Vierundzwanzig Türen #15 (Heike Aumann, Empfang / Zentrale)

2013 haben wir unsere Autoren gefragt, ob sie für uns ihre Türen öffnen möchten. Bei Klaus Modick borgten wir uns für unseren Adventskalender den Titel seines Romans »Vierundzwanzig Türen«. Klaus Modick war übrigens auch der erste unserer Autoren, der uns einen kleinen Einblick in sein Reich gewährte.
Zwei Jahre später, 2015, haben wir bei Buchbloggern und Buchhändlern angeklopft. Wir wollten wissen, »Wer bist Du, was sind Deine Orte«? Und wir fragten, welches Buch aus unserem Programm sie Ihnen, unseren Lesern, empfehlen möchten.

2017 – Der Bahnhofsvorplatz erstrahlt, dieses Jahr kehren wir vor unserer eigenen Tür: Vierundzwanzig Mitarbeiter von KiWi stellen ein Buch vor, das sie besonders beeindruckt hat – und verlosen es bei Instagram und bei Facebook. Viel Vergnügen!

Tür 15: Heike Aumann (Empfang / Zentrale) über »Ikarien« von Uwe Timm

»Bücher, die vom Zweiten Weltkrieg handeln, gehören gewöhnlich nicht zu denen, auf die ich mich sofort stürze. Auch Ikarien, fürchtete ich, würde ich wegen der Schwere dieser Thematik schnell wieder weglegen. Doch weit gefehlt! Es ist erstaunlich, wie unterhaltsam und leicht, wie spannend und berührend Uwe Timm diese Geschichte erzählt, ohne dabei die Tragweite des Krieges zu verharmlosen oder zu beschönigen. Er schafft es, dass man sich selbst auf einen so schwierigen Gegenstand wie die Eugenik einlassen kann. Komplexe Fragen zu Moral, Wissenschaft, Medizin, Ethik und Lebensführung werden uns Lesern durch den jungen Michael Hansen nahegebracht: Der sympathische, lebenshungrige Deutschamerikaner gerät auf die Spur eines Eugenikers, dessen Ideale bis ins 19. Jahrhundert und zu utopischen gesellschaftlichen Projekten zurückreichen.
Auf seiner Reise begegnen ihm diverse Liebes- und Lebensabenteuer …
Ich könnte noch so viel mehr über den Roman sagen, aber vor allem zeigt uns »Ikarien«, wie wir aus der Vergangenheit lernen können, um in der Gegenwart die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Ich wünsche diesem wichtigen Buch viele, viele Leser. Möge es unter etlichen Weihnachtsbäumen liegen!«

 

 

5 Kommentare

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  1. Sibylle K

    Wer in der Gegenwart die Vergangenhrit vergisst verliert die Zukunft

  2. Roland

    Die Vergangenheit kann uns wichtige Hinweise für die Zukunft geben.

  3. Markus

    Ich habe von “Eugenik” keine Ahnung. Schon deshalb interessiert mich das Buch sehr …

  4. Sagota

    Ein Autor, der mich auch schon länger sehr interessiert – und dessen Bücher ich noch immer nicht gelesen habe! Also einer der Gründe, in den Lostopf zu springen – würde mich freuen, nach Ikarien reisen zu dürfen: Ich war noch nie dort! 😉

  5. K.Waldmann

    Das Vergangene lässt sich oft erst in der Gegenwart verstehen…., ich würde das Buch sehr gerne lesen um mein eigenes Leben besser zu begreifen…

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