Kafka-Roman mit »Weishanhu Preis des besten fremdsprachigen Jahresromans des 21. Jahrhunderts« ausgezeichnet

© Jürgen Bauer

Der deutsche Schriftsteller und Kiepenheuer & Witsch-Autor Michael Kumpfmüller erhält für seinen jüngsten Roman Die Herrlichkeit des Lebens in Peking den »Weishanhu Preis des besten fremdsprachigen Jahresromans des 21. Jahrhunderts«.

Diese Auszeichnung wird seit 2001 jedes Jahr vom chinesischen Volksliteraturverlag vergeben. Im Jahr 2009 ging der Preis an Martin Walser.

Michael Kumpfmüller wird anlässlich der Preisverleihung am 12. Dezember 2012 für mehrere Tage nach Peking kommen. Aus diesem Anlass veranstaltet das Goethe-Institut China zwei Lesungen mit dem Autor und lädt chinesische Kafka-Experten und Literaturkritiker zum Gespräch ein. Mehr zu den Terminen auf der Website des Goethe-Instituts

Michael Kumpfmüller wurde 1961 in München geboren. Nach dem Studium der deutschen Literatur und Geschichte in Tübingen, Wien und Berlin arbeitete er als freier Journalist, unter anderem für „Die Zeit“, „NZZ Folio“, „FAZ-Magazin“, „Süddeutsche Zeitung“ und die „Frankfurter Rundschau“.
Im Jahr 2000 erschien sein erster Roman „Hampels Fluchten“, gefolgt von „Durst“ 2003 und „Nachricht an alle“ im Jahr 2008. „Die Herrlichkeit des Lebens“ ist Kumpfmüllers vierter Roman. Der Autor lebt mit seiner Familie in Berlin.

Überlebensgroß ist der Mythos Franz Kafka, dessen Nachruhm als Schriftsteller scheinbar mit einem weithin unglücklichen Leben erkauft wurde. Michael Kumpfmüller wirft ein helles, fast heiteres Licht auf den berühmten Dichter und zeichnet liebevoll und diskret einen Menschen, der in seinem letzten Jahr die große Liebe findet und sein Leben in die Hand nimmt, bevor es dafür zu spät ist. Eine tief anrührende Parabel über das Leben und die Liebe, das Schreiben und den Tod.