»Ein Autor ist per se ein kritischer Autor, sonst ist er keiner!« Heinrich Böll

Am 16. Juli 2010 jährt sich Heinrich Bölls Tod zum 25. Mal. Der Autor so bekannter Werke wie Die verlorene Ehre der Katharina Blum und Ansichten eines Clowns starb 1985 im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit in Langenbroich. Böll war nie nur ein außergewöhnlicher Schriftsteller, sondern stets auch politisch aktiv. Er unterstützte die »Außerparlamentarische Opposition«, protestierte gegen die atomare »Nachrüstung« und war an der Gründung des Verbandes deutscher Schriftsteller beteiligt. Gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern gab er die Zeitschrift L76. Demokratie und Sozialismus heraus. Der Literatur-Nobelpreis im Jahr 1972 krönte neben dem Georg-Büchner-Preis (1967) und der Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974) das literarische Schaffen des engagierten Linksintellektuellen, das auch ökonomisch erfolgreich war und ist: Heinrich Bölls Bücher sind (im Hardcover und im Taschenbuch) bislang in einer Gesamtauflage von 13 Millionen Exemplaren erschienen.

 

3sat und ARD-Sendereihe

3sat und die ARD ehren Heinrich Böll anlässlich seines 25. Todestages mit einem Themenschwerpunkt.
Wilhelm von Sternburgs Film »Heinrich Böll – ein ‘anderer Deutscher’« am 10. Juli ist die erste von sieben Sendungen, die 3sat und die ARD anlässlich des 25. Todestags des Schriftstellers bis zum 16. Juli zeigen. Neben den Verfilmungen seiner Werke wie Ansichten eines Clowns, Die verlorene Ehre der Katharina Blum und Gruppenbild mit Dame werden auch »Kölner Erinnerungen. Heinrich Böll und Wolfgang Niedecken im Gespräch« und die Reportage »Heinrich Böll unter dem Sowjet-Stern« gesendet.

 

Die »Kölner Ausgabe« ist ab Oktober komplett

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch, in dem das gesamte Hauptwerk Bölls erschienen ist, hat seit dem Jahr 2002 das größte editorische Projekt seiner Geschichte verwirklicht: Über einen Zeitraum von neun Jahren ist die auf 27 Bände angelegte, textkritisch durchgesehene und kommentierte Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls erschienen. Sie folgt Bölls Programm der »Fortschreibung« und präsentiert sein Werk erstmalig in gattungsübergreifender chronologischer Anordnung.

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