Der Verlag Kiepenheuer & Witsch auf der Leipziger Buchmesse 2014


Wir starten in den Bücherfrühling! Vom 13. bis 16. März 2014 lädt die Leipziger Buchmesse Verlage, Autoren, Buchhändler, Medien und Literaturbegeisterte zum Branchenauftakt des Jahres ein.

Besuchen Sie uns! Sie finden uns an unserem Messestand in der Halle 5, Stand E 107. Dort können Sie sich über die aktuellen Bücher von Kiepenheuer & Witsch informieren und sogar einige Autoren treffen.

Bereits zum zehnten Mal wird am Messe-Donnerstag außerdem der Preis der Leipziger Buchmesse für herausragende Neuerscheinungen und Übersetzungen verliehen. Unser Autor Diedrich Diederichsen ist mit seinem neuen Buch Über Pop-Musik in der Kategorie »Sachbuch/Essayistik« nominiert.

Unsere Autoren auf der Leipziger Buchmesse 2014


Diedrich Diederichsen

Diedrich Diederichsen, geboren 1957, hat sich seit den 80er-Jahren einen Namen als ebenso vielseitiger wie scharfsinniger Theoretiker von Pop, Politik und neuester Kunst gemacht. Er lehrte und lehrt an verschiedenen Hochschulen, seit 2006 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er veröffentlicht regelmäßig in Texte zur Kunst, Theater heute und Tagesspiegel und lebt in Berlin.

Über Pop-Musik ist ein kluges, ein kontroverses Buch, dessen Thesen ganze Gebäude eilig zusammengezimmerter Übereinkünfte zum Einsturz bringen werden. Pop-Musik, sagt Diederichsen, ist gar keine Musik. Musik ist bloß der Hintergrund für die viel tiefer liegenden, viel weiter ausstrahlenden Signale des Pop.

Diedrich Diederichsen ist in der Kategorie »Sachbuch/Essaystik« für den Pres der Leipziger Buchmesse nominiert, der am 13. März in der Glashalle verliehen wird.

Zum Buch


Frank Goosen

Frank Goosen hat neben seinen erfolgreichen Romanen, darunter Liegen lernen, Pokorny lacht und So viel Zeit, zahlreiche Kurzgeschichten und Kolumnen in überregionalen Publikationen veröffentlicht. Darüber hinaus verarbeitet er seine Texte zu Kabarettprogrammen; unter anderem entwickelten sich seine Bestseller-Erzählbände Weil Samstag ist und Radio Heimat auch auf der Bühne zu Soloprogrammen, die deutschlandweit Presse und Publikum begeisterten. Sein Roman Sommerfest wurde 2011 ebenfalls zum Bestseller. Frank Goosen lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.frankgoosen.de.

Donnerstag, 13.März | 19 Uhr – Lesung: Raketenmänner
theater.FACT im Barthels Hof, Hainstraße 1

Zum Buch


Robert Gwisdek

Robert Gwisdek, geb. 1984, hat die Schule abgebrochen und als Schauspieler gearbeitet, er ist Sänger und Texter der Band Käptn Peng und die Tentakel von Delphi, filmt, schreibt und schneidet Musikvideos und Kurzfilme, baut Möbel und übt das Üben. Er kommt aus Berlin, wandert aber viel.

Gwisdek schreibt in seinem Debütroman Der unsichtbare Apfel mit einer solchen Sprachmacht und Fantasie über Wahrheit, Wahnsinn und Liebe, dass man das Leben danach mit anderen Augen sieht.

Samstag, 15. März | 22 Uhr – Robert Gwisdek alias Käptn Peng: Lesung mit Musik
Schaubühne im Lindenfels, Karl-Heine-Straße 50

Zum Buch


Angelika Klüssendorf

Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute lebt sie in Berlin. Sie veröffentlichte unter anderem die Erzählungen Sehnsüchte und Anfall von Glück, den Roman Alle leben so, die Erzählungsbände Aus allen Himmeln und Amateure sowie zuletzt den Roman Das Mädchen.
In April erzählt Klüssendorf ohne Pathos, nüchtern und souverän von einem Weg aus der scheinbar ausweglosen Vergangenheit – mit psychologischem Feingefühl und klarem Blick für die gesellschaftlichen Zustände.

Freitag, 14. März | 19.30 Uhr – KiWi Abend deutschsprachige Literatur
plan b-Kulturkaffee, Härtelstraße 21
Moderation: Olaf Petersenn

Zum Buch


Moritz Rinke

Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, studierte »Drama, Theater, Medien« in Gießen. Seine Reportagen, Geschichten, Essays und Theaterstücke wurden mehrfach ausgezeichnet.

2010 erschien sein Debütroman Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, der zum Bestseller wurde. Zuletzt erschien Also sprach Metzelder zu Mertesacker. Sein neues Theaterstück Wir lieben und wissen nichts ist eines der erfolgreichsten Dramen der letzten Jahre und wird an über 30 Bühnen gespielt. Im Frühjahr 2014 erscheint Erinnerungen an die Gegenwart. Moritz Rinke lebt und arbeitet in Berlin.

Klug und wortgewandt, witzig und anrührend nimmt Moritz Rinke in seinen Texten die Wirklichkeit in den Blick, findet überall die Tyrannei des Augenblicks und nur in der Fiktion den feinen Moment des Innehaltens und Überdauerns.

Zum Buch


Verena Roßbacher

Verena Roßbacher, geboren 1979 in Bludenz/Vorarlberg, aufgewachsen in Österreich und der Schweiz, studierte einige Semester Philosophie, Germanistik und Theologie in Zürich, dann am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr Debüt Verlangen nach Drachen erschien 2009 bei Kiepenheuer & Witsch.

In ihrem neuen Roman Schwätzen und Schlachten erschafft Roßbacher einen ganz eigenen Kosmos, in dem ihre monomanischen Figuren darum ringen, ihre Sicht der Dinge mit der allgemeinen Verfasstheit der Welt zusammenzubringen. Voller Komik, Skurrilität und Lust an der zielführenden Abschweifung wird hier erzählt, und etwas Großes entsteht: der Diskurs- und Gesellschaftsroman unserer Zeit!

Freitag, 14. März | 19.30 Uhr – KiWi Abend deutschsprachige Literatur
plan b-Kulturkaffee, Härtelstraße 21
Moderation: Olaf Petersenn

Zum Buch


Zadie Smith

Zadie Smith, geboren 1975 im Norden Londons, wo sie heute noch lebt. Ihr erster Roman Zähne zeigen, 2001 erschienen, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, von der Kritik gelobt und ein internationaler Bestseller. Der Roman Von der Schönheit, 2006 erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, war auf der Shortlist des Man Booker Prize 2005 und gewann 2006 den Orange Prize for Fiction.

London NW erzählt die Geschichte von vier Londonern, Leah, Natalie, Felix und Nathan, die den sozialen Wohnungsbau ihrer Kindheit verlassen haben und es doch nicht schaffen, ihren Platz im Leben zu finden und glücklich zu sein.

Donnerstag, 13. März | 20 Uhr – Lesung: London NW
naTO e.V., Karl-Liebknecht-Straße 46
Moderation: Denis Scheck

Zum Buch


Jens Sparschuh

Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt, studierte von 1973 bis 1978 Philosophie und Logik in Leningrad. 1983 promovierte er in Berlin, seitdem freiberuflich. Er veröffentlichte eine Vielzahl von Hörspielen und acht Kinderbücher. 2009 erschien Putz- und Flickstunde (zus. mit Sten Nadolny). 1989 erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden.
In seinem neuen Roman Ende der Sommerzeit schlägt Sparschuh, ausgewiesener Kenner und Bewunderer des Werks von Nabokov, aus seinem Gegenstand humoristische Funken und erzählt fesselnd davon, wie Literatur ins Leben wirken kann – ein großes Lesevergnügen!

Freitag, 14. März | 22 Uhr – Lesung
Bührnheims Literatursalon GmbH, Mozartstraße 8
Moderation: Michael Hametner

Zum Buch


Aus der schönen neuen Welt

Günter Wallraff, Jahrgang 1942, berichtet in seinen Reportagen immer wieder von menschenunwürdigen Zuständen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft allgemein. Besonderes Aufsehen erregte Wallraff 1977 mit seinen verdeckten Recherchen innerhalb der Redaktion der Bild-Zeitung ( Der Aufmacher. Der Mann, der bei ›Bild‹ Hans Esser war und weitere Bücher zum Thema). Als politisch besonders wirksam erwies sich die Reportage (in der Rolle des türkischen Arbeiters Ali) über den menschenverachtenden Handel mit Leiharbeitern (Ganz unten, 1985).

In Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere berichtet Günter Wallraff von den Arbeitsumständen bei großen Paketauslieferern, in der Gastronomie sowie von seinen Erfahrungen in der Psychiatrie.

Donnerstag, 13. März | 19 Uhr – Prekäre Arbeitsplätze – Neues aus der schönen Arbeitswelt
Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Str. 50

Zum Buch


Annelie Wendeberg

Annelie Wendeberg ist eigentlich Umweltmikrobiologin. Doch eines schönen Wintermorgens klappte sie die Augen auf und dachte sich: »Ich schreib mal was.« Seither versucht sie Forschung – ihre Leidenschaft – leicht verständlich und spannend in Blogartikeln zu vermitteln. Sie schreibt über alles Mögliche, was irgendwie mit Wissenschaftlern, Biologie, Umwelt, Ökologie und vor allem Mikrobiologie zu tun hat.
Des Nachts bringt Annelie Leute um. Auf dem Papier (ach Quatsch, Bildschirm!). Eigenartigerweise klappt das auf Englisch am besten. Keiner weiß warum.

Das Ergebnis? Ihr Krimidebüt Teufelsgrinsen. Ein historischer Krimi, der das viktorianische England zum Leben erweckt und mit Dialogwitz sowie einem unglaublichen Ermittler-Duo begeistert – der Auftakt einer neuen Krimireihe um Anna Kronberg und Sherlock Holmes.

Zum Buch


Volker Weidermann

Volker Weidermann, 1969 in Darmstadt geboren, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er ist Literaturredakteur und Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und lebt in Berlin. Von ihm erschienen bei Kiepenheuer & Witsch: Max Frisch. Sein Leben, seine Bücher (2010), Das Buch der verbrannten Bücher (2008) und Lichtjahre (2006).

Ein belgischer Badeort mit Geschichte und Glanz: Hier kommen sie alle noch einmal zusammen, die im Deutschland der Nationalsozialisten keine Heimat mehr haben. Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun, Kisch und Toller, Koestler und Kesten, die verbotenen Dichter. In seinem Buch Ostende erzählt Volker Weidermann präzise, kenntnisreich und mitreißend von diesem Sommer kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, in dem Zweig, Roth und Keun noch einmal das Leben feiern, wie es nur die Verzweifelten können.

Zum Buch


Feridun Zaimoglu

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das ZEIT-Magazin und schreibt für die Welt, die Frankfurter Rundschau, DIE ZEIT und die FAZ.

In seinem neuen Roman Isabel führt Zaimoglu seine Leser, gewohnt sprachmächtig, dabei sehr genau in der Beobachtung und bewusst in der Verknappung, in eine Welt der zurückgefahrenen Lebenserwartungen, die aufgebrochen wird durch Liebe, Schmerz, Reue und Rache.

Freitag, 14. März | 19.30 Uhr – KiWi Abend deutschsprachige Literatur
plan b-Kulturkaffee, Härtelstraße 21
Moderation: Olaf Petersenn

Zum Buch


Stefanie de Velasco

Stefanie de Velasco, geboren 1978 in Oberhausen, studierte Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft in Bonn, Berlin und Warschau. 2011 erhielt sie für den Anfang ihres Debütromans den Literaturpreis Prenzlauer Berg, 2012 war sie Stipendiatin der Schreib­werkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung. 2013 erhielt sie das Schreibstipendium des Künstlerdorfes Schöppingen. Derzeit ist sie Stipendiatin der Dreh­buchwerkstatt München. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Mit einem hinreißend eigenen Sound, leichtfüßig und schonungslos, wuchtig und zart erzählt Stefanie de Velasco von zwei Mädchen, die das Leben mit beiden Händen ergreifen und lernen müssen, das eigene Dasein auszuhalten. Ein kraftvolles Debüt über Verlust und Sehnsucht. Unmittelbar, entlarvend und herzzerreißend.

Stefanie De Velasco erhält das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2014, welches am 13. März auf der Leipziger Buchmesse verliehen wird.

Zum Buch