Lied vom Hunger Lied vom Hunger
Lied vom Hunger
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Lied vom Hunger

Roman

Der neue Roman des aktuellen Literatur-Nobelpreisträgers – »eines seiner schönsten Frauenporträts« (Le Monde)

Hunger ist die Grundmelodie ihres Lebens. Ethel lernt ihn während des Zweiten Weltkriegs kennen, aber nicht nur den Hunger nach Brot, sondern auch den nach Glück, nach Gerechtigkeit und Wahrheit. J.M.G. Le Clézio erzählt in diesem ungewöhnlichen Roman von einer jungen Frau, die in Zeiten des Hungers zur Heldin wird. Ethel Brun wächst zwischen den beiden Weltkriegen in Paris auf. Mittelpunkt der Familie Brun, die von der Insel Mauritius stammt, ist Ethels Vater Alexandre, ein schwadronierender Schönling. Er lebt großspurig von seinem Erbe und schwafelt von der Vergangenheit. Die Gegenwart wird zunehmend bestimmt von nationalistischen und antisemitischen Tönen in Frankreich. Ethel leidet vor allem unter der unglücklichen Ehe der Eltern und dem ständigen Streit um Geld, denn Alexandre hat sein Vermögen verschleudert. Den drohenden Bankrott versucht er mit dem Geld, das Ethel von einem Onkel geerbt hat, abzuwenden. Vergeblich. Ethel, kaum zwanzig Jahre alt, erkennt, dass sie die Verantwortung für die Familie übernehmen muss. Couragiert kümmert sie sich um die zerrütteten Finanzen und flieht mit den hilflosen Eltern in den Süden Frankreichs, nachdem die Deutschen Paris besetzt haben. In Nizza muss sie bittere Jahre des Hungers und der Demütigung durchstehen. Von ihren Eltern hat sie sich innerlich gelöst. Sie heiratet und wird nach Kanada auswandern, in eine Welt ohne Antisemitismus, ohne Kriege, ohne Hunger.Völlig unpathetisch, in einer klaren, poetischen Sprache entwirft Le Clézio das Bild einer dramatischen Zeit und einer unerschrockenen jungen Frau.In Frankreich wochenlang auf den Bestsellerlisten: 350.000 verkaufte Exemplare

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Erscheinungstermin: 15.09.2009

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 15.09.2009
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 224 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04136-1
  • »Dieser Roman sei allen Freundinnen welthaltiger Geschichten wärmstens ans Herz gelegt.«

    Berliner Zeitung, 29. September 2020
  • »Eine große Sinfonie in Moll, die von einer bemerkenswerten jungen Frau erzählt, die den Lebensmut nicht verlor.«

    ORF, 29. September 2020
  • »Auch hier überzeugt Le Clézio durch genaue, historische Detailrecherche und eine rythmisch sichere Romanprosa.«

    Christoph Vormweg, Deutschlandradio, 29. September 2020
  • »Eine Parabel auf die Gegenwart, auf das Verhältnis von armer und reicher Welt.«

    Anne-Catherine Simon, Die Presse, 29. September 2020
  • »...ein feinsinniges, kluges Sittenbild eines Landes und einer Gesellschaft, die zwischen imperialistischer Vergangenheit, agressivem Antisemitismus,»drole de guerre« und Kollaboration nach einem gangbaren Weg sucht.«

    Lena Bopp, FAZ, 29. September 2020

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