»Der Spaß an der Sache« Alle Essays von David Foster Wallace
DFW Cover

»Der Spaß an der Sache«

Alle Essays von David Foster Wallace

»Eine Kompetenzgranate mit Dauerzündung, die unterhalten, aber nicht unterfordern will« Ulrich Blumenbach.

Zum zehnten Todestag des wichtigsten amerikanischen Autors seiner Generation erscheinen alle Essays in einem Band. Gerade die Essays und Reportagen sind für viele Kritiker und Leser Wallace’ Königsdisziplin, und in dieser nach Themen geordneten Anthologie sind seine Beobachtungsschärfe und sprachliche Brillanz neu zu entdecken. Neben Romanen und Erzählungen hat David Foster Wallace immer auch Essays geschrieben, mal im Auftrag von Zeitschriften und Zeitungen, mal für Sammlungen. Zu den bekanntesten gehört sicherlich »Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich«, sein berühmter Text über die Reise auf einem Kreuzfahrtschiff, und »Das hier ist Wasser«. Dieses monumentale Buch versammelt alle Sachtexte des großen amerikanischen Autors. Ulrich Blumenbach, der längst zur deutschen Stimme Wallace’ geworden ist, hat die Essays in diesem finalen Band nach Themengebieten geordnet: Von Tennis über Ästhetik, Sprache & Literatur, Politik, Film & Fernsehen, die Unterhaltungsindustrie und Leben & Liebe reicht die Bandbreite. So ist Wallace in all seiner Brillanz in diesen höchst unterhaltsamen und klugen Texten aufs Neue zu entdecken und zu bewundern.

33 Essays, davon 29 deutschsprachige Erstveröffentlichungen

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Der Autor

Die Kurzvita

David Foster Wallace wurde am 21. Februar 1962 in Ithaca, New York geboren. Schon als Kind und Teenager zeichnete sich Wallace durch hohe intellektuelle Begabung aus, die noch offensichtlicher wurde, als er im Herbst 1980 sein Studium der Logik, Philosophie und Mathematik am Amherst College in Massachusetts begann. Wegen einer schweren depressiven Phase musste Wallace Ende des dritten Semesters sein Studium unterbrechen, kehrte im Herbst 1982 aber auf den Campus zurück. Etwa ein Jahr später, Wallace hatte sich als Folge einer weiteren Depressionsphase vom Studium zurückgezogen, schrieb er eine seiner ersten Kurzgeschichten – Der Planet Trillaphon in seinem Verhältnis zur Üblen Sache. 1985 schloss er das Bachelorstudium mit der Auszeichnung summa cum laude ab. 1987 beendete er auch das Masterstudium in Kreativem Schreiben an der University of Arizona. Seit 2002 war Wallace Professor für englische Literatur und Kreatives Schreiben am Pomona College in Claremont in Kalifornien.
Der Schriftsteller war seit 2004 mit der Malerin Karen L. Green verheiratet. Am 12. September 2008 nahm sich David Foster Wallace in seinem Haus in Kalifornien das Leben.

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Foto: © picture alliance/Leemage


Vorwort: Eine Kultur im Selbstgespräch

Zu den Essays von David Foster Wallace von Herausgeber Ulrich Blumenbach

»David Foster Wallace war als Journalist berühmt und berüchtigt. Berüchtigt bei den Herausgebern und Redakteuren der Zeitschriften, für die er schrieb, weil er sämtliche Längenvorgaben gnadenlos überschritt und hinterher jedes Wort mit Zähnen und Klauen verteidigte. Berühmt bei der Leserschaft wegen seiner adrenalinintensiven Kickstartprosa und bei seinen Kollegen und Kolleginnen aus Journalismus und Literatur, für die er die Latte des New Journalism oder Gonzo-Journalismus immer höher legte…«

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Der Herausgeber Ulrich Blumenbach

Ulrich Blumenbach hat Anglistik und Germanistik in Münster, Sheffield und Berlin studiert und arbeitet seit 1993 als literarischer Übersetzer aus dem Englischen und Amerikanischen sowie als Gelegenheitslektor und -kritiker.

Auszeichnungen

2009 Hieronymus-Ring
2009 Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung
2010 Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse
2010 Kurd-Laßwitz-Preis für die beste SF-Übersetzung des Jahres 2009

Foro: © Yvonne Böhler


Der Spaß an der Sache

»Eine Kompetenzgranate mit Dauerzündung, die unterhalten, aber nicht unterfordern will« Ulrich Blumenbach.

Zum zehnten Todestag des wichtigsten amerikanischen Autors seiner Generation erscheinen alle Essays in einem Band. Gerade die Essays und Reportagen sind für viele Kritiker und Leser Wallace’ Königsdisziplin, und in dieser nach Themen geordneten Anthologie sind seine Beobachtungsschärfe und sprachliche Brillanz neu zu entdecken. Neben Romanen und Erzählungen hat David Foster Wallace immer auch Essays geschrieben, mal im Auftrag von Zeitschriften und Zeitungen, mal für Sammlungen. Zu den bekanntesten gehört sicherlich »Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich«, sein berühmter Text über die Reise auf einem Kreuzfahrtschiff, und »Das hier ist Wasser«. Dieses monumentale Buch versammelt alle Sachtexte des großen amerikanischen Autors. Ulrich Blumenbach, der längst zur deutschen Stimme Wallace’ geworden ist, hat die Essays in diesem finalen Band nach Themengebieten geordnet: Von Tennis über Ästhetik, Sprache & Literatur, Politik, Film & Fernsehen, die Unterhaltungsindustrie und Leben & Liebe reicht die Bandbreite. So ist Wallace in all seiner Brillanz in diesen höchst unterhaltsamen und klugen Texten aufs Neue zu entdecken und zu bewundern.


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von Hannes Ulbrich

Eine Lokalzeitung in Peoria, Illinois, berichtet vom Tod des Steuerprüfers Frederick Blumquist, der nach einem letalen Herzinfarkt vier Tage lang reglos am Arbeitsplatz eines Großraumbüros saß, ehe ein Mitarbeiter überhaupt Notiz von dessen Ableben nahm.
Ein internes Memorandum der Steuerbehörde listet die häufigsten Krankheitssymptome unter Beschäftigten der Steuerprüfstelle auf. „Herzinfarkt“ ist nicht darunter; Frederick Blumquist ist durchs Raster der sonst so kleinkarierten Bürokratie gefallen.
David Foster Wallace oder DFW, wie er von der verehrenden Schar genannt wird, ist ein grandioser Beobachter und ein virtuoser Figurenzeichner. In seinem posthum erschienenen Romanfragment Der bleiche König verbindet er diese Fähigkeiten zu einer Tragödie des Menschen und zu einer fantastischen Deklination der Langeweile.

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