Aus dem Notizbuch des Verlegers #16

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen neun Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen in unserer Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselnden zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus. Artikel lesen ›

Hornbys Leben als Leser – September

© Sigrid Estrada

© Sigrid Estrada

Nick Hornby führt in der amerikanischen Literaturzeitschrift The Believer eine Art öffentliches Lesetagebuch. Unter der Überschrift »Zeug, das ich gelesen habe« erscheint dort eine monatliche Kolumne, die immer gleich beginnt: Hornby listet die Bücher auf, die er im vorangegangenen Monat gekauft hat, danach die Bücher, die er gelesen hat. Erfahrene Leser, vertraut mit den Unwägbarkeiten des Buchsammlerlebens, können sich denken, dass es in fast keinem Monat Überschneidungen zwischen den beiden Listen gibt. Hornbys Berichte bieten einen überraschenden, anregenden und witzigen Einblick in die Weite eines zutiefst toleranten und wohlmeinenden Intellekts. Hornbys Lektüre ist breit gefächert, seine Neugier ist unnachahmlich menschenfreundlich, gelegentlich aber auch sarkastisch. Die Kolumne führt die Leser zu großartigen Büchern aller Genres und Epochen, von verstaubt bis poppig, sie stellt womöglich übersehene, abgelehnte oder auch schlicht gekaufte und dann im Stapel anderer Bücher vergessene Werke vor. »Hornbys Leben als Leser«, diese Liebeserklärung ans Lesen, gibt es hier fortan als Kolumne, entnommen dem Buch »Weniger reden und öfter mal in die Badewanne«.

September

Gekaufte Bücher
Unser gemeinsamer Freund – Charles Dickens
Brooklyn: Historically Speaking – John B. Manbeck

Umsonst heruntergeladene Bücher
Unser gemeinsamer Freund – Charles Dickens
Huckleberry Finns Abenteuer – Mark Twain
Babbitt – Sinclair Lewis

Gelesene Bücher
Live from New York: An Uncensored History of Saturday Night Live – Tom Shales und James Andrew Miller
Brooklyn – Colm Tóibín
Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten – Muriel Spark
Im Aufruhr jener Tage – Dennis Lehane (halb)
Vorsätzlich herumlungern – Muriel Spark (halb)
Der letzte Schliff – Muriel Spark (halb)
Tinkers – Paul Harding (ein Drittel) Artikel lesen ›

Die Autorenwand #22: Christoph Schlingensief

Jeden Donnerstag veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Bild von der KiWi-Autorenwand. Bei Instagram, facebook und twitter kannst Du die Bilder unter den Hashtags #Autorenwand, #ErsterSatz, vielleicht auch unter #200shadesofgrey finden. Die Reihenfolge der Autoren ist vollkommen dem Zufall überlassen. Nur eines bleibt von Bild zu Bild gleich: Genannt wird immer das erste KiWi-Buch des Autors, zusammen mit dem ersten Satz aus selbigem. Wenn Du mehr über die Autorenwand erfahren willst, lies bitte den Blog-Artikel »Autoren an der Wand«Artikel lesen ›

Erinnerungen an E.L. Doctorow von Reinhold Neven DuMont

Ed Doctorow 1990

Von Reinhold Neven DuMont

Ed Doctorow erinnerte mich an einen väterlichen Freund, einen Kunsthistoriker, der versucht hat, mir zwischen Abitur und Studienbeginn in London das Betrachten von Bildern beizubringen. Doctorow vertrat die Meinung, dass jeder, der ein literarisches Gespür hat und die Lust am Lesen kennt, die Fähigkeit hätte, zumindest ein Buch zu schreiben. »In jedem Menschen steckt der Stoff für eine kleine Bibliothek«, pflegte er zu sagen. Er wollte mich nicht vom Verlegen abbringen, meinte aber, ich könnte eine Pause einlegen und einen Roman schreiben. Das wäre gar nicht so schwierig. Artikel lesen ›

»Dem kann man zu hundert Prozent vertrauen, der dreht uns keinen Blödsinn an!«

Mona 8 Uhr 30

Die Kollegin aus dem Lektorat: Mona Lang

Unterwegs mit KiWi-Vertreter Stephan Lehmann

Darf ich mal mit?

… fragte die Lektoratsmitarbeiterin (ich) frech den Buchhandelsvertreter Stephan Lehmann, nachdem ihr diverse Buchhändler zum x-ten Mal von ihm und seiner Arbeit vorgeschwärmt hatten: „Dem kann man zu hundert Prozent vertrauen, der dreht uns keinen Blödsinn an!“ Schluck! Blödsinn? Aber wir verlegen doch gar keinen …

Was ich zu wissen glaubte, war: Es geht alles sehr schnell. Und: Es geht nicht allzu viel um den Inhalt des jeweiligen Buches. Genau davor warnt mich Stephan auch noch mal sanft bei unserem schnellen Kaffee um 9 Uhr morgens in Bad Godesberg, kurz vor unserem ersten Termin in der wunderbaren Parkbuchhandlung. Ich hatte mir gewünscht, in meiner Heimatstadt Bonn mitzureisen, dort kenne ich die meisten Buchhandlungen, teilweise die Buchhändler. Kann ja nicht schaden. Artikel lesen ›

Backlist der verlorenen Herzen #1 (Jutta Wallrafen über »Lunar Park« von Bret Easton Ellis)

Was zunächst klingt wie ein trostspendendes Kuchenrezept, ist in Wahrheit das Rückgrat, das Profil eines Verlages, die Crème de la Crème aller Bucherscheinungen. Unter dem Begriff Backlist bezeichnen Verlage nämlich das Verzeichnis aller lieferbaren (und verkäuflichen) Bücher, die keine Neuerscheinungen sind.

Mit dieser neuen Rubrik möchten wir mit Ihnen einen Ritt durch die Backlist von KiWi unternehmen und eine Inventur der bleibenden Eindrücke machen. Zu diesem Anlass haben wir unsere Kollegen gebeten, ihr liebstes KiWi zu präsentieren, Schätze zu heben oder längst zu Klassikern gewordene Titel vorzustellen. Von Büchern zu erzählen, an die sie einst ihr Herz verloren.
Kurz: KiWis stellen KiWis vor.

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Aus dem Notizbuch des Verlegers #15

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen acht Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen ab sofort in unserer neuen Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselnden zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow den Proust-Fragebogen für Blogger aus. Artikel lesen ›

Hornbys Leben als Leser – Juli/August

© Sigrid Estrada

© Sigrid Estrada

Nick Hornby führt in der amerikanischen Literaturzeitschrift The Believer eine Art öffentliches Lesetagebuch. Unter der Überschrift »Zeug, das ich gelesen habe« erscheint dort eine monatliche Kolumne, die immer gleich beginnt: Hornby listet die Bücher auf, die er im vorangegangenen Monat gekauft hat, danach die Bücher, die er gelesen hat. Erfahrene Leser, vertraut mit den Unwägbarkeiten des Buchsammlerlebens, können sich denken, dass es in fast keinem Monat Überschneidungen zwischen den beiden Listen gibt. Hornbys Berichte bieten einen überraschenden, anregenden und witzigen Einblick in die Weite eines zutiefst toleranten und wohlmeinenden Intellekts. Hornbys Lektüre ist breit gefächert, seine Neugier ist unnachahmlich menschenfreundlich, gelegentlich aber auch sarkastisch. Die Kolumne führt die Leser zu großartigen Büchern aller Genres und Epochen, von verstaubt bis poppig, sie stellt womöglich übersehene, abgelehnte oder auch schlicht gekaufte und dann im Stapel anderer Bücher vergessene Werke vor. »Hornbys Leben als Leser«, diese Liebeserklärung ans Lesen, gibt es hier fortan als Kolumne, entnommen dem Buch »Weniger reden und öfter mal in die Badewanne«.

Monat Juli

Gekaufte Bücher
The Lodger Shakespeare: His Life on Silver Street – Charles Nicholl
Unter einem Dach – Nina Bawden
»Töte mich!« – Muriel Spark
Peter Pan – J. M. Barrie
Feuer vom Olymp – Mary Renault
Live from New York: An Uncensored History of Saturday Night Live – Tom Shales und James Andrew Miller
So viele weitere Romane von Muriel Spark, dass man sie nicht ohne Scheu aufzählen kann

Gelesene Bücher
Who Is It That Can Tell Me Who I Am?: The Journal of a Psychotherapist – Jane Haynes
Unter einem Dach – Nina Bawden
»Töte mich!« – Muriel Spark
Die Blütezeit der Miss Jean Brodie – Muriel Spark
Ich bin Mrs. Hawkins – Muriel Spark Artikel lesen ›

Ein Schild sagt mehr als 1000 Worte

Bei SPIEGEL ONLINE gibt es jeden Tag etwas zu lachen. Hier nur manchmal, aber heute ist so ein Tag. Die Satire-Rubrik SPAM jedenfalls veröffentlicht Fotos von Schildern, die den Irrsinn unserer Zeit zeigen – oder Kurzschlüsse im Kopf. Kioske werben ungeniert mit »Alkoholikerbedarf«, Telekom-Unternehmen melden »Internet – jetzt auch im Ausland«, eine offene Stelle soll so besetzt werden: »Wir suchen: vier Männer oder eine Frau«! Hunderttausende Leser lesen, kommentieren und schicken die Fotos an Freunde und Kollegen weiter – und senden selbst neue ein! Martin Sonneborn und Georg Behrend haben die Allerbesten ausgesucht und stellen sie in diesem Buch vor. Es beweist: Die besten Bilderwitze sind Schilderwitze. Eine kleine Auswahl stellen wir Ihnen hier vor:

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»Guter Rat, den wir weitergeben und auch noch erweitern möchten: Bitte fallen Sie immer vorsichtig!«

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