Monat für Monat wird die Top Ten unter den Sachbüchern nebst einer persönlichen Empfehlung von 26 unabhängigen Juroren ermittelt und präsentiert von Süddeutsche Zeitung, Buchjournal, Börsenblatt und Norddeutscher Rundfunk.
Im November 2008 belegt Gerd Koenens neues Buch Traumpfade der Weltrevolution. Das Guevara-Projekt den zweiten Platz.
Von allen revolutionären Mythen und Kulten des roten Weltzeitalters hat nur die Figur des Ernesto »Che« Guevara überlebt – schön wie am letzten Tag. Die christusmäßige Verklärung des Ernesto Guevara ist ein Aberwitz von historischem Format. Man hat den Mann schon zu Lebzeiten fast totfotografiert und posthum in eine Ikone verwandelt. In zwei Dutzend Biographien scheint alles über ihn gesagt – ohne jedoch ein schlüssiges, scharf konturiertes Bild der Lebenslinie zu liefern, der dieser Globalrevolutionär gefolgt ist, und des weltpolitischen Spannungsfeldes, in dem er operiert hat. Und Kuba als tropisch-utopische Revolutionsinsel war und blieb ein unverwüstlicher Intellektuellentraum, der alle Frustrationen überlebt hat – sogar den Untergang des realen Sozialismus.
Grund genug für Gerd Koenen, das »Guevara-Projekt« einer historischen Nachmusterung zu unterziehen.
»Auf die Fährte des argentinischen Universalguerillero hat sich Gerd Koenen geheftet. Allerdings nicht mit dem Ziel, an einem weiteren Heldenepos im Dienste der Revolution zu stricken, sondern mit dem Vorhaben, der »christusmäßigen Verklärung des Ernesto Guevara« etwas entgegenzusetzen.«
Knut Henkel, taz
»Ein faszinierendes Doppelporträt (…). Eine ebenso brillante wie ernüchternde Topografie von Che Guevaras revolutionären Traumpfaden. Es sind vor allem die drei Erzählfäden – Che, Fidel und Tania -, die Koenen zu einer höchst spannenden, erkenntnisreichen und glänzend geschriebenen Geschichte verknüpft.«
Norbert Rehrmann, Die Zeit
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