Kiepenheuer & Witsch auf der Frankfurter Buchmesse 2016

vom 19. bis 23. Oktober

Besuchen Sie uns auf der Frankfurter Buchmesse, treffen Sie einige unserer Autoren, lassen Sie sich von den neuen Herbstbüchern begeistern oder verweilen Sie einfach mal kurz bei uns, um dem hektischen Treiben für einen Moment zuzuschauen oder in das ein oder andere Buch reinzublättern!

Muttermale
Arnon Grünberg

Flandern und die Niederlande sind in diesem Jahr Ehrengäste der Messe. Arnon Grünberg, Autor von dem im Herbst erscheinenden Roman »Muttermale« wird zusammen mit Dichterin Charlotte Van den Broeck die Messe am 18. Oktober eröffnen. Die Entscheidung für zwei vortragende Autoren, die anhand eines Dialogs gemeinsam eine Eröffnungslesung gestalten, betont das Thema des niederländisch-flämischen Ehrengasts: teilen. Auf der Bühne vertreten Arnon Grunberg und Charlotte Van den Broeck außerdem beide eine Generation. Das ist zugleich ein Vorgeschmack auf das sehr unterschiedliche Puzzle, das entstanden ist: nicht weniger als 70 Autoren werden auf der Messe an Veranstaltungen teilnehmen – zur Hälfte aus Flandern, zur anderen Hälfte aus den Niederlanden – und das quer über alle Genres hinweg.

Besuchen Sie uns in Halle 3.1, Stand D121 und schauen Sie gleich in der Liste unserer Autoren auf der Frankfurter Buchmesse 2016 nach, ob und wann ihr Lieblingsautor anzutreffen ist!



Zur Übersicht der Autoren und Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse 2016

Unsere Autoren auf der Buchmesse

Nilz Bokelberg
Tristesse Renesse

Große Ferien reloaded

Kurz vor einem runden Geburtstag wird man ja gerne mal melancholisch. Doch Nilz Bokelberg ist nicht der Typ für Trübsalblasen. Er packt lieber seine Siebensachen und macht sich mit einem Interrail-Ticket auf, um quer durch Europa zu fahren. Der Plan: Die Ferienorte seiner Kindheit bereisen. Und das ausgerechnet im tristen November, wenn alles verlassen ist. Genau die richtige Zeit, um die europäischen Urlaubshochburgen auf Erinnerungen abzuklopfen: der erste Kuss, der erste Urlaub ohne Eltern oder die beste Pizza der Welt. Auf geht´s zu einer etwas anderen Reise in unser aller Vergangenheit!


A bissel was geht immer

Helmut Dietls letzter Film ist dieses Buch

Bis zu seinem Tod im Frühjahr 2015 hat der große Filmregisseur Helmut Dietl an seiner Autobiografie gearbeitet. Das Ergebnis ist ein Buch, mit dem Helmut Dietl uns noch einmal überrascht – als exzellenter Schriftsteller.

»Wer A bissel was geht immer liest, wird einem bisher unbekannten Helmut Dietl begegnen. Einem Helmut Dietl aus einer Zeit, als er noch nicht der Helmut Dietl war. Aus der Zeit vor den Münchner Geschichten, dem Monaco Franze und Kir Royal, vor Schtonk und vor Rossini.« Tamara Dietl


Paula Fürstenberg
Familie der geflügelten Tiger

Wie ist es, wenn man keine Erinnerungen hat an den eigenen Vater? Und keine an das Land namens DDR, in dem man geboren wurde? Wenn man auf das Gedächtnis anderer angewiesen ist, um die eigene Geschichte zu verstehen? Paula Fürstenberg erzählt zart, virtuos und voller feinem Humor von einer berührenden Vatersuche und von einer Tochter, die sich alte Fragen neu stellen muss. Von blinden Flecken, biografischen Brüchen und von der Notwendigkeit, eine Geschichte zu haben, in der man sich einrichten kann.

Lesung
Donnerstag, 20. Oktober um 20 Uhr, Open Books, Steinernes Haus am Römerberg


Katharina Hagena
Das Geräusch des Lichts

Kunstvoll, sprachmächtig und bewegend: Ein Buch über die Suche nach Wahrheit und Trost

Katharina Hagenas neuer Roman entführt uns in die Weite Kanadas, zu den Polarlichtern der Northwest Territories. Er erzählt von Menschen, die etwas verloren haben – die Liebe, eine Freundin, die Mutter oder sich selbst. Und von der rettenden Macht der Fantasie.

Lesung
Donnerstag, 20. Oktober um 17 Uhr, Open Books, Steinernes Haus am Römerberg


Christian Kracht
Die Toten

Die Toten führt uns mitten hinein in die gleißenden, fiebrigen frühen dreißiger Jahre, als die Moderne, besonders die Filmkultur, ihre vorerst letzte Blüte erlebte. In Berlin, »dem Spleen einer unsicheren, verkrampften, labilen Nation«, versucht ein Schweizer Filmregisseur, euphorisiert durch einen gewissen Siegfried Kracauer und eine gewisse Lotte Eisner, den ufa-Tycoon Alfred Hugenberg zur Finanzierung eines Films zu überreden, genauer gesagt: eines Gruselfilms, genauer gesagt: in Japan. Dort, auf der anderen Seite des Globus, bereitet zur selben Zeit der geheimnisvolle Japaner Masahiko Amakasu ein Komplott gegen die internationale Allmacht des Hollywoodfilms vor.

Lesung: Mittwoch, 19.10. um 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Katja Lange-Müller
Drehtür

Was vom Helfen übrig bleibt: Wie geht es jetzt weiter, fragt sich die ausgemusterte Krankenschwester Asta, nachdem sie von ihrem letzten Einsatz in Nicaragua zurückgekehrt ist. Über 20 Jahre war sie im Dienst internationaler Hilfsorganisationen tätig, was also braucht sie mehr, als gebraucht zu werden? Nun steht sie ratlos neben einer Drehtür am Münchener Flughafen, beobachtet Menschen, die sie an andere Menschen erinnern, lässt ihr abenteuerliches Leben Revue passieren und kann sich selbst weder helfen noch helfen lassen.

Katja Lange-Müller zeigt mit Sinn für Komik und Abgründiges, wie Erinnerung und Phantasie ineinanderfließen, wenn jemand um sein Leben erzählt.


Michael Mittermeier
Die Welt für Anfänger

Wenn ein Bayer anfängt, die Welt zu entdecken, ist das sehr komisch – für die Welt!
Seit Michael Mittermeier denken kann, ist er Anfänger, daheim und unterwegs. Der erste Schultag, das erste Mal, der erste Urlaub als Paar – alles ging gleich ohne Probe los. Die ersten Auftritte – zunächst in Bayern und dann in aller Welt. Klar, dass da nicht alles geklappt hat – aber ohne Scheitern gäbe es weniger zu lachen. In diesem Buch erzählt Michael Mittermeier die schönsten, schrägsten und lustigsten Geschichten aus seinem Leben als Anfänger. Am Ende sieht man die Welt selbst mit den Augen eines Komikers.


Klaus Modick
Ein Bild und tausend Worte

Unverzichtbar für alle Leser der Bestseller »Konzert ohne Dichter« und »Das Grau der Karolinen«: Klaus Modick liefert ausführliche und erhellende Entstehungsberichte zu seinen erfolgreichsten Romanen und bietet faszinierende Einblicke in seine Arbeit an und mit der Literatur.

»Klaus Modick fällt das Schwere leicht. Die Essays sind Spitzenstücke der literarischen Wiederbelebung.« Gerd Haffmans, Die Woche


Monika Peetz
Ausgerechnet wir

Auf der Suche nach der wahren Liebe muss man mit allem rechnen …

Tom wünscht sich nichts sehnlicher als eine Beziehung. Er vertraut Zahlen mehr als Menschen und begibt sich in die Fänge einer Datingsite, die ihre Kunden nach mathematischen Formeln zusammenbringt. Die Traumfrau ist schnell gefunden. Sie heißt Lisa. Leider ist sie unberechenbar. In der Liebe hilft kein Jonglieren mit Zahlen. Da braucht es Mut, Herz und 28 verrückte Ideen.


Kathrin Schmidt
Kapoks Schwestern

Große Geschichte aus kleinen Verhältnissen: Kathrin Schmidt erzählt von den spannungsreichen Beziehungen der Familien Kapok und Schaechter zwischen Krieg, Flucht, deutscher Teilung, Bespitzelung, vermeintlicher Freiheit − und von Liebe, Freundschaft, Schuld und Glück.

Lesungen
Mittwoch, 19. Oktober um 20 Uhr, Literatur im Römer
Freitag, 21. Oktober um 21.30 Uhr, Open Books, Frankfurter Römer


Volker Weidermann
Dichter treffen

Volker Weidermann spricht mit internationalen Schriftstellern über das Schreiben und das Leben, ihre Themen und ihre Herkunft, ihre Hoffnungen und ihre Ängste, die Vergangenheit und die Gegenwart, das Eigene und das Fremde. Er stellt konkrete Fragen und bekommt originelle und überraschende Antworten, und der Leser erhält tiefe Einblicke in das Leben und Werk der Porträtierten. Ein ganz eigener und aufschlussreicher Leitfaden durch die Literatur der letzten zwei Jahrzehnte!


Jürgen Wiebicke
Zu Fuß durch ein nervöses Land

Ein Land im Krisenmodus, die Welt in labilem Zustand, die Substanz der Demokratie in Gefahr – wie lässt sich dennoch ein gutes Leben leben? Der Philosoph und WDR-Journalist Jürgen Wiebicke hat sich auf den Weg durch unser Land gemacht, um die Gefühlslage in unserer Gesellschaft zu erkunden. Die gute Nachricht: Dabei ist
er vielen Menschen begegnet, die sich um mehr kümmern als um ihr privates Wohlbefinden. Sie haben erkannt, dass der so dringend notwendige Abschied von der Zuschauerdemokratie vor der eigenen Haustür beginnt.

Lesung
Freitag, 21. Oktober um 20 Uhr, Open Books, Haus am Dom


Arnon Grünberg
Muttermale

Otto Kadoke muss plötzlich für seine alte und gebrechliche Mutter sorgen. Diese neue Aufgabe ist für ihn in jeder Hinsicht eine Grenzerfahrung, beruflich und persönlich. Obwohl selbst Psychiater, lässt er jede professionelle Distanz fahren und gerät in die von wechselseitiger Abhängigkeit und bedingungsloser Liebe geprägten Abgründe der Mutter-Kind-Beziehung. Als Kadoke eine suizidgefährdete junge Frau, eine seiner Patientinnen, zur Pflege der Mutter ins Haus holt, gerät das Beziehungsgeflecht weiter unter Druck.

Lesung
Donnerstag, 20. Oktober um 17 Uhr, Open Books, Alte Nikolaikirche