Katja Lange-Müller wird gleich zweifach mit renommierten Literaturpreisen Deutschlands gewürdigt.
Zum einen wurde die Berliner Schriftstellerin am 18. September in Mainz von der Landeszentrale für Politische Bildung mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis ausgezeichnet. Die Jury zeigte sich begeistert von dem eigenen Tonfall, der witzig, komisch, schnoddrig, aber immer treffend genau sei. »Katja Lange-Müller ist eine unverwechselbare Stimme in der gegenwärtigen deutschen Literatur«, hieß es in der Begründung der Jury.
Der Literaturpreis ist mit 5000 Euro dotiert und wurde nach der in Trier geborenen Schriftstellerin Gerty Spies (1897-1997) benannt. Bei der letzten Verleihung im Jahre 2006 wurde Peter Härtling ausgezeichnet.
Außerdem erhält Katja Lange-Müller für Ihren 2007 bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen Roman Böse Schafe den mit 25.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Preis. Der von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk gestiftete Literaturpreis wird der Autorin am 15. November im Braunschweiger Staatstheater überreicht. Laut Jury ist Katja Lange-Müller »mit ihrem jüngsten Roman Böse Schafe einer der schönsten deutschen Romane der letzten Jahre gelungen«.
Katja Lange-Müller ist 1951 in Berlin-Lichtenberg geboren. Hat neun Jahre lang die Schule an der 19. Oberschule Berlin-Friedrichshain besucht. Relegation wegen »unsozialistischen Verhaltens«, Zehn-Klassen-Abschluß an der Oberschule Schwedter Straße, Berlin-Mitte. Anschließend Schriftsetzerlehre an der BBS »Rudi Arndt«. Vier Jahre Arbeit in der Druckerei und Bild-Redaktion der Berliner Zeitung. Anschließend sechs Jahre pflegerische Hilfskraft auf geschlossenen psychiatrischen Frauenstationen in der Berliner Charité und im Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Berlin-Herzberge.
Von 1979 bis 1982 Studium am Institut für Literatur Johannes R. Becher in Leipzig; danach einjähriger Studienaufenthalt in der Mongolischen Volksrepublik und Arbeit in der Teppichfabrik Willhelm Pieck in Ulan-Bator. Danach ein halbes Jahr Lektoratsmitarbeiterin im Altberliner Verlag, dann im November 1984 Übersiedlung nach Westberlin.
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