Ketten der Ehe sind so schwer, dass man sie bisweilen nur zu dritt tragen kann.«Eine Dreiecksgeschichte. Zwei Männer und eine Frau. Oliver und Stuart und Gillian. Mit Stuart war sie, mit Oliver ist Gillian verheiratet, und die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Mit erzählerischer Raffinesse entwickelt Julian Barnes in seinem neuen Roman ein komplexes Szenario von Liebe usw.

Stuart und Gillian waren in erster Ehe miteinander verheiratet, bis Oliver seinem Freund kurz nach der Hochzeit die Frau ausspannt. Zehn Jahre nach dieser demütigenden Erfahrung kehrt Stuart als erfolgreicher Geschäftsmann aus Amerika nach England zurück. Oliver und Gillian ist es weniger gut ergangen, denn die Ehe, wenn auch mit zwei Töchtern »gesegnet«, leidet am Alltag. Gillian ernährt die Familie, und Oliver verbirgt sein Scheitern hinter einem Schwall gespreizter Worte. Stuart sieht seine Chance, helfend einzugreifen. Und zwischen ihm und Gillian beginnt es wieder zu knistern.

Wie in Darüber reden, dem ersten Roman über Gillian und ihre Männer, lässt Julian Barnes die drei abwechselnd für sich sprechen, aber nicht miteinander. Lapidar schildert Gillian ihre Situation, während Stuart sich überlegen gibt, Oliver in seinen Redetiraden versinkt. Auch andere äußern sich – die Kinder, die Schwiegermutter, die Exfrau. Alle richten sich direkt an den Leser, weihen ihn in ihre Geheimnisse ein, wollen ihn für ihre Sicht gewinnen. Amüsiert und geschockt, wütend und gerührt wird man in eine aufregende Beziehungsgeschichte hineingezogen.

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Erscheinungstermin: 14.02.2002

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 14.02.2002
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 256 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-03076-1
  • »Eine raffinierte Collage aus Rollenprosa... Barnes erweist sich ein weiteres Mal als Meister der Zwischentöne, Nuancen und Details zeitgenössischer Beziehungsdebakel.«

    Klaus Modick, taz, 9. August 2020
  • »Barnes ist ein Meister der filigranen Katastrophen.«

    Sigrid Löffler, Literaturen, 9. August 2020
  • »Julian Barnes hat einen amüsanten und lebensklugen Roman geschrieben.«

    Die Zeit, 9. August 2020
  • »Wenn nun aber – wie dieser schöne, zutiefst melancholische neue Roman zeigt – selbst die Liebe Unheil stiftet, dann ... ja, was dann?«

    Die Welt, 9. August 2020
  • »Meister des emotionalen Stühlerückens.«

    Süddeutsche Zeitung, 9. August 2020
  • »Barnes ist ein glänzender Unterhalter.«

    FAZ, 9. August 2020

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