Der Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Necla Kelek wird am 6. November 2010 in der Frankfurter Paulskirche der Freiheitspreis 2010 der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verliehen.
Die Begründung der Jury
»Necla Kelek ist der lebendige Beweis dafür, dass der Islam und der freiheitlich-demokratische Wertekanon keine Gegensätze sind. In der Integrationsdebatte, in der es immer auch um Grundsätzliches geht, hat Frau Kelek stets klar Position für den Wert der Freiheit bezogen. Ihr Beispiel zeigt, wie gut Muslimen die Integration in die europäische Wertegemeinschaft gelingen kann. Sie ist eine zeitgenössische Vertreterin der Aufklärung.«
Mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der alle zwei Jahre verliehen wird, werden Persönlichkeiten gewürdigt, die Impulse für eine liberale Bürgergesellschaft gegeben haben und auf diese Weise zur Fortentwicklung freiheitlicher Ziele und Werte beitragen.
Necla Kelek wurde in Istanbul geboren und lebt in Berlin. Sie hat Volkswirtschaftslehre und Soziologie studiert und wurde in Greifswald zum Dr. phil. promoviert. Ihre Bücher Die fremde Braut, Die verlorenen Söhne und Bittersüße Heimat sind Best- und Longseller und haben in den letzten Jahren die Diskussion um Integration und den Islam in Deutschland nachhaltig geprägt. Necla Kelek wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2005 und zuletzt mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis 2009. Sie ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz.
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