01.07.2013

Heinrich-Böll-Preis 2013 geht an Eva Menasse

Quasikristalle

Heinrich-Böll-Preis für Eva Menasse Eva Menasse erhält den mit 20.000 Euro dotierten Heinrich-Böll-Preis 2013 der Stadt Köln!

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit folgenden Worten:

»Verschlungen, schwer berechenbar und nur aus der Ferne als Ganzes erkennbar – wie lässt sich das Leben, der Mensch, die Frage nach der Identität in einer Zeit der zunehmenden Fragmentierung des Lebens einerseits und der Reizüberflutung eines World Wide Web-Daseins andererseits überhaupt noch definieren, geschweige denn erzählerisch gestalten? Es ist dies die große Aufgabe, der die Schriftstellerin Eva Menasse in ihrem dritten Roman Quasikristalle nachgegangen ist und der sie meisterhaft Ausdruck verliehen hat. […]«

Die gesamte Begründung der Jury können Sie auf der Webseite der Stadt Köln nachlesen.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch freut sich sehr und gratuliert seiner Autorin Eva Menasse auf das Allerherzlichste!

Der Heinrich-Böll-Preis

Der Heinrich-Böll-Preis ist ein Literaturpreis, der von der Stadt Köln im Gedenken an den Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll, einen Ehrenbürger der Stadt seit 1982, verliehen wird. Die Auszeichnung, die jeweils ein literarisches Lebenswerk ehrt, wurde ab 1980 zunächst als städtischer Literaturpreis jährlich verliehen. Seit 1985 trägt die Auszeichnung den Namen Heinrich-Böll-Preis. Der Preis war mit 35.000 Mark dotiert. Seit 1993 wird der Heinrich-Böll-Preis alle zwei Jahre verliehen. Aktuell ist der Preis mit 20.000 Euro dotiert. (Quelle: Wikipedia)

Der Jury gehörten neben Oberbürgermeister Jürgen Roters und Vertretern aus Rat und Verwaltung als Fachjuroren Marcel Beyer, Professor Dr. Günter Blamberger, Liane Dirks und Dr. Hajo Steinert an.

Unter den bisherigen Preisträgern finden sich namhafte Autoren wie beispielsweise Elfriede Jelinek, Dieter Wellershof, Alexander Kluge, Rainald Goetz und Uwe Timm. 2011 wurde der deutsche Schriftsteller Ulrich Peltzer ausgezeichnet.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am Freitag, 22. November 2013, 18:30 Uhr, im Historischen Rathaus der Stadt Köln verliehen.

Lesen Sie exklusiv die Laudatio von Carolin Emcke und die Dankesrede von Eva Menasse im KiWi-Blog

Eva Menasse

Eva Menasse

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin beim österreichischen Nachrichtenmagazin Profil. Sie wurde Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und begleitete den Prozess um den Holocaust-Leugner David Irving in London. Nach einem Aufenthalt in Prag arbeitete sie als Kulturkorrespondentin in Wien. Sie lebt seit 2003 als Publizistin und freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman »Vienna« sowie ihr Erzählungsband »Lässliche Todsünden« waren bei Kritik und Lesern ein großer Erfolg. Für ihren Roman »Quasikristalle wurde sie mit dem “Gerty-Spies-Literaturpreis“http://www.kiwi-verlag.de/news/eva-menasse-erhaelt-den-gerty-spies-literaturpreis-2013.html?s=Gerty-Spies-Literaturpreis und dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet.

Eva Menasse liest aus »Quasikristalle«

© Ekko von Schwichow


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»Ein bedeutsamer, aus der aktuellen Literatur herausragender Roman« Die Zeit

So hat lange niemand mehr erzählt – Eva Menasses Familiensaga fängt von Wien aus ein ganzes Jahrhundert ein.

Von der Vergangenheit bleibt nur, was erzählt wird. Eva Menasse macht das Erinnern zum ...


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In einer postmodernen Gesellschaft forscht Eva Menasse nach archaischen Mustern. Sie spürt den sieben Todsünden nach und findet Trägheit und Gefräßigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier in den Taten ihrer ganz ...


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QuasikristalleRoman

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