Shida Bazyar erhält den Kulturförderpreis der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover 2016

für ihren Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran«

Der mit 5.000 Euro dotierte Kulturförderpreis 2016 geht an die in Berlin lebende Autorin Shida Bazyar für ihren Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran«. Die Landeskirche vergibt den Preis nach 2010 und 2013 zum dritten Mal.
Eine Jury mit zehn Expertinnen und Experten aus Kirche, Kunst und Kultur hat aus den Sparten Film, Bildende Künste, Literatur, Musik, Tanz und Theater die Preisträgerin und den Preisträger gekürt. Insgesamt 31 Vorschläge wurden gesichtet. 17 Scouts aus Kirche, Soziokultur und Kunst haben der Jury zugearbeitet.
Ihr Anliegen ist es, den Dialog zwischen der zeitgenössischen Kunst und der evangelischen Kirche zu fördern und zu intensivieren. Die Jurysprecherin, Dr. Katharina Henkel, kommissarische wissenschaftliche Direktorin der Kunsthalle Emden, erläutert: „Mit dem Kulturförderpreis wollen wir junge Künstlerinnen und Künstler für ihr zukünftiges Schaffen und Wirken ermutigen.”
Die Preisverleihung findet am 25. Oktober 2016 um 18:30 Uhr in der St. Michaeliskirche Hildesheim statt. Dann wird auch der mit 10.000 Euro dotierte Kulturpreis an den Fotojournalisten Wolf Böwig verliehen.



Shida Bazyar

Begründung der Jury

Die aus Rheinland-Pfalz stammende Autorin mit iranischen Wurzeln hat an der Stiftungsuniversität Hildesheim Literarisches Schreiben studiert. Sie spannt in ihrem Roman einen Bogen von der iranischen Revolution im Jahr 1979 bis in die deutsche Gegenwart. Die von ihr erzählte Familiengeschichte über Umsturz, Flucht, Integration und deutsche Gegenwart ist nach Auffassung der Jury von brennender gesellschaftlicher Aktualität. Die Komposition ihres Romans und die Zeichnung seiner Charaktere überzeugen in hohem literarischen Maß. Shida Bazyar hat als Autorin bereits für ihren Debütroman eine unverwechselbare Sprache gefunden, in der Inhalt und Ausdruck, Herkunft und neue Heimat zu einer spannungsgeladenen Einheit verwoben werden. Sie verbindet dabei Fremdheit und Ankommen in einer literarischen Form, die nach Auffassung der Jury dem gegenwärtigen gesellschaftlichkulturellen Diskurs zu Migration und Integration in Deutschland einen wesentlichen Impuls gibt.

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Nachts ist es leise in Teheran

Shida Bazyar

Nachts ist es leise in TeheranRoman

gebunden mit SU, Erscheinungsdatum: 18.02.2016

Eine aufrüttelnde Familiengeschichte zwischen Revolution, Flucht und deutscher Gegenwart

Vier Familienmitglieder, vier Jahrzehnte, vier unvergessliche Stimmen. Aufwühlend und anrührend erzählt Shida Bazyar eine Geschichte, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen spannt ...