Zehn Jahre Veröffentlichungsverbot von Maxim Billers Roman »Esra«

Erklärung des Verlages Kiepenheuer & Witsch

Am 13. 6. 2017 jährt sich zum zehnten Mal das Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, nach dem das gerichtliche Veröffentlichungsverbot des Romans »Esra« von Maxim Biller in Deutschland bestätigt worden war.

Die drastische Einschränkung der Kunstfreiheit aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen bleibt aus Sicht des Verlages Kiepenheuer & Witsch ein Fehlurteil, das in der Folgezeit, wie zu erwarten, zu erheblichen Verunsicherungen bei Autoren und Verlagen geführt hat. Das Urteil beschränkt in gefährlicher Weise die grundgesetzlich geschützte Freiheit des literarischen Ausdrucks und widerspricht dem Geist einer freiheitlichen Verfassung.

Helge Malchow
Verlegerischer Geschäftsführer


PS: Wer mehr über den »Fall Esra«, die Hintergründe und die Konsequenzen des Verbots wissen möchte, dem sei Uwe Wittstocks gleichnamige Monographie empfohlen (erhältlich als Broschur und als E-Book):