Arnon Grünbergs Novelle „Die Datei“

Das Live-Experiment der Frankfurter Buchmesse exklusiv ab 19. Oktober 2016 als E-Book

„Die Datei“ ist die Novelle, die den Kern eines Experiments zur Kreativitätsforschung bildet. Neurowissenschaftler der Universität Amsterdam haben die Hirnströme Arnon Grünbergs beim Verfassen des Texts aufgezeichnet. Auf der Buchmesse 2016 können Besucher des „Grünberg Labs“ in der Agora ihre Hirnaktivitäten während der Lektüre vermessen lassen.



Die Novelle:
Lillian, Anfang zwanzig, ist ein weiblicher Nerd. Sie wohnt noch bei ihren Eltern, die vor dem Bildschirm verbrachten letzten Jahre, nur in Gesellschaft von Paprikachips, haben sie übergewichtig und alltagsuntauglich gemacht. Sex ist für sie nichts weiter als eine Online-Dienstleistung – jederzeit
abrufbar. Männer sind Kunden, bedauernswert und triebgesteuert, sonst nichts.

Und dennoch: Eigentlich ist Lillian eine asiatische Prinzessin, ihr wahres Leben findet im Netz statt; und dort sind auch ihre Freunde. Einer von ihnen, der wichtigste, ist Banri Watanuki, der in einer Krise in Lillians digitales Leben tritt. Das Chatten mit ihm hilft Lillian, auch in der Außenwelt besser
zurechtzukommen. Sie bekommt einen Job bei einer Computerfirma, lebt plötzlich ein fast völlig normales Leben, bis sie eines Tages glaubt in ihrem Kollegen Seb ihren Cyber-Freund Banri Watanuki wiederzuerkennen.

Ein beeindruckender Text über digitale und analoge Welten, über verdichtete Realität und Realitätsverlust – und über die Liebe, die sich zwischen allen Einsen und Nullen immer noch ihren Weg bahnt.

Arnon Grünberg, geboren 1971 in Amsterdam, wohnt in New York, Amsterdam und Berlin. Seine Bücher wurden schon mit allen großen niederländischen Literaturpreisen ausgezeichnet. 2002 erhielt er den NRW-Literaturpreis für sein Gesamtwerk. Neben seinen literarischen Arbeiten schreibt Arnon Grünberg einen Blog sowie eine tägliche Kolumne für die Titelseite von De Volkskrant, er schreibt Theaterstücke und Reportagen und war mehrfach als embedded journalist im Irak und in Afghanistan. Sein Werk erscheint in 27 Sprachen. Sein jüngster Roman heißt Muttermale.

Rainer Kersten, geboren 1964, übersetzt u.a. Werke von Arnon Grünberg, Dimitri Verhulst und Tom Lanoye. 2015 erhielt er neben Bettina Bach den Else-Otten-Preis für die beste Übersetzung aus dem Niederländischen.



Die Datei

Arnon Grünberg

Die DateiNovelle

eBook, Erscheinungsdatum: 19.10.2016

Lillian, Anfang zwanzig, ist ein weiblicher Nerd. Sie wohnt noch bei ihren Eltern, die vor dem Bildschirm verbrachten letzten Jahre, nur in Gesellschaft von Paprikachips, haben sie übergewichtig und alltagsuntauglich gemacht. Sex ist für sie nichts weiter als eine Online-Dienstleistung – ...