Das Mädchen Das Mädchen
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Das Mädchen

Roman -

Die berührende Geschichte einer Selbstbehauptung

Angelika Klüssendorf erzählt von einem jungen starken Mädchen, das sich herausarbeitet aus allem, was sie umgibt und niederhält: die tyrannische Mutter, die autoritären Lehrer, der bürokratische Staatsapparat.

Am Anfang scheint alles schon zu Ende zu sein: Der Vater trinkt und taucht nur sporadisch auf, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus, die Klassenkameraden meiden das Mädchen, der jüngere Bruder kapselt sich völlig ab. Und doch gibt es eine Kraft, die das Mädchen trägt. Die Bilder aus »Brehms Tierleben«, die sie bewundert, der Traum vom kleinen Haus mit Garten auf dem Lande, Grimms Märchen. Und immer wieder Menschen, die ihr etwas bedeuten und die sie halten. Eines hat sie gelernt: Man muss sich holen, was man braucht. Auch wenn sie mehrfach beim Ladendiebstahl erwischt und schließlich ins Heim gesteckt wird, kann sie sich auch dort auf die neue Lage einstellen. Und das Kinderheim wird auf überraschende Weise zu einem Refugium, wo Kindheit erstmals gelebt werden kann.

Mit ihrer klaren, knappen, präzisen Prosa, großer Lakonie und trockenem Humor versetzt Angelika Klüssendorf den Leser in eine Welt, die das Kindsein kaum zulässt. Atemlos folgt man einer Heranwachsenden, die nichts hat, worauf sie sich verlassen kann, und trotzdem den Lebenswillen nicht verliert – kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker, abgründiger Charakter. Ein literarisches Meisterwerk!

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Erscheinungstermin: 18.08.2011

  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch
  • Erscheinungstermin: 18.08.2011
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 192 Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04284-9
  • »Geschichte einer leidvollen Adoleszenz, knapp, stark, geradeaus.«

    Eugen Ruge
  • »Die Autorin demonstriert hier eindrucksvoll, wie man aus ekligen Exkrementen ästhetisches Gold macht. Zugleich ist ihr einer der radikalsten und bewegensten Adoleszenzromane deutscher Sprache geglückt.«

    Alexander Cammann, Die Zeit
  • »Schnörkellos und schockierend, unsentimental und klar erzählt Klüssendorf das Drama einer Jugend ohne Jugend.«

    Martina Schürmann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
  • »Klüssendorf erzählt in einem dichten Präsens und konstruiert damit eine ausweglose Vergangenheit.«

    Jörg Magenau, taz
  • »Klüssendorf [...] analysiert präziser als John Updike und konsequenter als Max Frisch, sie schreibt böser als Thomas Bernhard und pointierter als Ingeborg Bachmann. Fürchterlich, aber grandios.«

    Evelyn Finger, Die Zeit

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