»Man muss die Finnen feiern, wie sie fallen«

Coverreihe

 

Finnland ist cool, die Finnen nicht minder.

So lehrte das spätestens die diesjährige Frankfurter Buchmesse. »Brain Poetry« konnte man sich dort im finnländischen Pavillon auf kleinen, an Bürgeramt-Wartezettel erinnernden Bons ausdrucken lassen. Doch »Brain« ist in der finnischen Literatur auch ohne Kassenzettel-Ästhetik überreich vorhanden, wie Sofi Oksanen neben vielen anderen (Katja Kettu) dieser Tage aufs schönste unter Beweis stellt.
In ihrem neuesten Roman »Als die Tauben verschwanden« spürt »Finnlands dunkle Königin« (ZEIT) dem Schicksal dreier Esten während des Zweiten Weltkriegs nach: Roland, einem prinzipientreuen estnischen Freiheitskämpfer, seinem machthungrigen, skrupellosen Cousin Edgar und dessen Frau Juudit, die sich in einen deutschen Offizier verliebt. Und auch in ihrer Eröffnungsrede der Frankfurter Buchmesse beschäftigt sich Oskaren mit der finnischen Geschichte und ihren Protagonisten, u.a. beantwortet sie die heiß diskutierte Frage, warum der Weihnachtsmann Finnisch spricht.
In unserer Messe-Rückschau möchten wir uns deshalb dieses Jahr auf die Medienberichte konzentrieren, die sich mit dem Ehrengast Finnland und seinen literarischen Vertretern auseinandersetzen und wünschen Ihnen dabei: Pitäkää hauskaa [Viel Vergnügen]!

Finnischer Pavillon
Finnischer Pavillon

»Manchmal ist es einfacher, Bücher zu veröffentlichen als Geschichtsforschung zu betreiben.«

Warum? Hier mehr erfahren:

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/178397/index.html

Gerade finnische Schriftstellerinnen haben viel über Finnland heute zu erzählen. Da, wo Bibliotheken zu Ausflugszielen für Familien werden, kann so viel nicht schieflaufen, mag sich der europäische Nachbar denken und behält in den meisten Fällen wohl recht. Doch woher kommt dann der Ausspruch »Die spinnen, die Finnen«?
Antworten gibt es hier: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/hr/2014/sendung_vom_12102014-104.html

©Toni Härkönen
©Toni Härkönen

»Sofi Oksanen ist mir ihrer spektakulären Erscheinung ein Fest für jede Kamera.« Sie ist das literarische Aushängeschild einer Nation, die es als Staat noch nicht sehr lange gibt. Eine aufregende Finnin ist Sofi Oksanen in jeder Hinsicht, wie aufregend ist hier zu erleben:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2258720/Eine-aufregende-Finnin#/beitrag/video/2258720/Eine-aufregende-Finnin

Brecht sagte einmal, dass die Finnen »zweisprachig schweigen.« Was bedeutet die finnische Sprache für die finnische Identität? Der erste finnische Roman »Kallela« wurde jedenfalls von einem unserer Namensvettern geschrieben, Alexis Kiwi. Und was hat es mit dem »Leseverhör« auf sich?

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=46583

Im ORF spricht Sofi Oksanen über ihren neuen Roman »Als die Tauben verschwanden«, die Passivform und einer von ihr versuchten »Autopsie der Kollaboration«. Denn schließlich wird Geschichte immer auch von Menschen gemacht!

http://oe1.orf.at/artikel/388610

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