Joachim Lottmann

Mai, Juni, Juli

Ein Roman

Mai, Juni, Juli

»Das ist kein Buch, das ist das Leben.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Soll er eher etwas Autobiographisches schreiben oder doch lieber einen DDR-Roman? Der namenlose Ich-Erzähler aus Mai, Juni, Juli streift durch eine deutsche Metropole, es ist Mitte der 80er Jahre und alle reden von Pop, Sex und Seele. Er will ein »großer Schriftsteller« werden, aber noch kommt er schlecht aus dem Bett und leidet an Depressionen. Es vergehen Wochen, Monate, und schon wieder ist ein Tag verloren, weil er kein Schreibmaschinenpapier zur Hand hat. Doch immerhin weiß er, was alles nicht vorkommen darf: keine verdammt gute Literatur, keine Monomanie, keine Exzesse, kein Tiefgang, keine geschmäcklerische Yuppie-Schreibe.

Für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gehört Mai, Juni, Juli zu den »anderen Klassikern« – den Büchern, die nicht im Kanon von Marcel Reich-Ranicki auftauchen, aber eine tiefe Spur im Gedächtnis einer heutigen, jüngeren Generation hinterlassen haben. Nicht zuletzt, weil es am Anfang dessen steht, was später unter dem Label Pop-Literatur subsumiert wurde, eine Abrechnung mit der nicht enden wollenden deutschen Nachkriegsliteratur: wütend, respektlos und ein wenig großkotzig.


KiWi-Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-03246-8
Erschienen am: 20.02.2003
256 Seiten, Broschur
Lieferbar

Preis

Deutschland
9,95 €
Österreich
10,30 €

Rezensionen

Über den Autor

Joachim Lottmann
Joachim Lottmann, geboren in Hamburg-Hochkamp, Kindheit in Belgisch-Kongo. Studium der Theatergeschichte (bei Diedrich Diederichsen) und Literaturwissenschaft (mit Maxim Biller) in Hamburg. 1986 Übersiedlung nach Köln, Romanerstling Mai, Juni, Juli (KiWi 767). Freundschaft mit Martin Kippenberger, der nach Die Frauen, die Kunst und der Staat mit dem Autor bricht und dafür sorgt, dass er in Ungnade fällt. 13 Jahre schlägt Lottmann sich als ... mehr

Mehr

Weitere Bücher von Joachim Lottmann

Alle Bücher von Joachim Lottmann

Lesetipps

Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft
Das große Stolpern
Mein Leben als Engländer
Waldstein oder Der Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005