Irvine Welsh

Irvine Welsh

Foto © Steve Double

Irvine Welsh wurde am 27. September 1958 in Edinburgh, Schottland, geboren. Mit 16 Jahren verließ er die Ainslie Park Secondary School und hielt sich mit kleinen Jobs überm Wasser. Ende der 70er zog er nach London und tauchte in die Punk Szene der Stadt ein. Er spielte in diversen Bands Gitarre und sang. Nachdem er Ende der 80er Jahre wieder nach Edinburgh zurückgekehrt ist, arbeitete Welsh beim städtischen Bauamt und nahm ein MBS-Studium an der Heriot Watt University auf. In Edinburgh begann Irvine Welsh zu schreiben, inspiriert durch Begegnungen mit den Schriftstellern Duncan McLean, Barry Graham, Alan Warner und Paul Reekie. Ende 1995 gab Welsh seine Jobs auf und konzentrierte sich ausschließlich auf das Schreiben. Er ist verheiratet und lebt in Dublin und Miami Beach.

Werk
Irvine Welsh landete bereits mit seinem ersten Roman Trainspotting einen Bestseller. Zu der Geschichte über die schottische Drogenszene rund um den Protagonisten Mark Renton, inspirierten Welsh seine alten Tagebücher. Nachdem es in einigen Zeitschriften auszugsweise publiziert wurde, empfahl Duncan McLean den Roman Robin Robertson, dem damaligen Cheflektor von Secker & Warburg. Dieser veröffentlichte Trainspotting, obwohl er nicht an kommerziellen Erfolg glaubte. Der Roman genießt bis heute Kultstatus, war für den Booker Prize nominiert und ist erfolgreich von Danny Boyle, mit Ewan McGregor in der Hauptrolle, verfilmt worden.
Im Folgenden veröffentlichte Welsh zahlreiche Romane und Kurzgeschichten, darunter Bestseller wie Crime und Drecksau, die vom Publikum stets begeistert aufgenommen wurden, im klassischen Feuilleton allerdings kontroverse Diskussionen auslösten. Bis heute polarisiert Irvine Welsh durch seine Themenwahl, soziale Missstände, Rauschmittelsucht und immer wieder die Geschichte Schottlands, und die (bisweilen sehr drastische) Erzählweise.

Auszeichnungen
2002 Shortlist zum Saltire Society Scottish Book of the Year Award für Porno
1994 Scottish Arts Council Book Award für Trainspotting

Publikationen

Romane und Kurzgeschichtensammlungen
• Past tense: Four stories from a novel, Past tense: Four stories from a novel 1992.
• Trainspotting, aus dem Englischen von Peter Torberg, Rogner&Bernhard, Frankfurt am Main 1996. (OT: Trainspotting, Secker & Warburg 1993)
• The Acid House, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 1999. (OT: The Acid House, Jonathan Cape 1994)
• Marabou Stork Nightmares, Jonathan Cape 1995.
• Ecstasy, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 1997. (OT: Ecstasy, Jonathan Cape 1996)
• Drecksau, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 1999. (OT: Filth, Jonathan Cape 1998)
• Der Durchblicker, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 1998.
• Klebstoff, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 2002. (OT: Glue, Jonathan Cape 2001)
• Porno, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann; Kiepenheuer&Witsch 2004. (OT: Porno, Jonathan Cape 2002)
• Alive and Kicking: A Story of Crime, Addiction and Redemption in Glasgow’s Gangland, mit David Bryce and Simon Pia, Mainstream Publishing 2005.
• One City, mit Ian Rankin und Alexander McCall Smith, Polygon 2006.
• Die Bettgeschichten der Meisterköche, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 2008. (OT: The Bedroom Secrets of the Master Chefs, Jonathan Cape 2006)
• Dann lieber gleich arbeiten, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 2009. (OT: If You Liked School, You’ll Love Work, Jonathan Cape 2008)
• Crime, aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann, Kiepenheuer & Witsch 2011. (OT: Crime, Jonathan Cape 2008)
• Reheated Cabbage, Jonathan Cape 2009.Skagboys, aus dem Englischen von Daniel Müller, Heyne, München 2013. (OT: Skagboys, Jonathan Cape 2012)
• The Sex Lives of Siamese Twins, Jonathan Cape 2014.

Herausgaben
• Days Like This: A Portrait of Scotland Through the Extraordinary Stories of Its People, Luath Press 2009.

Kurzgeschichten
• The Rosewell Incident, in Children of Albion Rovers: An Anthology of New Scottish Writing, Canongate Books/Rebel Inc. 1997
• In The Weekenders: Travels in the Heart of Africa, Ebury Press 2001.
• In The Weekenders: Adventures in Calcutta, Ebury Press 2004.
• My special day, in Days Like This, Luath Press 2009.

Theaterstücke
• You’ll Have Had Your Hole, Uraufführung Februar 1998.
• Babylon Heights, mit Dean Cavanagh, Uraufführung Juni 2006.

Theateradaptionen
• Marabou Stork Nightmares
• Glue
• Trainspotting, Uraufführung April 1994.
• Ecstasy, Uraufführung August 1998.
• Filth, Uraufführung September 1999.

Drehbücher
• Dose, Kurzfilm, Drehbuch Irvine Welsh & Dean Cavanagh 2003.
• Bad Blood, Kurzfilm 2004.
• Wedding Belles, 2007.
• Nuts, Kurzfilm, Drehbuch und Regie Irvine Welsh 2007.
• The New Ten Commandments, Kurzfilm 2008.
• Good Arrows, 2009.
• The Magnificent Eleven, Drehbuch Pete Adams, Irvine Welsh und John Adams, 2013.

Verfilmungen
• Trainspotting, 1996.
• The Acid House, 1998.
• Ecstasy, 2011.
• Drecksau, 2013

Drehbücher zu Musikvideos
• Atlantic – Keane
• It’s over – Gene


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