12 Fragen an Monika Peetz #3

In den Salons des 19. Jahrhunderts waren Fragebögen ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Marcel Proust beantwortete auf einer Geburtstagsparty einen Fragebogen, der ob des berühmten Antwortgebers vielerorts gerne veröffentlicht wird und 38 Fragen umfasst. Wir möchten uns im Vergleich dazu aufs Wesentliche beschränken, und bitten an dieser Stelle unsere Autoren um Antworten auf 12 Fragen. Fragen, die um das Schreiben kreisen, die uns auf der Zunge brennen und am Herzen liegen.

Den Fragebogen, die »12 Fragen an…«, schicken wir unseren Autoren zusammen mit einer Einwegkamera und bitten sie, ihren Alltag für uns festzuhalten. Gespannt warten wir auf die Rücksendungen und freuen uns über die Antworten und Fotos. Voilà!

Peetz_FragebogenMit Jens Sparschuh waren wir im Garten, mit Peter Wittkamp im Listenland und wohin verschlägt es uns nun mit Monika Peetz? In Ihre Wahlheimat Holland natürlich! Die Erfolgsautorin der »Dienstagsfrauen« lebt dort aber durchaus nicht zwischen Kraut und Rüben, sondern in Amsterdam, der Hauptstadt des guten Geschmacks. Vor wenigen Wochen verliehen wir Monika Peetz das dritte goldene Buch und die ARD strahlte im Januar diesen Jahres die Verfilmung von »Sieben Tage ohne. Die Dienstagsfrauen gehen fasten« aus, berühmt ist Monika Peetz also schon ein wenig und aufgeweckt sowieso.

Welche Bücher liegen gerade neben Ihrem Bett?

Ich habe gezählt, es sind 24. Ich habe keinen sehr großen Nachttisch. Und viele Lesebegierden.

Und welche unter Ihrem Bett?

Stephen King: »Das Leben und das Schreiben«. Der ist wohl vom Stapel gerutscht.

Welchem Schriftsteller wurde bislang nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt?

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Monika Peetz genießt einen Schluck Wein.

Robert Gernhardt. Humor wird gern unterschätzt.

Welchem Buch wollten Sie zuletzt wehtun, es gar gegen die Wand werfen? Können Sie Bücher überhaupt wegwerfen?

Ich werfe Bücher nicht an die Wand, höchstens in die Ecke.

Ihr Lieblingsbuch als Kind?

Barbara Robinson: »Hilfe, die Herdmanns kommen«.

Haben Sie sich schon mal in eine literarische Figur verliebt? In eine eigene?

Ach nein. Bislang gelingt es mir noch ganz gut zwischen Leben und Fiktion zu unterscheiden.

Über den Tod welcher literarischen Figur haben Sie sich gefreut?

Nur geärgert. Zum Beispiel wenn John Irving in »Hotel New Hampshire« auf halber Strecke ein Flugzeug mit meiner Lieblingsfigur abstürzen lässt. Mit Mutter und Kind.

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Beim Schlendern entdeckt.

Welches Buch hätten Sie gern geschrieben?

Alle, die es schaffen, Unterhaltung und Inhaltliches Wollen auf einen Nenner zu bringen.

Welchem Buch wären Sie lieber nie begegnet?

Keinem. Wenn man viel liest, gehört es zum natürlichen Risiko, dass einem nicht alles gefällt und manches sogar ärgert.

Sie dürften nur noch ein Buch bis zum Ende Ihres Lebens lesen: Welches wäre es?

Einer der dickleibigen Klassiker, die man gelesen haben sollte und es noch immer nicht geschafft hat.

Beunruhigt Sie die Vorstellung, Sie hätten nie etwas geschrieben? Was wären Sie geworden, wenn Sie kein Autor geworden wären?

Wer weiß: Vielleicht wäre ich immer noch Redakteurin beim Fernsehen.

Wo kaufen Sie Ihre Bücher? Online, im Buchladen, per Download? Neu oder gebraucht?

Überall. Immer. Und viel zu viele. Siehe Frage 1.

 

 

 

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