Ralph Giordano

Die zweite Schuld

Oder Von der Last Deutscher zu sein

Die zweite Schuld

Aktueller denn je – der Klassiker der politischen Literatur mit einem Nachwort von Lena Gorelik.

Mit dem Begriff der zweiten Schuld bringt Ralph Giordano das Versagen der deutschen Gesellschaft nach dem Holocaust auf den Punkt. Er untersucht, was mit den Verfolgern geschah, und beklagt die Scheinheiligkeit sowie Unvollständigkeit der deutschen Vergangenheitsbewältigung. Sie gründet auf einer Amnestie für Naziverbrecher, die wieder in die Nachkriegsgesellschaft eingegliedert wurden. Diese zweite Schuld hat die politische Kultur Deutschlands wesentlich mitgeprägt; Giordano nennt das den »großen Frieden mit den Tätern«. Da zugleich ein Bekenntnis zur Kollektivschuld ausblieb, konnte auch in der Erinnerungskultur kein zuverlässiges Fundament entstehen. Und in dieser Verweigerung, sich mit dem Holocaust zu beschäftigen, liegt ein großes moralisches Versagen. Doch wurde das Buch zugleich in der Hoffnung geschrieben, damit sich nicht wiederholt, was schon einmal in Verfolgung und Krieg mündete.


KiWi-Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-05353-1
528 Seiten, Broschur
Noch nicht erschienen
(erscheint am 16.01.2020)

Preis

Deutschland
14,00 €
Österreich
14,40 €

Über den Autor

Ralph Giordano
Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren. Nach der Befreiung am 4. Mai 1945 durch britische Truppen arbeitete er als Journalist und Publizist, als Fernsehdokumentarist und Schriftsteller. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, darunter »Die Bertinis« (1982), »Die zweite Schuld oder Von der Last Deutscher zu sein« (1987), »Ostpreußen ade« (1994), »Deutschlandreise« (1998), »Sizilien, Sizilien! Eine Heimkehr« (2002) und »Erinnerungen eines Davon – gekommenen« ... mehr

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