Meine Reise zu den Abschlüssen großer Reisen I

Von Olaf Petersenn

Die zweite Hälfte der letzten Woche wurde für mich zu einer »Sentimental Journey« der ganz besonderen Art. Am Mittwoch, den 30.11., machte ich mich auf den Weg nach Kiel, um die Verleihung der Ehrenprofessur an Feridun Zaimoglu mit diesem ausgezeichneten Autor gebührend zu feiern.

Es war gleichzeitig eine Rückkehr zu meinen eigenen Wurzeln, denn ich kam 1988 nach Kiel, um meinen Zivildienst zu leisten, und blieb bis 2001. Während meines Studiums an der Christian-Albrechts-Universität begegnete ich Feridun zum ersten Mal, es muss so um 1991 gewesen sein. In der Mensa II betrieb sein Kumpel Günter Senkel einen Büchertisch mit großer Auswahl und vielen neuwertigen Exemplaren. Einen großen Teil meiner Studienbibliothek erwarb ich dort, vor allem stw-Bände von Habermas, Rorty und Sennet, aber auch das Gesamtwerk Arthur Schnitzlers in Einzelbänden und vieles mehr.

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Viva liebt dich oder Alte Schwärme revisited

                                                           Von Stefanie Jacobs

Es muss irgendwann 1993 oder 1994 gewesen sein, ich war zwölf oder dreizehn. Mein obligatorisches Nachmittagsprogramm nach der Schule lautete „Interaktiv“ auf Viva, wegen der Musikvideos, klar, aber vor allem wegen Nils. In den war ich damals nämlich verknallt, so verknallt, wie man es nur mit dreizehn sein kann, und in dem Alter drängt so was ja ziemlich stark nach außen. Also, bei mir jedenfalls.

Weil ich ihm unbedingt auch mal was schicken wollte, zerschnitt ich ein altes T-Shirt meiner Mutter, besorgte mir von einer Freundin einen Rest goldener (!) Häkelborte und aus dem Badezimmer einen ordentlichen Batzen Watte, und daraus nähte ich – was sonst? – ein dickes, rotes Herz. Mit Filzstift schrieb ich riesengroß Nils darauf, verzierte das Ganze sicherheitshalber noch mit ein paar Extraherzchen und schickte meine kissengewordenen Teenagergefühle an „Interaktiv“. Und siehe da, nach langem Warten wurde eines Nachmittags tatsächlich mein Herz in die Kamera gehalten! Artikel lesen ›

Ausgezeichnet: Laudatio auf Shida Bazyar zum Ulla-Hahn-Autorenpreis 2016

Laudatio von Stephan Lohr, 19.11. 2016 in Monheim/Rhein

 

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von links nach rechts: Preisträgerin Shida Bazyar, Ulla Hahn, Daniel Zimmermann (Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein) © Ulla-Hahn-Haus

 

„Es gilt das gesprochene Wort!

Hermeskeil. Hermeskeil?  Den Namen des Ortes, in dem die Autorin geboren wurde , wie der rückwärtige Klappentext ihres ersten Buches verrät, kannte ich sowenig wie ich wusste, wo er lag. Weit weg, klein, Rheinland – Pfälzische Provinz, Hunsrück. Da kommt sie her…

Dann: Hildesheim. Größer als Hermeskeil, Bischofssitz der gleichnamigen Diözese, Ort grandioser romanischer Basiliken, Universitätsstadt, immerhin etwas über 100.000 Einwohner. Gehobene Provinz. Da hat die Autorin studiert.

Heute: Monheim, oder soll ich sagen: Dondorf?, am majestätischen Rhein gelegen, nobilitiert auch durch einen Roman, dessen Autorin dem heute verliehenen Preis ihren Namen leiht…

Allesamt Orte, in denen es selbst tagsüber ruhiger bleibt als es Nachts leise ist in Teheran…

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Ein Spaziergang mit Volker Kutscher – von Uwe Kalkowski (»Kaffeehaussitzer«)

Ein Spaziergang mit Volker Kutscher

In meinem Blog Kaffeehaussitzer habe ich mich schon mehrmals mit der Krimireihe rund um den Ermittler Gereon Rath beschäftigt. Die Reihe ist ein spannendes und faszinierendes Projekt, denn der Autor Volker Kutscher schafft es damit, die verhängnisvollsten Jahre in der deutschen Geschichte am Beispiel seiner Protagonisten zu erzählen. Gemeinsam mit Gereon Rath erleben wir das Ende der Weimarer Republik und den Weg in die Dunkelheit der Nazi-Diktatur. Und das alles verpackt als spannende Kriminalfälle mit akribisch recherchiertem historischen Hintergrund.

Vor einigen Wochen fragte mich Philipp Rusch – der sich beim Verlag Kiepenheuer & Witsch um die zahlreichen Social-Media-Kanäle kümmert – ob ich Interesse hätte, mich einmal mit Volker Kutscher zu treffen und aus dem Gespräch einen Beitrag für den KiWi-Blog zu verfassen. Klar, dass ich sofort zugesagt habe und so trafen wir uns an einem sonnigen Herbstnachmittag zu einem Spaziergang durch Köln-Klettenberg. Der Ort war nicht zufällig gewählt, da in Klettenberg Gereon Rath aufgewachsen ist. Deshalb dauerte es nur wenige Minuten, bis wir mitten im Thema waren. Denn Klettenberg ist auch einer der wenigen Stadtteile Kölns, der Bomberflotten und Beton-Architekten überstanden hat und heute kaum anders aussieht als vor 100 Jahren – prächtige Gründerzeithäuser säumen die kopfsteingepflasterten Straßen, aufwendig verzierte Jugendstil-Fassaden zeugen davon, dass dies schon immer eine gehobene Wohngegend war.

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Aus dem Notizbuch des Verlegers #27 (Michael Mittermeier + Buchverlosung)

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus.

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Bretonisches Kochbuch – 4 Rezepte für ein Bretonisches Menü

Willkommen in der Bretagne!

Kommissar Dupin liebt die grandiose Vielfalt der bretonischen Küche. Das Amiral in Concarneau ist sein Stammrestaurant. Hier beginnt und beendet der Kommissar für gewöhnlich seine Arbeitstage. In diesem prächtigen Kochbuch stellt Jean-Luc Bannalec zusammen mit seinen Freunden Arnaud und Catherine Lebossé, den Besitzern des Amiral, Kommissar Dupins Lieblingsgerichte vor und erzählt vom Salz der Guérande, der Austernzucht, dem Geheimnis der Crêpes und von der Magie seiner Bretagne.
Wir haben wir für Sie vorgeblättert und vier Rezepte für ein Bretonisches Menü zusammengestellt. Bon appétit!

 

Aperitif

venusmuscheln

 

Fricassée de praires au piment d’Espelette
Frikassée aus Venusmuscheln mit Piment d’Espelette Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #26 (Volker Weidermann)

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus.

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»Was ich liebe, was ich hasse« mit Arnon Grünberg

Für die Printausgabe des Tagesspiegels hat Arnon Grünberg den Fragebogen »Was ich liebe, was ich hasse« ausgefüllt. Da es nicht alle Antworten ins Blatt geschafft haben, zeigen wir hier euch hier die extended version.

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DAS MAG ICH

Darüber habe ich mich zuletzt gefreut:

Ich freue mich oft oder jedenfalls oft genug, wenn ich eine Whatsapp-Nachricht oder SMS von meiner Freundin zu bekommen. Wir sind nicht oft zusammen, sie lebt in Holland, ich in New York und auch wenn ich auf Lesereise bin, so wie jetzt, kommt sie meistens nicht mit. Kommunikation über Whatsapp oder SMS finde ich ohnehin sehr interessant. In 2015 hatte ich eine kurze Liebesbeziehung mit einer Fotografin, die fast nur aus Whatsapp und SMS-Nachrichten bestand. Wie haben uns zwei, drei mal gesehen, und sonst war es Whatsapp. Irgendwie hat sich das doch sehr intim und leidenschaftlich angefühlt. Ironisch an SMS und Whatsapp ist auch, dass es ein ziemlich klares Machtspiel werden kann. Man schweigt, wenn man böse ist oder man guckt einfach nicht aufs Handy. Meine heutige Freundin hat am Anfang unserer Beziehung mal geschrieben: »Du darfst mich verlassen, aber du darfst mich nicht vergessen.« Eine SMS ist ein Zeichen, dass man doch nicht ganz vergessen ist. Artikel lesen ›

Aus dem Notizbuch des Verlegers #25 (KiWi-Bibliothek und gute Musik)

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselungen zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus.

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Unverlangt eingesandt #2

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Auf vielfachen Wunsch, wie es so schön heißt (und es ist wahr! Sogar die Presse zeigte sich begeistert.), gibt es jetzt einen zweiten Teil von »Unverlangt eingesandt« (→ zum ersten Teil).
In dieser Episode beißen wir ins Gras, werden auf falschem Fuß erwischt und zum Dr. Sommer-Team für die ganze Familie, lassen uns nicht entmutigen, auch wenn die Aufforderung zur BAföG-Rückzahlung überraschend kam und sind peinlich berührt, ob einer unfreiwilligen »verlegerischen« Leistung. Artikel lesen ›