Oberkampf

Paris, der Ausnahmezustand und die Liebe

Die letzte Beziehung beendet und den Job aufgegeben, zieht Jonas Becker nach Paris, um endlich seinen Traum vom Leben als freier Schriftsteller zu verwirklichen. Der Plan – ein Buch über den bohemienhaften Schriftsteller Richard Stein schreiben, während der Verlag die Miete für die kleine Wohnung in der Rue Oberkampf zahlt – scheint zu funktionieren: Die Tage verbringt Jonas mit dem von ihm verehrten Autor, nachts trifft er sich mit seiner neuen Freundin Christine in einer Bar nebenan.

Doch mit dem Attentat auf Charlie Hebdo ist die schwebende Atmosphäre in Paris wie weggewischt, die Stadt ist plötzlich im Ausnahmezustand. Zudem reißt ein Brief seiner Ex-Freundin bei Jonas alte Wunden auf, und er erfährt vom plötzlichen Tod eines Freundes. Auch beim anfangs so unerschütterlich selbstgewiss wirkenden Stein zeigen sich Brüche – Jonas erfährt, dass Stein einen vom Vater entfremdeten Sohn hat, der in den USA verschollen ging und in eine Drogenkarriere abzustürzen droht. Als Stein ihn bittet, mit ihm in Amerika den Sohn zu suchen, sagt er zu. Und auch bei Christine muss Jonas sich entscheiden, wie ernst er es meint …

Hilmar Klute schickt einen Schöngeist in eine abgründige Welt. In schwebenden, wunderschönen Sätzen schreibt er über den Zauber der Literatur genauso wie über die Brüchigkeit unserer Existenz. Dabei gelingt ihm ein Buch voller Sehnsucht und Melancholie, Komik und Schrecken.

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Erscheinungstermin: 20.08.2020

  • Verlag: Galiani-Berlin
  • Erscheinungstermin: 20.08.2020
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-86971-215-4
  • Klute erzählt die Geschichte einer spektakulären Desillusionierung - mit einem Knalleffekt-Ende, das einen lange nicht loslassen wird.

    Anja Höfer, SWR 2 Buchkritik, 18. Oktober 2020
  • Atmosphärisch dicht und mit vielen Wendungen beschreibt der Roman, wie gefährdet die lange für sicher gehaltenen Vorzüge unserer westlichen Zivilisation geworden sind.

    Süddeutsche Zeitung, 21. September 2020
  • Doch gerade weil Klute sich nicht zum Seismografen der französischen Gesellschaft im Terrorjahr macht, öffnet sich eine andere Lesart von Jonas’ Paris-Abenteuer: Denn die dunklen Flecken, die inneren Dämonen, die blutigsten Mordgelüste, sie befallen selbst die Glückseligen im schön durchgentrifizierten Bobo-Land, und so wird auch der kultivierteste Schöngeist eines Tages die hässliche Fratze seiner selbst im Spiegel erkennen müssen.

    Romy Straßenburg, Der Freitag, 11. September 2020
  • Großartig geschriebener Paris-Roman um zwei Männer, die sich plötzlich auf wunderbar-widerstreitende Weise aneinandergekettet sehen.

    Peter Henning, SR 2 Kulturradio, 2. September 2020
  • Eine unglaubliche Wortgewalt.

    Oliver Schnyder, SRF 1 Literaturclub, 1. September 2020
  • Klute kann nicht nur glossierend schreiben, er kann auch Personen zum Leben erwecken - dieses Buch lebt.

    Martin Ebel, SRF 1 Literaturclub, 1. September 2020
  • Klute ist ein sprachgewaltiger, witziger Roman gelungen, der virtuos zeitgeschichtliche und persönliche Wendepunkte miteinander verknüpft.

    Sascha Stienen, General-Anzeiger Bonn, 29. August 2020
  • Aus Witz und Ekel komponiert Hilmar Klute, der scharfsinnige Beobachter intimster Innen- und öffentlichster Außenwelten, ein großes Kunstwerk über die Dämonen unseres Alltags: Beziehungsangst, Angst vorm Scheitern, die Gewalt einer Welt in Auflösung.

    Alexander Solloch, NDR, 27. August 2020
  • Das ist alles sehr aus dem Leben. (...) Ich möchte das Buch allen empfehlen, die Freude haben an Paris (...), und es ist ein Roman für Leute, die sich fürs Zeitgeschehen interessieren.

    Michael Luisier, Radio SRF 1 BuchZeichen, 18. August 2020

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