»Henda hokh!« – Deutsch für britische Soldaten

Leitfaden_beschnittenAls kleine Nachlese zum am Samstag von der »Stiftung Deutsche Sprache« begangenen »Tag der Deutschen Sprache« möchten wir uns an dieser Stelle der Außenwahrnehmung des Deutschen widmen. Rauh und kehlig würden wir klingen, einfache Grußformeln glichen Befehlen und insgesamt atme aus jedem Phonem unser allzu stark ausgeprägter Ordnungssinn, diese an Besessenheit grenzende Gier nach Vokalen, so wird einem von Nicht-Muttersprachlern immer wieder vorgehalten. So weit, so schlecht. Wie aber klingt das Deutsche, wenn englische Muttersprachler sich an ihm versuchen? Nicht weniger merkwürdig, so viel sei bereits verraten – oder was heißt  »Fairtsyoong«? Der Sprachführer im »Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944«, diesem kleinen, von Helge Malchow auf Christian Krachts Nachttisch unlängst wiederentdeckten Ratgeber, spricht da Bände! Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #12

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen acht Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen ab sofort in unserer neuen Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselnden zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow kürzlich den Proust-Fragebogen für Blogger aus. Artikel lesen ›

»Der Tag, an dem ich fliegen lernte«

U1_978-3-462-04705-9Wer kann schon von sich behaupten, dass Mario Vargas Llosa eine dazu gedrängt hat, einen Roman zu schreiben? Nicht eben viele, möchte man meinen. Stefanie Kremser ist so jemand. Zwischen den Welten zuhause ist sie als Kind deutschbolivanischer Eltern in Deutschland geboren und in Brasilien aufgewachsen, um dann mit 20 wieder nach Deutschland zurückzukehren. Heute lebt sie in Barcelona und Frankfurt und begreift ihre persönlichen Erinnerungen als »Leim«, der ihre »literarischen Puzzles« zusammenhält. So auch dieses, die Geschichte von Luisa, eines Mädchens auf der turbulenten Suche nach ihren Wurzeln. »Der Tag, an dem ich fliegen lernte«, ist jetzt bei uns erschienen. Artikel lesen ›

»Wie schreiben Sie eigentlich… Verena Güntner?«

AF_Güntner_VerenaVerena Güntner, 1978 in Ulm geboren, studierte Schauspiel an der Universität Mozarteum in Salzburg. Vier Jahre lang war sie festes Ensemblemitglied am Bremer Theater, seit 2007 ist sie als freischaffende Schauspielerin regelmäßig auf den Bühnen des Staatstheaters Wiesbaden und des Theaters Bonn zu sehen.
2012 erreichte sei mit einem Auszug aus dem Roman »Es bringen« die Finalrunde beim OpenMike in Berlin, 2013 machte sie den dritten Platz beim MDR-Literaturpreis und im selben Jahr gewann sie im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs den renommierten Kelag-Preis. Verena Güntner lebt in Berlin, »Es bringen« ist ihr erster Roman. Artikel lesen ›

Das Ohr auf die Schiene der Geschichten #5 Hans Nieswandt

Was unsere Autoren schreiben, wissen wir ja. Was sie lesen, erfahren wir in unserer Rubrik »12 Fragen an…«. Doch was hören Sie eigentlich? Beim Schreiben, beim Lesen, jeden Tag? Wir fragen nach, bei lebenden Autoren unseres Hauses und auch bei solchen, die uns schon vor einiger Zeit verlassen haben. Gut aufgelegte KiWi-Autoren verraten uns hier ihre unlektorierte Playlist, und wir legen unser Ohr auf die Schiene der Geschichten! Artikel lesen ›

Klara Nordin lässt tief blicken

Auch wenn der Sommer dieser Tage nicht so recht aus dem Knick kommen mag, zumindest nicht am Rhein, so liegt der Polarkreis den meisten doch gedanklich noch recht fern. Sollte er aber nicht, wie uns Klara Nordins Kriminalroman »Totenleuchten« lehrt. Denn in Jokkmokk am Polarkreis passieren Dinge, über die es sich auch im Hochsommer zu reden lohnt: Mord, Niedertracht und Husky-Rennen, um nur das Notwendigste zu nennen! Nordin lebt selbst seit Jahren in Lappland und möchte mit diesem kleinen Brief  ihre Leser in die verwunschene Welt jahrhundertealter samischer Familiengeheimnisse entführen, wo stille Wasser nicht nur tief, sondern auch sehr kalt sind. Artikel lesen ›

»20 Fragen an« Klaus Wowereit #4

© Peter Langer

© Peter Langer

Es ist zweifellos ein beinharter Job, fremden Leuten Fragen zu stellen, die Wahrheiten gebären sollen. Doch wer könnte ihn besser als Moritz von Uslar? Der Interviewer, der für das SZ-Magazin bis 2010 zunächst 100 Fragen stellte, um fortan im ZEITmagazin 99 zu stellen. Der, »der die Fragen stellt, die sich sonst keiner zu stellen traut, direkt, gleichermaßen unverschämt wie erhellend, auf Augenhöhe selbst mit internationalen Stars«. Wir freuen uns sehr, dass 20 seiner Interviews mit 100-1 Fragen nun mit dem sprechenden Titel »99 Fragen an« bei uns erschienen sind (wie zuvor bereits seine »100 Fragen an«). 2o erste Fragen dieser 20 Gespräche werden wir in loser Abfolge an dieser Stelle veröffentlichen, um Lust zu machen auf die restlichen 79 und um zu beweisen, »dass reden gegen jede Wahrscheinlichkeit doch möglich ist«, wie André Müller kurz vor seinem Tod feststellte. Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #11

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen acht Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen ab sofort in unserer neuen Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselnden zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow kürzlich den Proust-Fragebogen für Blogger aus. Artikel lesen ›

How to make a Hörbuch

Die KiWis sind die Besten! Zwei Wochen haben sie mich beim Büchermachen über die Schulter gucken lassen und sich auf jede Frage eingelassen, die sich die Mitarbeiterin eines Hörbuchverlags – in meinem Fall des Argon Verlags – nur ausdenken kann. Als kleine Gegenleistung würde ich allen unverbesserlichen Lesern gerne eine Vorstellung davon geben, wie man ein Hörbuch macht. Doch wo anfangen? Da Listen in privater sowie beruflicher Hinsicht ungemein strukturierende Wirkung haben, wie ich auf beeindruckende Weise von KiWi-Autor Peter Wittkamp gelernt habe,  versuche ich mich in 10 Punkten an der Beantwortung der Frage: „Warum es so großartig ist, in einem Hörbuchverlag zu arbeiten“ oder »How to make a Hörbuch?« Artikel lesen ›

20 Fragen an Phil Collins #3

© Peter Langer

© Peter Langer

Es ist zweifellos ein beinharter Job, fremden Leuten Fragen zu stellen, die Wahrheiten gebären sollen. Doch wer könnte ihn besser als Moritz von Uslar? Der Interviewer, der für das SZ-Magazin bis 2010 zunächst 100 Fragen stellte, um fortan im ZEITmagazin 99 zu stellen. Der, »der die Fragen stellt, die sich sonst keiner zu stellen traut, direkt, gleichermaßen unverschämt wie erhellend, auf Augenhöhe selbst mit internationalen Stars«. Wir freuen uns sehr, dass 20 seiner Interviews mit 100-1 Fragen nun mit dem sprechenden Titel »99 Fragen an« bei uns erschienen sind (wie zuvor bereits seine »100 Fragen an«). 2o erste Fragen dieser 20 Gespräche werden wir in loser Abfolge an dieser Stelle veröffentlichen, um Lust zu machen auf die restlichen 79 und um zu beweisen, »dass reden gegen jede Wahrscheinlichkeit doch möglich ist«, wie André Müller kurz vor seinem Tod feststellte. Artikel lesen ›