Der Pulitzer-Preisträger und Bestsellerautor Michael Chabon _ hat für seinem neuen Roman _Die Vereinigung jiddischer Polizisten den »Nebula«-Preis gewonnen.
Der Nebula Award ist ein seit 1965 von der Science Fiction and Fantasy Writers of America Inc. (SFWA) verliehener Preis für die besten Science-Fiction-Geschichten, die in den zwei vorangegangen Jahren in den USA veröffentlicht wurden. Unter den bisher ausgezeichneten Autoren war u.a. William Gibson für Neuromancer.
Die Vereinigung jiddischer Polizisten ist natürlich streng genommen kein Fantasy- oder Science Fiction-Roman. Doch die in Michael Chabons neuem Meisterwerk erzählte Geschichte eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte – nach dem Holocaust und dem Zusammenbruch des Staates Israel im Jahre 1948 haben sich jüdische Flüchtlinge und ihre Nachkommen im Distrikt Sitka in Alaska eine eigene kleine Welt erschaffen, in der sie seit 60 Jahren leben – erfüllt auch die Kriterien, die dem »Nebula«-Preis zugrunde liegen.
Insofern erstaunt nicht, dass Die Vereinigung jiddischer Polizisten auch auf der Shortlist für den »Edgar« (wird von den Mystery Writers of America verliehen und ging an John Harts Down River) war, und jüngst für den »Hugo Award» (wird von der World Science Fiction Society verliehen) nominiert wurde.
Auf diese Weise ist Michael Chabons Roman Die Vereinigung jiddischer Polizisten, der eigentlich eine Mischung ist aus packendem Whodunnit, Liebesgeschichte und Hommage an die Krimis der 40er-Jahre, das erste Buch überhaupt, dass zugleich für den »Nebula«, »Hugo« und »Edgar« Preis nominiert wurde.
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