80 Jahre Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues«

Der Klassiker der Weltliteratur ist am 29.01.1929 zum ersten Mal erschienen

Ein Kosmopolit, ein Liebender, ein leidenschaftlicher Kritiker seiner Zeit – Erich Maria Remarque hat mit seinen Romanen ein gewaltiges Sittengemälde seiner Zeit geschaffen, einer Epoche, die durch Krieg, Terror, Vertreibung, Gewalt und Lüge beherrscht war und in der menschliche Werte und Qualitäten, Liebe und Freundschaft, stets bedroht blieben.



»Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, daß es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hineingehen müssen …« Erich Maria Remarque, 1963

Remarques Klassikerroman Im Westen nichts Neues ist vor 80 Jahren erschienen. Darin schildert der Autor die Schrecken des ersten Weltkriegs und beschreibt aus Sicht des jungen Kriegsfreiwilligen Paul Bäumer den grausamen Überlebenskampf im Schützengraben.

Das Werk wurde in 55 Sprachen übersetzt und seit dem ersten Erscheinen am 29. Januar 1929 über 20 Millionen Mal gedruckt. Bereits 18 Monate nach der Erstausgabe des Anti-Kriegsromans zählte man die Millionste Ausgabe und zudem machte die ungeschminkte Darstellung des Krieges den Journalisten Erich Maria Remarque zu einer gefeierten Persönlichkeit von internationalem Format. 1933, als Remarque bereits im Ausland lebte, wurde der Roman verboten und erlebte nach dem 2. Weltkrieg eine Renaissance, die bis heute anhält.

Die besondere Qualität des Romans ist die Perspektive. Aus der Nachkriegszeit heraus wird die Frage gestellt, welche Verheerungen der Krieg in der Heimat und bei den Menschen angerichtet hat. Damit kommt eine innere Erfahrung zum Ausdruck, die aus dem furchtbaren Widerspruch zwischen dem Überlebt-Haben und dem Innerlich-Zerstörtsein entsteht.



Erich Maria Remarque

E.M. Remarque

Erich Maria Remarque, geboren 1898 in Osnabrück, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und ab 1924 in Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland, lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Er wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1941 lebte Remarque offiziell in den USA, erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.



Alle lieferbaren Titel von Erich Maria Remarque

Erich Maria Remarque bei Kiepenheuer & Witsch