Alois Hotschnig erhält den Anton Wildgans-Preis 2010 der österreichischen Industrie für sein literarisches Gesamtwerk. In der Begründung der Jury heißt es: »Die literarischen Arbeiten Alois Hotschnigs führen in Räume und Situationen, deren Erkundung leicht zu einem Abenteuer wird und in jedem Fall eine Herausforderung darstellt: Nämlich genauer als gewohnt hinzuschauen und hinzuhören auf das, was auch im wirklichen Leben wahrzunehmen wäre, aber gerne, weil nicht einfach zu erklären oder zu ertragen, an den Rand geschoben, übersehen, überhört, verdrängt wird.«
Der Preis wird dem Autor am 21. September 2010 um 18 Uhr im Haus der Industrie in Wien überreicht.
Alois Hotschnig ist 1959 geboren und lebt als freier Autor in Innsbruck. 1989 erschien die Erzählung Aus, für die er den Förderpreis des Landes Kärnten erhielt, 1990 folgte die Erzählung Eine Art Glück. 1992 wurde Hotschnig beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt mit dem Preis des Landes Kärnten ausgezeichnet, und im selben Jahr erschien sein Roman Leonardos Hände, für den er den Anna-Seghers-Preis erhielt. 1994 wurde das Theaterstück Absolution in Wien uraufgeführt. Alois Hotschnig erhielt 1999 das Robert-Musil-Stipendium. 2000 erschien sein zweiter Roman Ludwigs Zimmer. 2002 wurde ihm der mit 15.000 Euro dotierte Italo-Svevo-Preis für sein Gesamtwerk verliehen, im Jahr darauf der Österreichische Förderpreis für Literatur. Er war 2004/2005 Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg, erhielt 2007 den Tiroler Landespreis für Kunst und 2008 den mit 14.600 Euro dotierten Erich-Fried-Preis.
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