J. M. G. Le Clézio

Der Yama-Baum und andere Geschichten

Der Yama-Baum und andere Geschichten

Eine Eloge auf die Stärke der Frauen und ein Appell an die Menschlichkeit: das neue Buch des Nobelpreisträgers

Im Mittelpunkt der Erzählungen stehen Menschen, meistens Frauen, die in existenziellen Krisensituationen, seien sie privater oder politischer Natur, Mensch und menschlich bleiben, indem sie sich auf das Ursprüngliche in sich selbst besinnen: mit geschärften Sinnen durchs Leben zu gehen und sich nicht korrumpieren zu lassen.
»Bis wohin sind wir bereit zu gehen? Bis zu welchem Punkt sind wir lebendig?« Diesen Fragen geht J.M.G. Le Clézio in seinem ersten Buch seit der Verleihung des Nobelpreises nach.
Die Heldinnen seiner Erzählungen durchleben private Krisen wie Ujine, die in einer komplizierten Liebesbeziehung schwanger wird, fast daran verzweifelt und dennoch die Stärke aufbringt, sich den Widrigkeiten des Lebens entgegenzustellen. Oder Fatou von der Insel La Gorée, deren Liebe allein stark genug ist, um ihren Verlobten zu suchen, zu finden, einen Lebenstraum zu begraben und eine neue Realität zu leben. Oder Mari, die in den Wirren des Bürgerkriegs in Liberia ihre Schulfreundin quer durchs Land in ein sicheres Versteck führt. Gemeinsam ist ihnen und allen anderen Figuren in Le Clézios meisterhaften Erzählungen ein fast mystisches Einfühlungsvermögen in die Kraft des Ursprünglichen, eine Erdverbundenheit und Vitalität, die sie in Krisensituationen über sich hinauswachsen lässt. Le Clézio gelingt es auf unnachahmliche Weise, jene intensiven Momente einzufangen, in denen der Mensch ganz auf sich zurückgeworfen scheint.


Kiepenheuer&Witsch
Titel der Originalausgabe: Histoire du pied et autres fantaisies
Aus dem Französischen von Uli Wittmann
ISBN: 978-3-462-04560-4
Erschienen am: 02.10.2013
368 Seiten, gebunden mit SU
Lieferbar

Preis

Deutschland
19,99 €
Österreich
20,60 €

Rezensionen

Über den Autor

J. M. G. Le Clézio
Jean Marie Gustave Le Clézio wurde am 13. April 1940 in Nizza geboren und ist in Roquebillière in der Nähe von Nizza aufgewachsen. Er besitzt die französische Staatsangehörigkeit ebenso wie die mauritische. Als Achtjähriger reiste er mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Afrika, um seinen Vater, einen britischen Tropenarzt in Nigeria und Kamerun, kennenzulernen. Dort verbrachte die Familie einige Zeit. 1958 begann er sein Englisch-Studium, zunächst in London und ... mehr

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