Aus dem Notizbuch des Verlegers #6

malchow 350pxMit einem Moleskine, das ihm der Rowohlt-Kollege Alexander Fest geschenkt hat, fing es an. Aus so einem ersten kleinen schwarzen Notizbuch wird im Laufe der Jahre schnell mal ein Berg. Das (im Bild unten) sind die vergangenen acht Jahre unseres Verlegers Helge Malchow in Stichworten. Was steht da drin? Was macht dieser Mann den ganzen Tag? Und was hat es mit dem einzigen roten Buch auf sich? Wir zeigen es Ihnen ab sofort in unserer neuen Kolumne »Aus dem Notizbuch des Verlegers«. Alle Einträge wurden von uns mit Fußnoten versehen, in diesen befinden sich Erklärungen, Enträtselnden zu den Notizen und – sehr niedrig dosiert – Werbung. Für das ZEITmagazin füllte Helge Malchow kürzlich den Proust-Fragebogen für Blogger aus. 140214_verlegernotizen_optimiert_mit zahlen_600px

Fußnoten (Klicken Sie bitte auf den “>” um die Großansicht der Notizen aufzurufen)

»Ein Bier vor vier«

1. Bernd Imgrund hat sich 100 Tage durch ganz Deutschland getrunken. »Kein Bier vor Vier« (erscheint im Herbst 2014) versammelt skurille Begegnungen, tiefe Gedanken und stille Momente vor und hinter der Bar. Sein Fazit: Es gibt kein falsches Trinken im richtigen Etablissement. Vom Mythos Tresen, bald mehr bei uns zu lesen! >

2. Würden hier Tiere gehalten, liefe der Tierschutz längst Sturm: Der Kölner Skulpturenpark ist eingezwängt zwischen  Stadtautobahn und Riehler Straße, obwohl nah am Rhein gelegen, rauschen hier nur Autos, und wer ihn nicht kennt, der findet ihn auch nicht. Der Tristesse des Standorts zum Trotz passiert hier Kunst und zwar ganz große. Mit dabei Rosemarie Trockel mit ihrer Installation »L’Arc de Triomphe« über die »Zuwenignis«. Die kann man unserem aktuellen Programm nicht vorwerfen, und zum Beweis hat unser Verleger ein Buchpaket für die Künstlerin geschnürt: Zadie Smith: »London NW«, Don DeLillo »Unterwelt«, Patti Smith »Just Kids«, »Sofi Oksanen »Fegefeuer«, Dave Eggers »Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität: Eine wahre Geschichte«, Angelika Klüssendorf »April«, Vladimir Sorokin »Der Schneesturm«, Eva Menasse »Quasikristalle«, Julian Barnes »Vom Ende einer Geschichte«, Hans Zischler »Berlin ist zu groß für Berlin«, Diedrich Diederichsen »Über Pop-Musik«. >

Der grüne »Kultlikör«

3. Hoch, Hoch, Hoch: Der bösen Schäferin nur das Beste und gutes Gelingen für das neue Buch, an dem sie gerade in der Türkei schreibt! >

4. Verlegerbuchtipp:»Kritik von Lebensformen«  von Rahel Jaeggi ist bei den Kollegen vom Suhrkamp Verlag erschienen. >

5. 6, 5, 4, 3, 2, 1, Tage: GO! Nichts geht mehr: 100.000 Exemplare von Christine Westermanns »Da geht noch was« verkauft. Goal! >

6.  Gibt es kein richtiges Erzählen im falschen Schreiben? Erster Deutungsversuch: Es geht um Literatur und Mobiltelefone. Nein, um Sofas mit ph und Einstecktücher. Nein, um… Klar ist: »Die Nennung seines Namens [Martin Mosebach] spaltet die Welt noch immer unmittelbar in Freund und Feind.« Aktuelles Anschauungsbeispiel: »Das Blutbuchenfest«. >

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Kommentar schreiben

Newsletter

Der KiWi-Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten und Termine – regelmäßig und aus erster Hand.

Abonnieren