»Eine Zumutung von der ersten bis zur letzten Seite«, giftete das Deutsche Ärzteblatt als das kritische Nachschlagewerk im Herbst 1983 erstmals erschien. Fast zwei Dutzend Mediziner, Pharmakologen, Apotheker, Medizinsoziologen hatten gemeinsam mit Wissenschaftsjournalisten erstmals sinnvolle, überflüssige und gefährliche Arzneimittel auseinandersortiert, für jeden verständlich und allen zugänglich. Eine Pionierarbeit.
Die Pharmaindustrie sah riesige Einbußen auf sich zukommen. Mit einer Flut von Prozessen und Klageandrohungen versuchte sie deshalb, die Bitteren Pillen zu stoppen. Ohne Erfolg.
In den vergangenen 25 Jahren wurden die Bitteren Pillen regelmäßig komplett überarbeitet und um neue Medikamente ergänzt. In der soeben erschienenen Jubiläumsausgabe werden über 15 000 rezeptpflichtige und frei verkäufliche Medikamente, Naturheilmittel und Homöopathika seriös bewertet. Der Umfang hat sich im Vergleich zur Erstausgabe um 250 Seiten auf nunmehr 1120 Seiten erhöht. Seit 1983 wurden 78 Auflagen gedruckt. Die Gesamtauflage liegt bei über 2,7 Millionen Exemplaren.
Zum 25jährigen Jubiläum wird die Erfolgsgeschichte der »Bibel zur Verhinderung von Arzneimittelmissbrauch« _ nun auch online fortgeschrieben. Mit dem Portal www.bittere-pillen.de startet der _Verlag Kiepenheuer & Witsch sein erstes Online-Verkaufsangebot.
Ebenso seriös, kritisch und völlig unabhängig wie in der Buchausgabe – zudem tagesaktuell und selbstverständlich frei von Werbung der Pharmaindustrie – sind auf www.bittere-pillen.de die Bewertungen der einzelnen Medikamente nachzulesen. Mehr als ein Drittel der Inhalte ist unentgeltlich zugänglich. Einzelne Infopakete (zu jeweils ausgewählten Krankheitsbildern) mit einem Umfang von bis zu 90 Seiten sind zum Preis von 2,50 Euro abrufbar.
Alle vier Wochen erscheint der „Bittere Pillen“- Newsletter, in dem ein unabhängiges Team von Fachautoren und medizinischen Wissenschaftlern über die Bewertung von neuen Medikamenten, neu erkannten Nebenwirkungen und Risiken von bereits bekannten Arzneimitteln, unethischen Verhaltensweisen von Pharmakonzernen und andere Themen informiert. Dieser Newsletter kann kostenlos abonniert werden.
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