12 Fragen an Shida Bazyar #20

12 Fragen an Shida Bazyar

In den Salons des 19. Jahrhunderts waren Fragebögen ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Marcel Proust beantwortete auf einer Geburtstagsparty einen Fragebogen, der ob des berühmten Antwortgebers vielerorts gerne veröffentlicht wird und 38 Fragen umfasst. Wir möchten uns im Vergleich dazu aufs Wesentliche beschränken, und bitten an dieser Stelle unsere Autoren um Antworten auf 12 Fragen. Fragen, die um das Schreiben kreisen, die uns auf der Zunge brennen und am Herzen liegen.

 

12 Fragen an Shida Bazyar


Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, bevor sie nach Berlin zog, um ein Doppelleben zu führen. Halbtags ist sie Bildungsreferentin für junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in Brandenburg machen, die verbleibende Zeit verbringt sie als Autorin. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Februar 2016 erschien ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran«.

 

1. Welche Bücher liegen gerade neben ihrem Bett?

»Arbeitshilfen zur Anwendung der Analysekategorie ‘Gender-Diversity’ in Gender-Mainstreaming-Prozessen» und mein eBook-Reader

2. Und welche unter Ihrem Bett?

Keine. Nur leere Reisetaschen …

3. Welchem Schriftsteller wurde bislang nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt?

Ich weiß nicht. Vielleicht kenne ich nur die, denen Aufmerksamkeit geschenkt wird.

4. Welchem Buch wollten Sie zuletzt wehtun, es gar gegen die Wand werfen? Können Sie Bücher überhaupt wegwerfen?

Nein, kann ich nicht. Aber »Die Blechtrommel« hat mich so genervt, dass ich es beim Zimmer-Lüften immer ins Fenster geklemmpt habe … Perfekte Größe!

5. Ihr Lieblingsbuch als Kind?

Pippi Langstrumpf

6. Haben Sie sich schon mal in eine literarische Figur verliebt? In eine eigene?

Ich war immer verliebt in Huckleberry Finn. Und in Josephine March aus »Little Women«. In meine eigenen Figuren aber nicht.  Das würde sich nach Inzest anfühlen.

7. Über den Tod welcher literarischen Figur haben Sie sich gefreut?

Teryl aus »Die Brüder Löwenherz«

8. Welches Buch hätten Sie gern geschrieben?

Harry Potter

9. Welchem Buch wären Sie lieber nie begegnet?

Eigentlich waren die alle ganz in Ordnung. Oder ich habe sie schnell vergessen.

10. Sie dürften nur noch ein Buch bis zum Ende Ihres Lebens lesen: Welches wäre das?

Die Bibel (aber nicht aus religiösen Gründen, nur wegen der vielen, abwechslungsreichen Geschichten)

11. Beunruhigt Sie die Vorstellung, Sie hätten nie etwas geschrieben? Was wären Sie geworden, wenn Sie kein Autor geworden wären?

Ich würde halbtags als Bildungsreferentin für Menschen im Freiwilligen Ökologischen Jahr arbeiten. Die verbleibende Zeit würde ich lesen. Das find ich nicht beunruhigend!

12. Wo kaufen Sie Ihre Bücher? Online, im Buchladen, per Download? Neu oder gebraucht?

Seit einer Woche habe ich online als download entdeckt. Seitdem bin ich süchtig. Leider. Eigentlich nämlich bin ich Fan von Buchhandlungen.

Vielen Dank!

AF_Bazyar_Shida
Shida Bazyar

1 Kommentar

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  1. Susanne Becker

    Finde ich sehr sympathisch – vor allem die Blechtrommel als Fensteroffenhalter 🙂
    Ist es möglich, ein Rezensionsexemplar zu bekommen? Ich würde das Buch wahnsinnig gern auf meinem Blog besprechen! Es wurde mir schon mehrfach sehr empfohlen!
    Danke und herzliche Grüße aus Berlin
    Susanne Becker

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