Maria Sveland
Bitterfotze
Roman

ISBN: 978-3-462-04083-8

Erscheinungsdatum: 24. Februar 2009
272 Seiten, Paperback
Titel der Originalausgabe: Bitterfittan
Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer
KiWi 1084
Lieferbar
Euro (D) 8,95 | sFr 13,00 | Euro (A) 9,20


Zum Inhalt

»Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt.« Expressen

Ein Roman, der hier im Haus so heftige Diskussionen auslöste, dass ein (männlicher) Kollege beleidigt das Zimmer verließ und noch Stunden später kleine Grüppchen auf dem Gang zusammenstanden, um sich auszutauschen. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist ein Thema, das leider nichts von seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil: Es war schon mal besser, und die Lorbeeren, auf denen sich viele ausruhen, sind längst vertrocknet.

Sara entflieht dem dunklen Januar und ihrer Winterdepression und reist für eine Woche allein nach Teneriffa. Sie ist Mutter eines zweijährigen Jungen und enttäuscht – vom Kinderkriegen, von ihrem Mann, der sie gleich nach der Geburt ein paar Wochen alleine ließ, von der Gesellschaft, in der immer noch die Männer dominieren. Auf Teneriffa hat sie Zeit, über alles nachzudenken und zu beobachten: warum Frauen bitterfotzig werden, an welchen Punkten die Ungleichbehandlung offensichtlich wird und wie hoffnungslos alles ist, wenn bereits in der Zweierbeziehung so vieles falsch läuft.

Ein Buch, das in Schweden die Bestsellerliste anführte, von einer Autorin, die eine Revolution will und sich keineswegs mit dem zufrieden gibt, was vermeintlich schon alles erreicht wurde. Laut, kompromisslos und ehrlich haut Maria Sveland uns ihren bitterfotzigen Zorn um die Ohren, und jede Frau, die versucht, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, wird zustimmend nicken. Und wütend werden.

Lesen und aufregen!

Rezensionen

»Es ist ein strukturelles Problem, ein gesellschaftlicher Irrglaube an Gleichberechtigung, der sich darin manifestiert, dass Frauen weiterhin von riesigen Schuldgefühlen geplagt werden, wenn sie sich die gleiche Freiheit herausnehmen, wie Männer es ohne mit der Wimper zu zucken machen.«
neon.de

»Es ist die zornige Reflektion einer jungen Mutterschaft in der (westlichen, europäischen) Gegenwart und die kühle Bilanz einer Ehe (...).«
Süddeutsche Zeitung, Jens-Christian Rabe

»Offensichtlich hat die Journalistin Maria Sveland (...) einen Nerv getroffen: den jener Frauen (und Männer?), die sich mehr oder weniger verzweifelt fragen, was in einer Gesellschaft mit gut ausgebildeten Müttern und erziehungswilligen Vätern verdammt noch mal immer noch so schwierig ist am wirklichen halbe-halbe Machen.«
EMMA

»Maria Sveland hat eine neue Debatte über die Familie entfacht.«
Frankfurter Rundschau

»Sveland erzählt (...) mit einer derart druckvollen und meinungsstarken Sprache (...). Ihre Analysen zu Liebe, Elternschaft und Ehe stellt sie gekonnt in Beziehung zu Modellen aus den 1970ern (...).«
dieStandard.at

»Maria Svelands Beobachtungen sind so scharfsinnig, so klug und ja so bitterfotzig, dass man sich am Ende des Buches fragt, ob wir wirklich im ach so fortschrittlichen 21. Jahrhundert leben.«
Brigitte Young Miss Online

»Mal gucken, wie es in Deutschland ankommt,wenn eine junge Frau sich zu sagen traut, dass einen Muttersein nicht nur sehr glücklich, sondern auch ganz schön traurig machen kann.«
Neon, Vera Schroeder

»Maria Sveland hat das Kunstwerk geschafft, den feministischen Entwicklungsroman der Siebziger zu modernisieren. Und das ist aus vielen Gründen bemerkenswert.«
taz 

»Dieses Buch ist ein Wutschrei und ein tränenüberströmtes Betrachten der zerschellten Illusion der Gleichberechtigung. Auf, Schwestern, zur Freiheit, zur Sonne, zum Licht!«
annabelle

»Bitterfotze ist mehr Abhandlung als Roman. Darüber, wie wenig gleichberechtigt es immer noch zwischen Mann und Frau zugeht. Egal ob im Job oder in der Beziehung. Ein wütendes Buch, das auf den Tisch haut! Endlich macht sich jemand mal wieder wirklich feministische Gedanken.«
Radio Fritz

»Maria Sveland bricht mit ihrem Roman das Tabu um die Werte von Mutterglück, Familie und Liebe. Es ist die Anklageschrift einer wütenden jungen Frau.« 
stern.de

»Bitterfotze erzählt schnell, wütend, humorvoll.«
Der Spiegel

»Die rasende, schnaubende Abrechnung einer Mutter ist das.«
ZDF aspekte

»Dass Svelands zorniger Schrei ausgerechnet aus dem Emanzipationswunderland Schweden herüberschallt, in dem mehr als 80 Prozent der Frauen arbeiten und Krippenplätze garantiert werden, zeigt, wie hilfreich, aber ungenügend solche Strukturen für die tatsächliche Gleichberechtigung sind.«
Tagesspiegel

»Tatsächlich hat Sveland mit diesem Buch ein Tabu gebrochen, sogar im Musterland der Emanzipation, weil sie es gewagt hat, ihre Zweifel an ehernen Werten wie Mutterschaft, Familie und Liebe laut und deutlich auszusprechen. Wenn man es recht bedenkt, ist es traurig, dass man ein Buch wie Bitterfotze als “mutiges Buch” loben muss, weil das beweist, dass es auch im Jahr 2009 noch immer nicht als Selbstverständlichkeit gilt, wenn eine Frau den Mund aufmacht und ihre Rechte einfordert.«
Spiegel Online

»Bitterfotze ist die sensibel beschriebene, faktenharte Wirklichkeit. Sveland schreibt in ihrem Debüt allen liebenden und wütenden, allen zerrissenen Frauen von der Seele. Befreiend.«
Kurier Wien

»Was das Buch so lebendig macht, ist die sehr anschauliche Erzählweise: Nichts bleibt abstrakte Behauptung. Dazu trägt auch die energiegeladene Wut der Autorin bei, das genaue Hinsehen, das nicht Schönreden.«
Junge Welt

»Maria Sveland (...) bietet ihrer Erzählerin die Möglichkeit, eine Weile aus der Mühle ihres Lebens herauszutreten und über sich selbst einigermaßen klar zu werden. Sie sieht dann “eine Reihe von Möglichkeiten, neu anzufangen”. Das ist mehr, als viele AutorInnen der Siebziger ihren Figuren oder sich selbst zugestanden haben.«
taz, Dirk Knipphals

»(...) das Buch ist klug geschrieben, es zeigt, dass keineswegs selbst schuld ist, wer sich heute noch diskriminiert sieht.«
Neue Presse

»Der Roman lässt sich nicht als modische lila Luftnummer abtun, sondern rüttelt auf mit seinem “Es gibt noch viel zu tun”-Sound.«
Buchjournal

»Sveland greift die Wut und Verzweiflung im Bauch vieler junger Frauen selbstbewusst auf. (...) Man beginnt, die Welt mit anderen Augen zu sehen, wofür man der Autorin nur sehr dankbar sein kann.«
maedchenmannschaft.net

»Ein sagenhaft gutes Buch, in dem sich fast jede Frau irgendwie wiederfinden wird.«
Lisa Ortgies in FrauTV

»Bei aller Kritik an den herrschenden Verhältnissen – Maria Sveland hat keine Lust auf die Opferrolle. Sie lässt ihre Heldin kämpfen, um ihre Seele, ihre Selbstbestimmung und ihr Familienglück.«
Stern

»Maria Sveland versucht den Blick direkter ins Gesellschaftliche zu lenken: auf Emanzipationswünsche, die leider auf dem Trockenen schwimmen.«
misstilly.de

»Klar und schnörkellos zeigt Sveland, mit welchen sozialen Rollenmustern wir wirklich leben und hinter was für Gleichberechtigungslügen wir uns verstecken. Das Schöne an Maria Svelands Buch ist aber, dass zwischen all der Wut und Heftigkeit auch leise Zwischentöne durchdringen, die zum Nachdenken anregen.«
Hochschulradio Aachen

»Nicht von ungefähr haben zwei schwedische Theater die Bühnenversion der Bitterfotze zum diesjährigen Weltfrauentag auf ihrem Programm.«
dpa

»Maria Sveland hat mit Bitterfotze einen kontroversen Bestseller-Roman über Emanzipation geschrieben.«
brigitte.de

»(...) Bitterfotze trifft offenbar genau jenen Nerv, der bei vielen Frauen ständig bloßliegt. (...) Es ist eine Klageschrift, hinter der ein durchaus verständlicher Schrei nach Anerkennung steckt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Klug, laut, wütend – und nicht zickig.«
Freundin

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Über den Autor/ die Autorin

Maria Sveland, geboren 1974, absolvierte ein Studium am Institut für Film- und ...
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