Christian Krachts neuer Roman Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten ist soeben in der russischen Übersetzung bei Litprom Publishers in Moskau erschienen. Und wie! Das Cover der russischen Ausgabe präsentiert eine außergewöhnliche Mischung aus Heavy Metal- und Fantasy-Bildsprache. Es zitiert die »grauen Luftschiffe«, die im Roman mehrfach vorkommen, und die wahlweise »an Stahlseilen um das Massiv des Schreckhorns befestigt« sind oder als feindliche deutsche Luftschiffe »das starke schweizerische Sperrfeuer um das Réduit durchbrochen« haben und nun mit Tausend-Kilogramm-Fallbomben die sozialistische Schweiz bombardieren.
Krachts Roman, dessen Übersetzung außer in Russland auch in Frankreich _, in Bulgarien _(Lege Artis) und den Niederlanden (de Arbeiderspers) erscheint, ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Es ist das Jahr 1917. Lenin besteigt n i c h t den plombierten Waggon von Zürich nach St. Petersburg. Die russische Revolution findet n i c h t statt. Stattdessen erlebt die Schweiz einen kommunistischen Umsturz, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich völlig anders als wir sie heute kennen.
»Reinheit, Glück, Verlorenheit – von ihnen berichtete Kracht in all seinen Romanen. Noch nie tat er es mit diesem erzählerischen Aberwitz. Jeder kurze Absatz dieses Buchs ist ein kunstvoller Akkord, enthält Sätze, durch die zuweilen Ernst Jünger und Joseph Conrad blitzen. … So ungern man auch »Roman des Jahres« schreien möchte: Beim Deutschen Buchpreis wird in diesem Jahr nur der Zweitbeste gekürt.« David Hugendick, ZEIT online
»Christian Kracht liefert in seinem neuen Roman Atmosphäre pur – und das im schönsten Deutsch, das derzeit zu lesen ist. (…) Die ersten Sätze von Christian Krachts neuem Roman üben eine magische Wirkung aus, die man in der vielgefeierten jungen deutschen Literatur sonst nicht erfährt.« Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung
»Ein winziges Steinchen hat er aus dem Turm der Weltgeschichte gezogen, alles stürzte ein, und Kracht hat es neu zusammengesetzt zu einem Roman aus einer fremden Welt. (…) Es ist auf beinahe jeder Seite wie ein neuer Schock, wie es Christian Kracht gelingt, die Gewöhnlichkeit des Ungeheuerlichsten zu beschreiben. (…) Das ist Kracht-Kunst, das ist das Irritierende, Kunstvolle, Schöne seines Stils: diese kristallklare, eisigklare Sprache, die Genauigkeit, die immer wieder, manchmal mit einem einzigen, unpassenden Wort, manchmal einem Satz, einem Absatz, unterbrochen wird und ins völlig Irreale, manchmal ganz Absurde kippt.« Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ein Buchtrailer kann mehr sein als eine Werbung für ein Buch. So ist im Auftrag des Verlags in Zusammenarbeit mit professionellen Filmemachern und Studenten der Animationsklasse der Filmakademie Baden-Württemberg ein Kurzfilm entstanden, der den Roman auf originelle und poetische Weise interpretiert und begleitet.
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Christian Kracht
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