Panda Sex

Roman

Durch die Nacht von Shanghai – mit Mian Mian, dem »Bad Girl« der chinesischen Literatur

In Shanghai ist der Panda-Virus ausgebrochen: Sexmüde wie Pandabären sind die Figuren im neuen Roman von Mian Mian. Einst das »Bad Girl« der chinesischen Literatur, deren Werke in ihrer Heimat zensiert wurden, beweist sich die international gefeierte Autorin mit ihrem neuen Roman als Avantgarde-Klassikerin.

Mian Mian war eine der ersten Schriftstellerinnen, die über die unbekannte Seite Chinas schrieb: über eine Jugend, die im Nachtleben ihr Glück sucht. Als »Königin der Subkultur« und »Chinas begabteste Jungautorin« feierte sie Der Spiegel. Die Party ist zwar nicht vorbei in Mian Mians neuem Buch. Aber doch hat sich etwas verändert, es ist, als sei das einst glitzernde, leuchtende Shanghai in Schwarzweißlicht getaucht. Panda Sex erzählt von einer Gruppe junger Leute um das Schwesternpaar Mei Mei und Jie Jie. Zwei Tage und Nächte lang durchstreifen sie die Shanghaier Party- und Clubszene und philosophieren dabei über die Liebe, Beziehungen, Geschlechterrollen und Sex. Gerade erst haben die Freunde ihren langjährigen Gefährten Little Beetle zu Grabe getragen. Dort, bei der Beerdigung, sollen sie sich infiziert haben mit dem Panda-Virus. Pandas haben nur zweimal im Jahr Sex. Den Figuren im Roman geht es ähnlich, sie suchen Nähe, sind süchtig nach echter Begegnung und können Sex doch nur mit Fremden haben. Kühn konstruiert, protokolliert Panda Sex die Gespräche der Freunde auf den Straßen Shanghais.

Mit flirrender Leichtigkeit und Melancholie entwirft Mian Mian das Bild einer Generation, die sich nach Liebe sehnt, aber das Risiko einer Beziehung fürchtet.

China-Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse 2009

  • Taschenbuch 7,95 €
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Erscheinungstermin: 24.08.2009

  • Verlag: KiWi-Taschenbuch
  • Erscheinungstermin: 24.08.2009
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 176 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04147-7
  • »Ein Feuerwerk von einem Buch: [...] derb und zärtlich, kühl und leidenschaftlich, abgeklärt und träumerisch – und immer intensiv.«

    chilly Stadtmagazin, 9. August 2020
  • »[...] bittersüß und abgrundtief melancholisch. [...] Ihre lakonisch-unterkühlte, gleichzeitig einfühlsame Sprache bleibt nicht an der beschreibenden Oberfläche, sondern dringt tief in ihre Figuren ein.«

    Bayern 2, 9. August 2020

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